Glutäugige Latin-Lover? Britisch blasse New Beatles? Lassen mich kalt. Ich steh auf Nordmänner, schon immer: Groß. Blond. Breitschultrig. Haarig. Um Herzklopfen zu kriegen, muss ich nicht mal „Vikings“ einschalten. Ich hab selbst so ein Exemplar zuhause. Erst hab ich mich auf der Stelle in meinen Mann verknallt. Dann in seine Heimatinsel Föhr. Eine große Liebe, die 15 Jahre durch Höhen und Tiefen gegangen ist. Ich glaube: Die hält jetzt für immer…

Als Hamburgerin bin ich Nordfriesland seit Kindertagen verfallen. Diese flachen Landschaften im nördlichsten Schleswig-Holstein, die maximal viele Grüntöne für sich beanspruchen. Dunstiges Wolkengrüngrau. Mildes Strandhafergrün. Knalliges Nordseesonnengrün. Die über Kilometer oft nur besiedelt von Schafen scheinen. Und Windrädern. Die ihren Höhepunkt in den drei nordfriesischen Inseln finden: Sylt, die kapriziöse Bekannte. Amrum, die wilde Sturm-Stina. Und eben Föhr – meine Herzens-Freundin. Die lieblich und rauh sein kann. Die beeindruckt, ohne zu protzen. Die in allem immer ehrlich ist. Zu der ich immer wiederkomme, weil ich hier einfach ich sein kann.

Dieses Alles-wird-gut-Gefühl fängt schon in Dagebüll am Hafen an. Nach drei Stunden Fahrt die Kinder an der Mole auslüften. Salzige Nordseeluft einatmen und mit einem knackigen Krabbenbrötchen die Auszeit vom Alltag begrüßen. Auf der Fähre dann unter norddeutsch reservierter Sonne das Deck erkunden. Nach Sandbänken, Seehunden und Omas Turm Ausschau halten. Das ist unser familiärer Ankerpunkt: Taucht der Föhrer Fernsehturm am Horizont auf, drücken wir die Urlaubs-Playtaste. Und dann startet unser aller Lieblingsferienfilm.

Ich packe meinen Koffer…

Es ist ein Film aus unzähligen Postkartenmotiven: Das glitzernde Watt im Sommer. Die Halligen am Horizont. Die nostalgischen Friesenhäuschen in den Inseldörfern. Die Frühlingslämmer auf den Deichen. Doof nur, dass ich zwar ein Auge für all die schönen Bilder habe – aber kein Händchen dafür, all das das auf passenden Fotos festzuhalten.

Dabei hilft mir ab sofort die LUMIX DMC-G81 Kamera von Panasonic. Die überzeugt sogar Profis unter anderem mit einem Sensor ohne Tiefpassfilter, Dual I.S. Bildstabilisierung um 5 Achsen, DFD-Kontrast-Autofokus und hochauflösendem 4KFoto/Videos. Und Laien wie mich mit einem robusten und kompakten Gehäuse, das spritzwasser-und staubgeschützt ist, sprich: absolut outdoortauglich. Halleluja! Außerdem helfen zahlreiche Voreinstellungen wie Filter oder Motivmöglichkeiten, meine Foto-Fähigkeiten unauffällig zu pimpen. Die Kinder zappeln? Das Licht ist zu grell? Damit bin ich jetzt total entspannt: Die LUMIX DMC-G81 macht das schon. Eine echte Blogger-Kamera. Und ab sofort in jedem Reisekoffer obenauf. Im Doppelpack mit diesem Handbuch übrigens unschlagbar.

Föhr ist für alle fein

Vor allem aber für Familien. Mein Mann und ich haben hier frischverliebt geurlaubt. Ineinander verschlungen der Sonne bei ihrem Limbo am Horizont zugesehen. Dem Konzert der Austernfischer gelauscht. Jetzt haben wir meist keine Hand mehr für uns beide frei. Weil wir alle vier für unsere drei Kinder brauchen – und ihr Sandspielzeug, die Roller, Skateboards, Strandmuschel, Proviant. Warum es sich für uns trotzdem immer nach Fünfsterneferien anfühlt? Weil unser persönliches Urlaubs-Upgrade einfach unschlagbar gut ist: Oma und Opa – der ultimative Babysitter-Bonus. Ich hab nicht nur den richtigen Kerl geheiratet. Sondern die richtige Familie gleich mit.

Denn was macht Urlaub zum Urlaub? Auszeiten. Für alle. Für mich. Für uns Eltern. Zeit zum Seele baumeln lassen. Zum müßigen Wolkenträumen unter diesem weiten Himmel. Aber das Schöne ist: Hier braucht man zum Glück meist nicht mal Verstärkung. Nur die richtigen Pläne.

Was wie hier lieben

Ich sag nur: Strand. Und zwar nicht irgendeiner, sondern der Südstrand, der sich von Wyk Richtung Nieblum zieht. Kilometerlang feinhellsandiger Strand, gesprenkelt von Herzmuscheln und bunten Strandkörben, die nirgendwo so gut hinpassen wie hierher. Der in jeder Jahreszeit hält, was er verspricht – ankommen, durchatmen, genießen. Dazu sommers sanft plätschernde Wellen oder unendliche Watt-Weiten, die größte Sandkiste der Welt. Selbst mit Nichtschwimmer-Kindern muss ich mir nie Sorgen machen.

