Weniger ist weniger! Warum ich am Ende aber doch mehr habe…

Feb
27/20

„Nichts verändert sich, bevor wir uns selbst verändern. Dann ändert sich plötzlich alles.“ Als ich diesen Titelzeile Ende Januar auf einem Magazin im Zeitschriftenregal las, steckte ich schon mitten drin in der Erfahrung weniger zu machen. Was ich dabei wirklich lernen musste: Dass weniger machen oft auch weniger haben bedeutet…

Am Ende des letzten Jahres stand fest: Ich mag mich nicht mehr selbst so stressen. Die Betonung liegt auf ICH. Es ist so leicht, die Stressschuld jemandem anders zuzuschreiben: einem Auftraggeber, der eine Deadline setzt, den blöden Zeugnissen am Halbjahresende, den wuseligen Kindern, dem Mann, der mir den Einkauf aufgrund eines wichtigen Termins gerade nicht abnehmen kann.  Aber letztlich sind es die Ziele und Ansprüche, die ich mir in den Kopf gesetzt habe, die mich stressen.

Ich liebe meine Jobs, alle beide. Ich liebe es in der Schule Kinder für Kunst und Theater zu begeistern. Ich liebe es Texte zu schreiben, für mein eigenes Blogazin und für andere Medien, ich möchte nebenbei Bücher schreiben und am liebsten noch ganz viele andere Ideen verwirklichen. Ich möchte außerdem ganz viel Zeit mit meinen Kindern verbringen, regelmäßig etwas mit meinem Mann unternehmen, Sport machen, Freunde treffen, Zeit für mich haben. Und ach ja: Ich hätte gern ein allzeit perfekt aufgeräumtes und tiptop geputztes Haus.

Fakt ist, natürlich, das geht nicht. Das schafft niemand, nicht mal mit Hilfe von Mann, Schwiegermama und/oder Putzhilfe. Alles geht einfach nicht und schon gar nicht alles auf einmal. Klingt jetzt nicht sonderlich neu. Dennoch musste ich es mal wieder neu überdenken.

In der zweiten Hälfte des letzten Jahres bin ich nämlich in einen Sog geraten. Ich habe mir viele Dinge ausgedacht, viele Projekte angenommen und hatte nebenbei den Plan, es mir zuhause endlich mal wieder schöner mit mir selbst zu machen. Ich habe eine Sache erledigt, nebenbei noch drei andere, dann das nächste und wieder nächste. Bei jeder Sache habe ich gedacht: Komm, das jetzt noch durchziehen, dann wird es ruhiger. Wurde es aber nicht.

Ich glaube, ich bin wirklich ziemlich belastbar. Ich verliere selten meine gute Laune. Ich rocke auch müde noch. Ich mag sogar Stress ganz gern, er rockt mich. Ich stand nicht kurz vor dem Burnout oder so, aber ich habe gemerkt: So mag ich nicht mehr. Ich habe immer mehr bloß von Deadline zu Deadline, von Wochenende zu Wochenende gelebt. Von Urlaub zu Urlaub gehangelt. Immerzu „Dann wirds weniger, nein dann, aber dann!“ gedacht.

Ich habe nachgedacht und beschlossen: Ich will weiterhin viel machen, aber nicht mehr alles auf einmal. Ich habe Anfang Januar sofort damit losgelegt. Ich wollte nämlich schon ewig etwas aufschreiben, habe es aber immer aufgeschoben. Mir war klar, dass es neben dem normalen Tagesgeschäft niemals etwas werden würde, also habe ich mich eine zweimonatige Blogpause getraut und zwei Monate lang fast jeden Morgen an meinem kreativen Schreibprojekt gearbeitet. Ich weiß wirklich nicht, ob es jemals veröffentlicht wird – aber das ist auch nicht wichtig. Ich bin so froh, es gemacht zu haben. Und ich habe mal wieder gemerkt, wie viel mehr Spaß mir das Schreiben macht, wenn ich mich bloß auf ein Projekt konzentrieren kann. Wie viel Spaß Dinge machen können, wenn man sie in Ruhe macht.

