Ich sitze heute in meinem Arbeitszimmer, während ich das hier schreibe. Es ist normalerweise ein riesiges Lager, mit Bastelmaterial, einem Dutzend geöffneten Kartons mit Presssamples und angefangenen Projekten. Ab und zu bekomme ich einen Rappel und räume auf. (Den letzten Rappel hatte ich am Montag.) Draußen ist es es heute zum ersten Mal so richtig herbstlich, mit Morgennebel, der den Büschen und Bäumen vor meinem Arbeitszimmer einen wässrigen Aquarell-Look verpasst. Bo räumt neben mir meine Schubladen aus – und ich reise virtuell durch meine Lieblingsposts. Reist ihr mit?
Bloggen von zuhause, Schreiben, Blog schreiben, Arbeitszimmer
Schon eine ganze Weile her, während meiner Wochenbettzeit mit Tjelle, war ich ziemlich hin und her gerissen, einfach bloß zu genießen – oder ganz schnell wieder all die Dinge zu tun, die mir sonst noch Spaß machen (oder die nun mal gemacht werden mussten). Auszeit in Saugirien heiß mein Post darüber – und ich mag ihn immer noch sehr…

Mein erfolgreichster Bastelpost überhaupt: Mein Zirkus-Zieh-Adventskalender. Seinetwegen weiß ich tollerweise, was es bedeutet, wenn ein Post bei Pinterest „viral“ geht. Ich mag ihn immer noch so gern – und genauso gern mag ich die Geschichte, wie ich auf die Idee gekommen bin (beziehungsweise meine Freundin). Sowas liest man ja sonst nie hinter den ganzen Diy-Ideen. Ich freue mich, dass ich es einmal aufgeschrieben habe.

Außer jede Menge Schreibfreude, neuen Bekannten und jede Menge Erfahrungen, hat dieser Blog mir noch ein Geschenk gemacht. Nämlich, dass ich das tun darf, wovon ich immer geträumt habe: Bücher schreiben. Was es allerdings bedeutet, ein Buch zu schreiben – und dann noch mit Kindern, habe ich vorher zum Glück nicht gewusst. Mein Post „Drei Kinder und ein Buch“ erzählt davon. Wenn ich drüber nachdenke, ist es mit dem Bücherschreiben wie bei einer Geburt: Es ist höllisch anstrengend, man schwört dabei, es nie, nie wieder zu wollen – und wird doch wieder schwanger.

Ich habe ein wenig Bammel, vor den nächsten Monaten hier bei uns draußen auf dem Land: Grau-Stau-Bammel, Dauernebelbammel, Matschbammel, Trübsinnblasbammel. Dabei wird es dann meist doch nicht so doof, sondern manchmal so richtig gemütlich. Kein Wunder also, dass ich meine Liebeserklärung ans Landleben hier draußen tatsächlich mal im Winter geschrieben habe. Sie trifft immer noch voll zu.

Und zum Schluss, was soll ich sagen, der Artikel über unsere kleine, große Überraschung bleibt vielleicht für immer mein allerliebster Lieblingspost.

PS. Welchen meiner Posts mochtet ihr besonders gern?
PPS. Foto von Ilona Habben

Alles Liebe,

Claudi