Es sind nicht nur das schwindende Licht und die Kriechkälte, die uns derzeit zu schaffen machen. Gerade haben wir wieder so viel mehr zu stemmen als Adventsstress und Vorweihnachtstrubel. Wir schultern auch jede Menge Sorgen und Unsicherheit – unsere eigenen, die unserer Kinder. Schon wieder. Obwohl wir alle noch mindestens resterschöpft sind, so – pandemüde. Umso wichtiger, dass wir gerade jetzt verdammt gut auf uns alle aufpassen. Was wir dafür tun können? Hier kommt ein fixer Fünf-Punkte-Plan für unser Winter-Wellness…

Kaffee reicht bei mir morgens gerade einfach nicht mehr aus, um dem Tag ins Auge zu blicken. Ich brauche mehr als nur den schnöden Koffein-Kick: Bei mir muss es brennen, auf der Zunge, im Auge – und dann an meinem Energiezünder. Das schafft gerade nur einer: Mein scharfer Buddy aus dem Schnapsglas…

Gönnt euch einen Ingwershot!

Der stärkt nicht nur meine Immunabwehr, sondern auch meine Motivation, diesem Winter zumindest eine Chance einzuräumen. Ich kann an dem Pandemie-Mist gerade nichts ändern – aber ich kann bewusst gut zu mir sein. Und Ernährung ist dabei immer ein wichtiger Baustein. Der scharfe Fitmacher ist total easy selbst gemacht – hier kommt ein schnelles Rezept:

Das brauchst du für ca. 10 Shots:

3 Zitronen
100 g Ingwer (geschnitten, ca. 1 Tasse)
100 ml Agavendicksaft oder Ahornsirup
200 ml Wasser

Und so geht’s:

Die Zitronen auspressen und den Saft auffangen. Den Ingwer dünn schälen und grob würfeln. Ingwer, Zitronensaft, Agavendicksaft oder Ahornsirup und 200 ml Wasser im Mixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren. Eventuell durch ein Feinsieb passieren. Den Ingwer-Zitronen-Saft in eine Flasche abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren. So hält sich der Ingwer-Mix einige Tage. Vor Gebrauch gut schütteln. Kann übrigens auch gut mit Apfel- oder Mandarinensaft ergänzt werden. Für noch mehr Boost zum Servieren frischen Pfeffer und Kurkuma darüber geben.

Und wer’s noch schneller mag: Hier hat die Stiftung Warentest gerade diverse Ingweshots aus dem Kühlregal getestet.

Auf die Yoga-Matte, fertig, wohl!

Schon die Titel dieser Yoga-Flows entspannen mich auf der Stelle: „Kraft und Energie für den Tag“, „Happy Heart“, „Selfcare-Yoga“ – keine Yoga-Lehrerin bringt mich schneller runter als Mady Morrisson. Ihre kostenlosen Videos sind nicht nur eine Auszeit fürs Auge, die zertifizierte Yogalehrerin aus Berlin hat auch Flows für jeden Trainings-Level parat.

Ich praktiziere gerade möglichst täglich, sobald die Kinder aus dem Haus sind. Und zwar je nach Laune, Zeit, Befinden – denn von 5-Minuten-Yoga-Quickies bis hin zu Full Yoga-Workouts von einer Stunde ist alles dabei. Und ganz gleich, wie lange ich auf der Matte bin: Es geht mir anschließend immer, immer besser. Ich bin wacher, fitter, fokussierter. Und irgendwie weniger verzagt. Weil ich danach in diesem das-pack-ich-schon-alles-irgendwie-Mood bin. Und das ist derzeit immens wichtig. Funktioniert natürlich auch mit jeder anderen Sportart, Bewegung tut generell immer gut!

Aber probiert es doch einfach mal aus. Ein wenig Vorerfahrung hilft bestimmt – wer noch nie Yoga praktiziert hat, sollte definitiv die Beginner-Videos wählen. Hier gibt es eine eigene Playlist für Anfänger. Natürlich gilt: Solltet ihr euch dabei unwohl fühlen oder Schmerzen haben, bitte sofort pausieren.