Was ich auch gemerkt habe: So etwas geht nicht ohne Verlust. Ich finde in Social Media, in Magazinen und Reportagen sieht das „langsam machen“ immer so einfach aus. Da wird von „weniger tun“ und „80 Prozent reichen aus“ geschrieben, aber daneben zeigen perfekte, bonbonbunte Fotos das Gegenteil. Erzählen Aussteiger-Geschichten von der Erleuchtung in der perfekt geputzten Wohnung.

Ich habe wirklich öfter Bauchschmerzen gehabt, als keine Kooperationsanfragen reinkamen – was natürlich klar war – und die Nutzerzahlen sanken – was natürlich auch klar war. Es schwarz auf weiß zu sehen tat weh, nicht nur meinem Ego, sondern auch meiner Vernunft, schließlich sorgen diese Werbekooperationen dafür, dass ich das Medium WASFÜRMICH überhaupt finanzieren kann.

Noch schlimmer war es bei Instagram. Die Reichweiten purzelten sofort in den Keller, ich konnte dabei zusehen, wie erst keine neuen Nutzer mehr kamen, wenig später sogar viele gingen. Ganz ehrlich, das auszuhalten fiel und fällt mir nicht leicht. Ich würde gern denken: „Was interessiert mich diese Zahl da oben?“ Aber für meine Arbeit ist die Zahl natürlich nicht unwichtig. Ach was, sie ist SAUWICHTIG. Ich halte es dennoch aus. Ich kaufe keine Follower, ich setze nicht auf Dutzende Gewinnspiele. Ich hoffe einfach, die Zahlen werden wieder besser, wenn ich regelmäßig spannenden Content liefere.

Noch was: Ich würde gern noch so viel mehr machen. Und alles noch so viel besser machen. Aber: es geht alles bloß Schritt für Schritt und manches auch gar nicht. Ich hätte zum Beispiel gern nur professionelle Fotos auf meinen Kanälen – aber ich sehe gar nicht die zeitliche Kapazität, ständig eine professionelle Fotografin kommen zu lassen. Meine Spontanität, die ich am Medium Blog (im Vergleich zu Print) so liebe, würde leiden, weil ich ja immer geplant produzieren müsste. Und außerdem würden mir meine fünf Männer glaube ich einen Vogel zeigen. Was ja auch manchmal ganz gut ist.

Meine Männer können es übrigens sowieso so viel besser, das Hinnehmen. Ich hatte ausgerechnet an Weihnachten einen „Schrecklichste-Mutter-der Welt-Schreianfall“, weil ich an meinem „Ich-will-weniger-machen-und-es-trotzdem-perfekt-haben“-Anspruch gescheitert bin. Kurz erzählt: Wir hatten ganz gemütliche, entspannte Feiertage geplant. Die hatten wir auch – allerdings auch im entspannten Feiertagschaos, was ich plötzlich gar nicht mehr entspannt fand. Schuld war – mal wieder – das Bild in meinem Kopf. Ich hatte uns alle perfekt relaxen sehen, allerdings in einer perfekten Umgebung. Weil ich mich doch so sehr nach Ruhe sehnte. Womöglich noch mit einem perfekten Dinner am Abend, perfekt aufgebauten Gesellschaftspielen, Puzzlen, was weiß ich. Pustekuchen, das geht natürlich nicht. Versuchten mir meine Männer zwischen Bücherstapeln, Schachfiguren, Sofahöhlen, überall verstreuten Puzzleteilen und Kuchenkrümeln gleich zu erklären. Ich habe es (leider!) erst viel später verstanden.

Was ich also in meiner Pause gelernt habe, ist erstens: Es wird nicht von selbst etwas anders, bloß weil Weihnachten war oder Silvester oder ein neues Jahr oder Urlaub oder eine Pause. Eine Pause ist keine Fernbedienung, die für mein Leben ein neues Programm einstellt. Das muss ich tun. Und zweitens: Durch das Ändern werden Dinge höchstwahrscheinlich nicht nur gut. Es wird auch Sachen geben, die fehlen, sinken, nicht gemacht werden, verloddern oder ähnliches. Sei es Gehalt, Kleidergröße, instagrammable Wohnräume, Schlaf. Das betrifft natürlich nicht nur meine selbstständige Arbeit und Social Media, sondern lässt sich auf ganz viele Bereiche anwenden. Es wird einfach anders, wenn man etwas ändert. Und das ist ja auch gut so.

