Ich muss immer noch grinsen. Seit drei Tagen Dauergrinsen. Macht sicher ein paar Falten mehr. Egal. Und ein paar Leute im Dorf denken wahrscheinlich, ich nehme neuerdings was. Immer wenn ich an meine Buchparty am Mittwoch in dem wunderschönen Pop-up Store B-Lage in der Hamburger Schanze denke, dann fühlt sich das süß und warm und ein bisschen kribbelig an im Bauch. Dabei fing alles ganz schön chaotisch an…
Schanze, Hamburg, Pop up Store, B-Lage, Bücher schreiben
Ich kriege immer noch Herzrasen, wenn ich daran denke: Einen Tag vor meiner Buchparty lag hier weit und breit noch kein Kinderkunst-Kreativbuch. Ich rief beim Verlag an, sie beruhigten mich, sie würden zur Sicherheit sofort noch welche per Eilkurier losschicken. Trotzdem dachte ich: Eilkurier? Aus München? Was dem auf dem Weg alles passieren kann. Und dann stehe ich da, auf meiner Buchparty, ohne Buch. Oberpeinlich.

Irgendwie hatte ich auch alle Vorberitungen für die Party immer vor mir hergeschoben, so dass ich an diesem Nachmittag anfing, meine geplante Deko zu basteln (Girlanden aus angemalten Spitzendeckchen, so cool) und zu backen. Denn jepp, ich hab meine Party selbst gebacken, beziehungsweise einige liebe Menschen haben mir geholfen. Kein Catering, kein Sponsering. Grundehrliche Donauwellen. Und Nougatcupcakes. Passend zu dem Gesichter-Memory-Projekt in meinem Buch hatte ich mir Keksgesichter-Lollis ausgedacht und diese bis spät in die Nacht verziert. Unzählige Bilder und Bastelmaterialien gepackt. Unser Haus sah wild aus wie zu besten Buchshootings-Zeiten. Und rumms, war es zwei Uhr nachts.
Buchparty
Um sechs musste ich am nächsten Morgen aufstehen und noch für ein paar Stunden in die Schule. Ich weiß noch, dass ich beim Einschlafen da lag und die ganze Zeit gedacht habe: „Was, wenn du den Wecker nicht hörst? Was wenn du verschläfst?“ Ich habe noch nie verschlafen, aber wer weiß. Und zack, ich verschlief tatsächlich. Blitzdusche, Blitzmake-up und schnell Make up, Bürste, Haarspray für unterwegs eingepackt – denn nach der Schule blieb nicht mehr viel Zeit. Da wollte, da musste ich gleich weiter in die Location zum Vorbereiten. Ein Vorteil der Hetze am Morgen war, dass ich keine Zeit hatte, lange die roten Äderchen in meinen Augen anzugucken (die hatte ich das letzte Mal nach einer guten Party vor gefühlt fünf Jahren. Und nach der Geburt meines dritten Kindes). Und dann die Sorge, dass die Bücher nicht rechtzeitig ankommen! Heidewitzka, was für ein Tag.
Pop up Location Hamburg

Aber wie es so ist, manchmal, wenn vorher alles ganz doof und ganz verzwickt ist, läuft es hinterher besser als gedacht. Genau so war es. Kurz gesagt: Meine Buchparty war eine Bilderbuch-Buchparty. Schon als ich der Location ankam, in der wunderbaren B-Lage in der Hamburger Schanze, ein Pop up-Store, den Vanessa seit rund einem Jahr mit viel Leidenschaft betreibt, war alles viel besser. Vanessa sagte genau die richtigen Dinge, packte einfach überall mit an – und zwischendurch tanzte sie mit Tjelle Ringelreihen, ein Anblick, den ich nie vergessen werde.