Geht täglich vor die Tür!

Ja, spazierengehen könnte diesen Winter wohl wieder die Freizeitaktivität Nummer eins werden. Und warum auch nicht? Im Niederländischen gibt es ein hübsches Wort: „Uitwaaien“ meint, sich draußen bei Wind und Wetter so richtig durchpusten zu lassen – perfekt gegen Griesellaune in Pandemiezeiten. Mir stoßlüftet der tägliche Sauerstoff-Boost definitiv Hirn und auch Herz, das sich draußen immer leichter anfühlt. Eingesperrt waren wir lange genug – das sollten wir nicht noch durch selbstgewähltes heavy-couchpotatoing befeuern.

Spätestens nach der Hausaufgaben-Chose scheuche ich die Kinder daher in den Garten – und mich gleich mit. Denn gerade, wer wie ich Homeoffice macht, läuft schnell Gefahr, die tageshelle Zeit nur am Schreibtisch zu verbringen. Und plötzlich ist der Tag rum und die Laune im Keller.

Auch wenn ich mich öfters zwingen muss: Raus an die frische Luft, Laub harken, den Feuerkorb anschmeißen, mit den Kindern eine Runde ums Dorf marschieren – und danach ist die Welt eine freundlichere. Weil wir mit Glück ein bisschen Sonnenlicht getankt haben. Und ganz bestimmt, weil es nichts Wohligeres gibt, als fröstelig von draußen reinzukommen und sich danach einzumuckeln.

Ein Mahl etwas Gutes!

Ok, das ist geklaut von den Kollegen von Ohhhmhhh. Ist aber auch zu gut! Weil es so schön ausdrückt: Wellness geht eben definitiv auch durch den Magen. Deswegen koche ich gerade ganz bewusst Comfort Food wie Suppen, Eintöpfe und Aufläufe, die von innen wärmen. Am liebsten mit ganz viel Gemüse und kräftigen Gewürzen, das hilft auch der Abwehr.

Auch auf die Gefahr hin, euch zu langweilen: Niemand kann das in meinen Augen besser, raffinierter, köstlicher als Yotam Ottolenghi. Dieses Kochbuch ist gerade ganz neu, im Guardian hat der britisch-israelische Kochkünstler eine tolle Kolumne. Und ja, manchmal ist es so simpel: Ein gutes Essen kann bei mir darüber entscheiden, ob der Tag ein besserer oder einer zum Abhaken war.

Einfach mal… niksen!

Ich neige ja zu Aktionismus, je nervöser mich eine Situation macht. Sprich: Derzeit fühle ich mich angesichts der bad news allerorten oft wie ein Duracell-Häschen auf Speed: Hole hier die Deko-Kiste von Dachboden, falte im Akkord Wäsche oder räume wie ferngesteuert (und vergeblich) Kinderzimmer auf.

Als Kompensation der Ohnmachtsgefühle wäre allerdings etwas ganz anderes angeraten: Einfach mal gar nichts machen. Oder „niksen“, wie es im Niederländischen heißt. Aber bewusstest Nichtstun ist für die meisten von uns gar nicht so einfach. Daher haben mich dieses Buch und dieses so angesprochen, weil beide einfache Stragien skizzieren, wie wir durch Entschleunigung der abermals drohenden Erschöpfungsfalle beikommen können. „50 Ideen für Wohlfühlpausen“ klingt jedenfalls gerade ganz nach dem, wonach ich große Sehnsucht habe…

Und wer statt lauter bad lieber mal wieder good news lesen möchte: Hier gibt’s Claudis Gute-Nachrichten-Adventskalender zum Bestellen.

Und was ist euer Winter-Wellness-Programm?

PS: Ich muss diesen Beitrag als Werbung kennzeichnen, weil ich zu verschiedenen Produkten verlinke. Tatsächlich handelt es sich aber um einen rein redaktionellen Post, alle Verlinkungen sind persönliche Empfehlungen und nicht Teil einer Kooperation.

Alles Liebe, bleibt gesund und optimistisch!

Katia