Es geht nicht alles auf einmal. Schauen wir also mal, wie es mit meinem Plan weitergeht. Beziehungsweise auch mit der Verlodderung…

PS. Eigentlich, ja eigentlich, wollte ich ein cooles Fotos für diesen Post machen. Das hier war ja schon mal da. Habe ich aber nicht geschafft.  Und wisst ihr was: Vielleicht stört es euch ja gar nicht?

Alles Liebe,

39 Kommentar zu “Weniger ist weniger! Warum ich am Ende aber doch mehr habe…

  1. Christina on 27. Februar 2020 at 16:08 geschrieben

    Hallo Claudi!
    Wie schön, dass du mal wieder hier bist!
    Ich habe wirklich oft an deinen blog und die vielen wunderbaren Beiträge von dir gedacht.
    Ich würde mich sehr freuen, wenn du wieder hin und wieder eine Inspiration für mich sein könntest.
    Ich hatte vor einiger Zeit auch eine längere Auszeit. Es war wunderbar, endlich musste ich mich nicht mehr durch den Tag stressen. Ich hatte den festen Vorsatz, dass ich einen Teil der Ruhe erhalte, auch wenn der beruflich Alltag wieder normal läuft.
    Es gelingt mir nicht immer, aber ich habe mir nun eine regelmäßiger Erinnerung ins Handy gesetzt:
    „Du bist genug und du tust genug.“ (habe ich mal auf ner Zeitschrift gelesen 😉 ) das erinnert mich daran und ich lasse dadurch wirklich öfter mal was weg.
    Ich wünsche dir, dass du eine Balance zwischen Anspruch und Möglichem finden kannst!
    Schade, dass du Instagram beruflich nutzen „musst“, ich bin froh diesen Zeitkiller und Heil-Welt-Repräsentanten los zu sein 😉
    Liebe Grüße Christina

    • Claudia on 28. Februar 2020 at 10:39 geschrieben

      Liebe Christina, ja, sei froh! Bei und Instagram ist das eine kleine große Hass-Liebe…
      Ich mag deinen Spruch sehr, danke dafür!
      Alles Liebe,
      Claudi

  2. Jacqueline on 27. Februar 2020 at 16:23 geschrieben

    Hallo Claudi,

    ein schöner Text, der zum Nachdenken anregt & mir ist ein Account mit weniger, aber gutem Content wichtiger, als mit Firlefanz zugeschüttet zu werden.

    Und was die bonbonfarbenen Bilder angeht – die stressen mich immer total 😉 …. lieber sehe ich das reale Leben & das ist nunmal nicht immer rosa & bunt – sondern chaotisch mit Krümeln auf dem Boden, einer nicht aufgeräumten Küche, dem Kuchen aus dem Supermarkt für den KIGA-Geburtstag oder einer Mama die sagt „Heute war ein nicht so schöner Tag.“

    Mach so weiter, wie es Die gut tut! Viel Freude & Schaffenskraft bei Deinen Projekten.

    Liebe Grüße,

    Jacqui

    • Claudia on 28. Februar 2020 at 10:38 geschrieben

      Liebe Jaqui, ich danke dir! Ich mag vielleicht eine gute Mischung am liebsten.
      Mal sehen, was hier noch alles so kommt.
      Ich freue mich drauf – und dass du dabei bist!
      Alles Liebe,
      Claudi

  3. Diana on 27. Februar 2020 at 16:24 geschrieben

    Liebe Claudi,
    Du sprichst mir so aus dem Herzen. Man weiß das ja eigentlich alles, dass manche Dinge eben auch weniger wird wenn es anders wird. Und man möchte es ja auch anders. Aber trotzdem ist es manchmal schwer auszuhalten. Ich denke aber man gewöhnt sich auch daran. Veränderung ist ja erst mal nicht so leicht.
    Ich freue mich auf neue Beiträge von dir. Ob die Fotos professionell sind oder schon mal da waren interessiert mich gar nicht.
    Herzliche Grüße aus Köln