Nach kurzer Zeit sah es in dem hübschen Store genauso aus, wie ich es mir vorgestellt hatte: überall Projekte aus dem Buch, ein großer Basteltisch mit reichlich Material, ein wenig Deko, Berge von Kuchen auf dem Buffet, eine Limo-Bar und überall mein Buch. Jaja, es waren tatsächlich beide Lieferungen noch an diesem Tag angekommen, die ursprünglich verschickte, die sich im tiefen Postdschungel knapp zehn Tage verlaufen hatte und die, die der Eilkurier an diesem Tag gebracht hatte.
Schanze, Location Hamburg
Malen mit Kindern, Buchparty
Dann gings richtig los und die schönen Eindrücke dieses Nachmittags flattern seither wie ein Bund Luftballons über meinem Kopf hin und her: Ich denke an meine tollen Gäste, ein paar große Blogger, ein paar Freundinnen, ein paar Pressevertreter, meine wunderbare Fotografin Ilona Habben und natürlich die fünfzehn super netten Leserinnen meines Blogs. Alle brachten Blumen und selbstgemachte Marmelade oder Wein mit und liebe Worte auf Postkarten. Die vielen Komplimente zum Buch, zu den Projekten. Die Kinder, die sofort losbasteln und mit leuchtenden Augen und heraushängenden Konzentrationszungen dasaßen und meine – MEINE! – Projekte nachbastelten und tatsächlich unglaublich viel Spaß dabei hatten. Die Stimmung unter den Mamas drumherum, bei Kaffee, Sekt und Kuchen, genauso fröhlich und bunt wie das Durcheinander auf dem Basteltisch.

Der eine Papa, der seine Frau, Bloggerin Sabrina von So leben wir, begleitete und der auch gleich ganz konzentriert mitbastelte. Tjelle und seiner kleiner Babyfreund beim Turnen auf dem glitzernden Betonboden. Die hübschen Blumen von Bloomon überall. Das Kichern, als wir versuchten, mit allen anwesenden Bloggerinnen ein Foto zu machen, mit dem alle zufrieden sind – und uns schließlich einigten, dieses dann doch nicht zu teilen, sondern einfach mal nur ganz privat auf unseren Handys zu speichern. Zum Immer-wieder-Hervorholen und weiter kichern. Und dann natürlich all die begeisterten Gesichter beim Blättern in meinem Buch.

Kennt ihr das, dass man etwas erlebt, es aber so unwirklich erscheint, dass man das Gefühl hat, man steht bloß daneben und guckt jemand anders beim Erleben zu? So ging es mir bei meinen Geburten – und bei meiner Buchparty.
Bücher schreiben, B-Lage, Hamburg
Basteln mit Kindern
Und es blieb so wunderbar: Viel später saß ich abends auf dem Sofa und las all die lieben Kommentare und Rückmeldungen zur Party und meinem Buch und guckte die Fotos auf den unterschiedlichen Profilen und war plötzlich und ausnahmsweise ganz und gar und bis über beide Ohren verliebt, in diesen alten Schwerenöter namens Social Media.
Basteln mit Kindern,
Basteln mit Papa,
Apropos: Ich freue mich riesig, riesig, riesig wenn ihr eure Eindrücke und Projekte aus meinem Buch bei Instagram unter dem Hastag #daskinderkunstkreativbuch teilt. Genauso freue ich mich über Rezensionen bei Amazon. Und weil ich weiß, dass man im Alltag ohnehin immer tausend andere Dinge zu tun hat, daher belohne ich die ersten zehn Amazon-Rezensionen mit einem Sprüchebüchlein nach Wahl aus dem Wasfürmich-Shop. Ich drück euch die Daumen und warte gespannt (und ein bisschen nervös).
DIY, Hamburg
Kinderkunst,
„Es ist so komisch,“ meinte eine meiner Leserinnen auf der Party, „durch deinen Blog habe ich das Gefühl, dass wir uns schon ewig kennen.“ Und dann quatschten wir eine Weile und PENG, hatte ich das gleiche Gefühl. Das ist eine tolle Sache am Bloggen: Man lernt tatsächlich viele ganz wunderbare Menschen dadurch kennen. Hier trudeln auf jeden Fall immer mehr Mails und Nachrichten ein, von Menschen die mein Buch haben und es so mögen und ich freue mich über jede einzelne ganz konfettiregenriesengroß.
Buchparty
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In meinem Buch sind übrigens tatsächlich Projekte, die schon mit Zweijährigen funktionieren – bloß Krickeln muss das Kind können. Und dann bekomme ich Fotos von coolen Graffitis, nach eine Idee aus dem Buch über dem Bett von einem Achtjährigen. Die Spanne ist also weit. So viele Möglichkeiten. Und letztens bekam ich sogar eine liebe Mail von einer Mama, die schrieb, dass ihre Tochter mein Buch jeden Abend statt Bilderbuch durchblättern möchte.

Schanze, B-Lage, Location, Hamburg
Ihr Lieben, ich danke euch allen fürs Mitfiebern und Daumen drücken und lesen und kaufen meines Buches und grinse einfach noch ein wenig weiter. Dass man tatsächlich Muskelkater vom Lächeln bekommen kann: Sowas Tolles!
Alles Liebe,

Claudi