Zum Muttertag: Best-Mum-Brosche

Mai
03/15

Meine Mama wohnt nicht in der Nähe. Na ja, doch, schon, ist ja relativ, aber eben keine „ich -fahr-mal-eben-aufn-Kaffee-rum-Nähe“. Eher eine „ich-bleib-am-besten-zwei-Nächte-damit-es-sich-lohnt-Entfernung. Also telefonieren wir. Nein, gerade hinterlassen wir uns meist Nachrichten auf Mailboxen. Oder Kurzmitteilungen. „Alles gut!“, schreibe ich. „Prima. Ich mag auch keine Gardinen. Traumavererbung?“, antwortet sie…
Muttertag, Blumenbrosche,
Das Handy meiner Mama ist sehr besonders. Es ist eins dieser seltsamen Exemplare, mit denen man tatsächlich nur telefonieren kann. Gibts nich? Gibts doch noch. Ich kann ihr keine Bilder schicken – kann Handy nicht empfangen. Smileys? Gott bewahre. Handyburnout. Manchmal schicke ich ihr ein Foto von den Jungs per Mail – das kann sie sich bei der Arbeit angucken. Bei meinem nächsten Besuch hängt es meist am Kühlschrank. Darüber eine ausgeschnittene Zeitungszeile, weiß auf rosa: Enkelkinder sind das Größte.

Jeden Monat schickt meine Mama uns eine Postkarte, eine bunte, eine mit dem jeweiligen Monat vorn drauf. Hinten zwei, drei Sätze. Und ein selbst gemalter Kugelschreiber-Smiley. Die hänge ich jedes Mal in den Flur. Bis der nächste Monat und die nächste Karte kommen.

Jedes Jahr vor dem Muttertag denke ich, dieses Jahr mach ichs. Auf jeden Fall. Dieses Jahr schicke ich Mama was. Eine Karte. Noch besser einen Strauß. Und dann vergesse ich es doch. Bis Mama mir am Sonntag eine SMS schickt. „Schönen Muttertag!“ und ich denke „Mist-da-war-ja-was.“ Dass mir jemand einen schönen Muttertag wünscht, fühlt sich übrigens nach vier Jahren immer noch seltsam an. Gehts euch auch so?

Dieses Jahr habe ich Riesenglück und werde Sonntag zufällig bei meinen Eltern zu Besuch sein. Also tschüss Strauß-schick-Stress, hello Best-Mum-Brosche. So eine mache ich dieses Jahr für meine Mama. Aus echten Blumen (künstliche hasst sie). Die hat sie den ganzen Tag bei sich, statt bloß in der Vase. Und jeder sieht, was Sache ist. Vor allem sie. Bei jedem Blick. Und schön im Spiegel.
Blumenbrosche, Muttertag
Falls ihr auch wollt: Für die Brosche habe ich einige kurze Blumen mit Draht zu einem hübschen Sträußchen gebunden und alles ebenfalls mit Draht an einer Anstecknadel befestigt. Unten macht sich ein großes Blatt gut, das gibt Halt und versteckt den Draht. Zum Schluss nach Belieben einen Spruch mit dem Dymo-Gerät prägen und aufkleben.
Blumenbrosche, Muttertag
Eine schöne Woche!

2 Kommentar zu “Zum Muttertag: Best-Mum-Brosche

  1. Liebe Claudi,

    eine wunderschöne Idee, ich bin begeistert! Wünsche dir auch eine tolle Woche!

    Liebe Grüße, Ann-Cathrin

  2. ist ja total lieb!
    Ich sollte Mama auch einfach jeden Moant eine Postkarte schicken. sie wohnt zwar auch nur eine Stunde entfernt, aber für n Kaffee ist das auch einfach zu weit 🙂
    tolle Idee!

    Ganz viele liebe Grüße

    Franzy

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