    • Claudia on 28. Februar 2020 at 10:36 geschrieben

      Oh ja, man weiß es, es dann zu spüren ist etwas ganz anders.
      Schön, dass du auch wieder da bist!
      Alles Liebe,
      Claudi

  4. Einfach schön, von dir zu lesen😊

  5. Kerstin Maier on 27. Februar 2020 at 17:22 geschrieben

    Das Foto ist so schön, das interessiert null, wie oft Du das zeigst. Und am besten darauf gefällt mir das Kabel… buchstäblich ein Stück echtes Leben. Und das ist für mich bei der Auswahl von Accounts, Blogs etc. nach vielen Jahren DAS Kriterium geworden, das mir am wichtigsten geworden ist. Perfekt gibt’s täglich per Postwurfsendung in den Möbelhausprospekten und die berühren mich nicht. Siehste. Und deshalb hast Du bei mir die Poleposition! Ganz liebe Grüße aus einem perfekt unperfekten Familienskiurlaub, Kerstin

    • Claudia on 28. Februar 2020 at 10:34 geschrieben

      Ha, ha, danke dir. Das Kabel ist mir Perfektionistin tatsächlich nicht mal aufgefallen.
      Ich bin scheinbar auf einem guten Weg.
      Wir fahren morgen in genau so einen Skiurlaub und ich freue mich so richtig drauf!
      Alles Liebe,
      Claudi

  6. Sandy Roth on 27. Februar 2020 at 17:31 geschrieben

    Hallo,
    super toller Artikel.
    Ich lese gerne deinen Blog.

  7. Elke on 27. Februar 2020 at 18:12 geschrieben

    Hallo liebe Claudia,ich habe oft bei dir reingeschaut und als immer das gleiche Bild angezeigt wurde, dachte ich, schade, habe immer gerne dort gelesen…und hab trotzdem wieder geklickt und siehe da.Was ich damit sagen will, der Leser will unterhalten werden, sonst sucht er sich Ersatz. Mir gefällt deine Art das Leben in Worte zu fassen. Liebe Grüße von Elke

    • Claudia on 28. Februar 2020 at 10:33 geschrieben

      Hallo, da sagst du was, das stimmt und ist menschlich und absolut verständlich.
      Umso schöner, dass du doch wieder hergefunden hast.
      Jetzt wirst du wieder unterhalten – versprochen!
      Herzlichst,
      Claudi

  8. Katinka on 27. Februar 2020 at 18:24 geschrieben

    Wie schön,dass Du wieder zurück bist!Ich habe Deine Beiträge vermisst. Sie regen immer zum Nachdenken an und sprechen mir so oft aus der Seele.Wirklich toll,was Du so auf die Beine stellst!

  9. Eva on 27. Februar 2020 at 18:36 geschrieben

    Stört nicht. Ist nur bei Schnee draußen kurz verwirrend das Foto. 😉
    Mach einfach weiter dein Ding! Alles Liebe,
    Eva

    • Claudia on 28. Februar 2020 at 10:31 geschrieben

      Ha, ha, das stimmt. Schau mal, ein NOGo beim Magazin, hier zum Glück nicht.
      Ein Hoch auf mein Blogazin.
      So schön, wieder von dir zu lesen.
      Alles Liebe,
      Claudi

  10. Liebe Claudia.

    Ein Hoch auf deine Worte 😘 es geht wirklich nicht immer um mehr, höher, schneller und weiter sondern eigentlich geht es immer um die Wohlfühlzone. Und diese Zone aufrecht zu erhalten ist manchmal viel mehr Arbeit als alles andere. Wir sind genug so wie wir sind auch für uns selbst, das verlieren wir nur viel zu oft aus unseren Augen 😘

    • Claudia on 28. Februar 2020 at 10:29 geschrieben

      Das hast du ganz wunderbar zusammengefasst.
      Ach, ich freu mich so, wieder hier zu sein.
      Eure klugen Worte haben mir echt gefehlt!!!
      Alles Liebe,
      Claudi

  11. MaJa on 27. Februar 2020 at 20:24 geschrieben

    Auf die guten Dinge muss man manchmal warten.

