Ach was: Auto wird Anhänger

Jun
16/14

Wir haben eine Verkleidungskiste im Kinderzimmer. Darin liegt, neben Feuerwehrhüten und Tüll-Tutus, eine alte Kette. Die Perlen sind so groß wie eine Kinderfaust. Wiegen schätzungsweise so viel wie ein Neugeborenes. Mein Großer und mein Kleiner tragen die Kette ständig. Außer im Kindergarten. Ich habe Angst, sie könnten einen Kindergartenkumpel erschlagen. Es musste also Ersatz-Schmuck her…
Kette basteln, schöne Sachen für Jungs
Aber: Schönen Schmuck für Jungs zu finden ist nicht leicht. Holzperle am Lederband wird auf Dauer langweilig. Goldkettchen lehne ich ab und in den Läden gibt es lediglich süße Holzketten für Mädchen. Ich bin da ja nicht so. Wie gesagt, wir haben Tutus in der Verkleidungskiste. Aber herzige Herzchen, Blümchen und Feen sind selbst uns zu rosa. Also: Gang einlegen und selbst machen.
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Die Zutaten: Eine Stunde am Sonntagmorgen, ein lila Lederband, Washitape und ein Mini-Auto aus der Autokiste. Zuerst mussten die Autoscheiben dran glauben. Wir haben sie mit einem kleinen Nagel und einem Hammer zertrümmert und sie dann mit einer Pinzette herausgefummelt. Aus Washitape haben wir einen Stern ausgeschnitten und das Auto damit verziert. Lederband durch die Scheibenlöcher fädeln. Und dann kommt der Knoten.
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Damit die Kette über den Kopf geht, haben wir einen regulierbaren Knoten gemacht. Das geht so: Beide Bänder parallel legen. Mit dem einen Band einen einfachen Knoten um das andere machen (wie bei einer Schleife, nur ohne Schleife). Dann mit dem anderen Band genauso einen Knoten um das erst machen. Zieht ihr jetzt an dem einen Ende, wird die Kette länger, am anderen, wird sie wieder kürzer. Wenn ihr euch das noch einmal genauer ansehen wollt, schaut mal hier.
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Übrigens: Es hat eine Weile gedauert, bis ich meine Kids für das kleine Auto begeistern konnte. Die beiden hätten am liebsten das kniehohe Feuerwehrauto ans Band gelegt.

2 Kommentar zu “Ach was: Auto wird Anhänger

  1. Cathrin Strüver on 16. Juni 2014 at 12:38 geschrieben

    Hallo Claudia, bei uns sind Teile einer rostigen Fahrradkette, gefunden im Bach, angesagt. Eines Tages habe ich es aus der Werkstatt bohren gehört, ich gehe hin, frage was sei hier los und bekomme gleich das Ergbnis präsentiert. Ein Stein mit ein Loch in der Mitte. Claudi, das sind eben Jungen, die wissen wo der Steinbohrer liegt. Viele liebe Grüße

  2. Leni on 16. Juni 2014 at 17:32 geschrieben

    Cool. Du kommst aber auch immer auf Ideen 😉
    Ganz liebe Grüße
    Leni

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