Ich mache dieses Mal alles mit: Rauhnächte und das Finden eines Mood-Worts für‘s neue Jahr. Ist es nicht lustig, dass das plötzlich alle machen? Oder macht das nur meine Insta-Bubble? Mein Wort für dieses Jahr ist…

…Raum. Ich mag das Wort, weil es zwei Bedeutungen hat: die haptische, also echten Raum mit Decke und Wänden  (wir misten gerade aus und streichen) und einen im Geist, sprich Gedanken-Raum für mich. Was Raum braucht um geräumig zu werden ist Zeit. Dazu habe ich in den Ferien etwas gelesen, was mich total inspiriert hat…

Stell dir vor: Eine Frau, verheiratet, Kinder, Job. Sie hat gefühlt für nichts Zeit.

Nicht für eine Kaffeepause, Sport,  Hobbies, Serien, sich. Dann läuft ihre Waschmaschine aus, sie hat einen Wasserschaden, kümmert sich erst ums Aufwischen, dann um das Trockenlegen, die Böden, die Wände. Dann den Termin für den Klempner, eine neue Maschine, vergleichen, bestellen, anliefern lassen. Sie findet für alles Zeit, weil sie muss.

Genau mit dieser Hingabe möchte ich ab sofort die Dinge behandeln, die ich gern und unbedingt machen will. Macht das nicht Sinn?

Es muss Zeit für mich geben, wenn es sie für eine kaputte Waschmaschine auch gäbe.

Als erstes habe ich mich also hingesetzt, und überlegt, was mir wirklich wichtig ist, dieses Jahr. Bei mir: mehr Ruhe und Konzentration beim Schreiben, mehr Lesen, noch mehr Zeit mit Freundinnen. Schöne Unternehmungen mit der Familie. Diesen Dingen will ich eine Priorität geben.

Auch dafür hab ich ein schönes Bild gelesen. Stellt euch ein Glas vor, das ihr mit Steinen füllt. Ihr legt ein paar große Brocken herein, gibt dann Kies nach, und zum Schluss Sand. Der passt immer noch. Wenn wir uns vorstellen, dass die großen Steine die schönen Reisen, Erlebnisse und Hobbies sind, oder was immer uns wichtig ist, müssen wir die als erstes reinlegen. Kippen wir zuerst Kies und Sand rein, also die Pflichten, dann würden die Brocken nicht mehr passen.

Holen wie unseren Kalender raus und machen was aus?

Claudi