  12. Daniela on 27. Februar 2020 at 20:54 geschrieben

    Professionelle Fotos, schön und gut. Aber ich finde es total überbewertet. Deine Bilder sind schön und die Texte dahinter gehaltvoll-ehrlich.
    In diesem Sinne: es dürfen Dinge auch bleiben wie sie jetzt schon gut sind!
    Liebe Grüße,
    Daniela

    • Claudia on 28. Februar 2020 at 10:28 geschrieben

      Liebe Daniela, das ist ein wirklich wunderbares Feedback.
      Ich merke immer mehr, wie gut es tut, sich wirklich nicht selbst zu stressen.
      Alles Liebe,
      Claudi

  13. Hannah on 27. Februar 2020 at 21:17 geschrieben

    Hallo Liebe Claudi,
    Schön dich zu lesen! Fast täglich hab ich dich auf wasfürmich und Instagram angeklickt und geschaut ob du es tatsächlich durchhältst, deine Pause. Und glaub mir, ich hab mich jedesmal gefreut wenn nichts neues gepostet war. Endlich macht sie ein bißchen langsamer hab ich gedacht. Nicht dass ich deine Bücher, Texte, Fotos, Ideen, Wortwitze nicht total lieben würde – nein, die saug ich immer auf wie ein Schwamm das Wasser, aber ich glaube dein Schweinehund heißt genau wie meiner – Perfektion. Neulich ist bei mir der Schornsteinfeger im Wohnzimmer gestanden. In meinem Wohnzimmer, das sonst immer absolut Instagramfröhlich vor sich hinstrahlt, war an diesem Morgen eine Baustelle weil mein Mann einen neuen Esstisch gebaut hat, unter der Esstischbaustelle hatte ich schon vor dem Frühstück mit den Jungs eine Bettenburg gebaut in der sich munter die Frühstücksflocken versammelten, zeitgleich stand der Wäscheständer von gestern noch als wichtiger Eckpfeiler der Bettenburg im zentrum des Geschehens (mit runtergerissenen Socken und Unterhosen) und als ich noch im Schlafanzug und ohne BH (und ja, ich hab auf jeden Fall Hängebrüste) vor dem Schornsteinfeger stand, dachte ich: das ist der schrecklichste Moment meines Lebens. Nach einer Sinneskrise und einigen Tränen hab ich für mich beschlossen meine romantische Vorstellung von Familienidylle mit aufgeräumtem vorzeigetauglichem Wohnen mit Kind ein für alle mal zu löschen. Vor ein paar Tagen standen bei uns mehrere farbdosen auf dem Tisch, unter dem Tisch malte der kleinste dem Papa seine Füße mit faschingsschminke an während Papa oben konzentriert zeichnete, der größere tanzte intensiv zu Santiano und schmiss dabei einen Farbtopf um den ich grade für die Frühjahrsbemalung aufgemacht hatte – aber mich störte das ganze Chaos überhaupt nicht. Alle waren grade glücklich vertieft und zufrieden und dieses Bild hätte auf Instagram sicher keine Likes bekommen aber in meinem Kopf ein ganz großes. Und das ist wohl das wichtigste.
    Ich freu mich total dass du wieder da bist. Lass es langsam angehen und tret der Perfektion in den allerwertesten.

    Und deine „barfuß in den Küchenkrümeln-dreckige-Kinder-und-Küche Fotos“ lieb ich übrigens am allermeisten!

    Und entschuldige bitte diesen langen Text…

    Liebe Grüße, Hannah

    • Claudia on 28. Februar 2020 at 10:27 geschrieben

      Liebe Hannah, tausend Dank für deinen lieben Text. Ich freue mich so, dass ganz viele diese Pause hier vielleicht sogar als Bereicherung gesehen haben.
      Und JA, ganz sicher, sind doch oft die Bilder am schönsten, die auf Instagram nicht viele Likes bekommen. Word!
      Alles Liebe,
      Claudi

  14. Marie on 28. Februar 2020 at 00:18 geschrieben

    Moin, schön, dass du wieder da bist! Ich freue mich, freue mich aber auch über jede weitere Entwicklung, ob mit Pause oder ohne! Ich bleibe bei dir, folge dir und koche weiterhin von dir! Meine Mädels lieben übrigens das kleine Rätselheft von mir, äh von dir! Wir lesen Schwupps und erst vorgestern habe ich einer deiner Tannenbäume abgeknibbelt (restl Weihnachtsdekoration) wie du siehst inspirierst du mich auf vielen Ebenen nachhaltig, da ist eine kleine Pause immer drin! Danke, danke, danke!

  15. Nora on 28. Februar 2020 at 07:55 geschrieben

    Vor einer Weile habe ich einen schlauen Spruch gelesen, der mich seitdem andauernd begleitet: „Ja zu etwas sagen, heißt nein zu etwas anderen sagen.“ seitdem überlege ich tatsächlich genauer, ob der schön dekorierte Kuchen am Sonntag Nachmittag rechtfertigt, dass ich meinen Kindern das nachgefragte Vorlesen versage. Prioritäten setzten ist manchmal nicht einfach, aber man sollte schon sehr genau darüber nachdenken, was einen selbst und seine Liebsten wirklich glücklich macht

    • Claudia on 28. Februar 2020 at 10:21 geschrieben

      Danke dir für diese Gedanken, das hast du ganz wunderbar zusammengefasst.
      Ganz genau so ist es und ganz sicher ist das eine der größten Herausforderungen am Eltern sein – ach was, am Mensch sein.
      Alles Liebe,
      Claudi

  16. NaFa on 28. Februar 2020 at 21:05 geschrieben

    Ich liebe deinen Blog, dein Buch, deine Gedanken, deine Ehrlichkeit, deine Ofenpfannkuchen und am liebsten das Unperfekte! Als Mutter von vier Kindern, wie ich auch eine bin, muss man sich für nichts entschuldigen! Wir sind großartig und sollten uns auf das was UNS wichtig ist konzentrieren.
    Ganz liebe Grüße
    Nadine

  17. Juuli on 28. Februar 2020 at 21:12 geschrieben

    Wie schön, wieder hier zu lesen! Seit Jahren ein absoluter Zugewinn. Und tatsächlich kümmert es mich persönlich gar nicht, wann und wie oft ich hier lesen kann. Ich freu‘ mich einfach, wenn dem so ist. Ein wunderbares Wochenende allen!

  18. Katha on 29. Februar 2020 at 17:34 geschrieben

    Welcome back, liebe Claudi!

    Ich freue mich sehr, wieder von Dir zu lesen. 💞

    Mein Lieblingsspruch ist übrigens „Gut ist besser als perfekt.“ Wer möchte schon perfekt sein? 😉

    Ein herrlich entspanntes, unperfektes Rest-Wochenende wünscht Dir

    Katha

    PS: Ich habe weder einen Blog noch Instagram (denke aber immer wieder über beides nach) und frage mich, wann ich dafür noch Zeit finden sollte. Respekt, wie Du das alles wuppst!

  19. Andrea on 29. Februar 2020 at 20:26 geschrieben

    Hach, ich freu mich auch, wieder von Dir zu lesen!!
    Ich hab erst vor ein paar Tagen hier wieder vorbeigeschaut, um zu sehen, ob Du schon etwas geschrieben hast…
    Mein liebster Spruch in Zusammenhang mit Perfektion ist:
    „Du sagst, du bist nicht gut genug? Du bist gut – und das genügt!“
    (Den hat mir mal eine benektinische Nonne gesagt)

    Ganz herzliche Grüße,
    Andrea

  20. hanna on 29. Februar 2020 at 23:11 geschrieben

    liebe claudi,
    ich liebe deinen blog genau wegen der authentizität und der gesunden briese an realität. natürlich hat man selber diesen optimierungsdrang, noch bessere bilder etc. und der hilft natürlich auch sich weiterzuentwickeln, aber ich finde den schritt zurück den du gerade machst absolut wichtig, um im ewigen streben nach perfektion die wichtigkeit der schwerpunktsetzung nicht aus den augen zu verlieren. danke, dass du uns daran teilnehmen lässt wie auch du mal zweifelt, oder dich neu ausrichtest, ich denke es ist genau das, was soviele an deinen blog bindet. wir verfolgen eure bezaubernde familiengeschichte und nicht einen durchinszeniertes märchen, die realität macht die schönheit dabei aus und die qualität deiner bilder ist dafür genau richtig.
    glg hanna

  21. Margot on 1. März 2020 at 10:09 geschrieben

    Liebe Claudi,
    schön, wieder von Dir zu hören. Da Du ja Deine Pause angekündigt hast, habe ich „brav gewartet“. Und ja, ich habe mich immer wieder gefragt, was Ihr wohl gerade so macht – und mich auf Deine „Fortsetzung gefreut.
    Und – liebe, liebe Claudi – bleibe Dir treu. Ich mag „reale“ Geschichten viel lieber, als geschönte, retuschierte (bzw. ge-fotoshoppte). Denn spätestens, wenn man selbst dahinterkommt, dass ein Leben so wie in manchen Stories beschrieben, gar icht machbar ist, verliert diese Geschichte dann den Glauben und auch mein Interesse.
    Ich freue mich immer, wenn ich von Dir höre, wobei sehr viel wichtiger ist „Klasse statt Masse“.
    In diesem Sinne alles Gute und bis zum nächsten Post
    liebe Grüße, Margot

  22. Eva on 2. März 2020 at 15:50 geschrieben

    Hallo Claudi,

    wie schön, dass du wieder da bist! Ich habe gerade ganz in Ruhe diesen und deinen letzten Artikel gelesen. So gute Gedanken in so schönen Worten! Noch schöner, dass du wieder da bist!
    Aber weißt du, was sehr schade wäre? Wenn du nur noch professionelle Fotos zeigen würdest! Ich finde deine Bilder immer sehr schön und mag es sehr, wenn man in deinen Texten und Bildern die Spontaneität und das wahre Leben spürt. Bitte sehr gern weiter so und liebsten Dank dafür!
    Liebe Grüße,
    Eva

  23. Biggi Kindsvater on 3. März 2020 at 02:19 geschrieben

    Liebe Claudia,
    ich freue mich, wieder was von Dir zu lesen. Und je weniger perfekt, desto besser. Jede Mutter kann das bestens nachvollziehen. Ich wunderte mich in der Vergangenheit schon, wie Du das alles schaffst. Ich bekomme gefühlt als arbeitende Mami nur eines Sohnes ohne Blog und Instagramm-Followern nicht mal ein Drittel dessen „gewuppt“, was Du so „runterreißt“ und habe auch oft zu wenig Zeit für die wichtigen Dinge, nämlich Zeit mit meinem Sohn und meinem Mann. Wer sich wirklich für Dich und deine tollen Beiträge interessiert, der kann auch gut mit einer Pause, nicht perfekten Bildern (denn so ist das richtige Leben) und Alltags-Chaos leben. Das ist unser täglicher “normaler Wahnsinn“ und das macht Deinen Blog für mich authentisch und lesenswert- auch weil es mich beruhigt, dass es anderen genauso geht wie mir, dass nicht immer alles perfekt ist, Hauptsache, es steckt Liebe darin. Mach weiter so, dass Du bei Dir bleibst und Dich nicht zerreißt, so dass Du Dich am Ende des Tages mit gutem Gewissen im Spiegel anschauen kannst. Deine Familie und Du, Ihr könnt stolz sein auf das, was ihr jeden Tag „leistet“. Liebe Grüße als treue Leserin, die sich freut, wieder von Dir zu lesen, das ist ein toller Beitrag, der mir tief aus der Seele spricht

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