Hier stehen alle Zeichen auf Entspannung. Dabei hilft auch die Beach-Bar gleich anbei. Die sichert die Grundversorgung mit Pommes, Eis und ehrlichen Drinks. Im Sommer gibt’s Open-Air-Konzerte mit Nordsee-Panorama on top. Wer mehr Bewegung braucht, meldet sich in der Surfschule nebenan an. Sprich: Wenn das Wetter hält, braucht man für den kompletten Urlaub keinen anderen Spot als diesen.

Zum Heulen schön

Aber Föhr ist eben nicht Karibik, manchmal weht der Wind auch im Hochsommer steifer als die Badebüchs warm ist. Oder uns steht der Sinn einfach mehr nach Landliebelei. Dann schwingen wir uns gern aufs Rad. Ich nenne es unsere Sehnsuchtstour: Die führt uns von Wyk aus unter den Inseldörfern Boldixum, Wrixum und Oevenum vorbei. Vorbei an reetdachgedeckten und rosenumrankten Katen, an weiten Marsch-Weiden, auf denen Pferde grasen. Durch Alkersum hindurch, wo ich immer einen Stop im Hofladen mache, um Käse und hausgemachten Insel-Senf zu kaufen, während die Kinder in der Matschküche kochen.

Bis nach Nieblum, dem idyllischsten aller Föhrer Bilderbuch-Dörfer. Wo Heckenrosen auf Friesenwällen um die Wette blühen, sich urige Gässchen um die Kirche winden, die hier Dom heißt. Wenn wir mittags dort ankommen, machen wir auf der Bistro-Terrasse gleich gegenüber des Kirchgartens eine Pasta-Pause im Sonnenschein. Und ja, das geht auch gut mit kleinen Kindern! Danach noch ein eine Schoko-Vanille-Streusel-Bombe im Eis- und Waffelhaus – so gut! Und fürs Abendbrot im nostalgischen Fischladen eine große Portion Muscheln und Backfisch einpacken lassen. Vor ein paar Jahren nahmen wir einen alten Freund mit auf diese Sehnsuchtstour. Am Ende sagte er: „Es ist so schön, ich muss gleich heulen.“ So ist Föhr. Bringt selbst gestandene Männer zum Weinen.

Die Insel und ich hatten auch mal Knatsch

Es gab eine Zeit, da wurde es mir zu eng. Schlug das ach-so-vertraute Gefühl in Langeweile um. Schlug mir das manchmal launische Nordseewetter auf die Stimmung. Da wollte ich lieber Mittelmeersommer, Zikadenzirpen statt Möwengeschrei, Croque statt Krabbenbrötchen. Die Kinder wollten Föhr. Im Sommer. Im Herbst. Im Frühjahr. Immer. Sie lieben die Wiederholung. Unsere Rituale. Und mich kriegt Föhr auch immer wieder rum.

Nach dem Ankommen erstmal zur Löwenhöhle, dem schönsten Spielplatz der Insel, baumumstanden und nur einen Katzensprung vom Strand entfernt. Später mit meinen beiden Kleinen zum Ponyreiten auf den Lerchenhof. Das Pferdemädchen in mir könnte hier sofort einziehen: Im efeubedeckten Haus wohnen, das so wunderbar aus der Zeit gefallen scheint, und täglich mit den Islandponys durchs Watt galoppieren.

Am späten Nachmittag dann zu Stelly’s Hüüs nach Oldsum. Da gibt es nicht nur die üppigsten Torten und fluffigsten Waffeln, sondern auch eine bezaubernde Töpferei, aus der mein immerwährender Lieblingskrug stammt. Wenn abends noch Platz im Bauch ist, schlendern wir ins Störtebeker in Boldixum: Eine wunderschöne Hofanlage mit angeschlossenem Yoga-Studio, wo wir unter Rosenspalieren leckerste Dinkelpizza essen. Wo wir die Kinder in der blauen Stunde zwischen Tag und Nacht über den Kiesvorplatz toben lassen, während wir uns noch ein Glas Wein genehmigen. Glück braucht oft nicht viel mehr als das.

Da geht noch mehr

Wobei: Ab und an lassen wir nach einem perfekten Föhr-Tag die Kinder in der Obhut von Oma und Opa. Spazieren Richtung Strand. Nur wir zwei, mein Nordmann und ich, wie früher. Nehmen im Lipsis einen späten Sundowner. Lehnen uns aneinander, während wir nach Amrum rüberschauen und dem Leuchtturmlicht beim Kreisen zusehen. In mir wird alles ganz still. Und froh. Mein, unser aller Urlaubshit heißt immer wieder „Ich will zurück nach Wyk auf Föhr“.

Und wo ist euer Fernweh zuhause?

Da wir als Familie immer privat wohnen, waren wir noch nie in einer der unzähligen Ferienwohnungen der Insel. Aber ich bin hier vor Ort gerade über einen echten Geheimtipp gestolpert: Höchstwahrscheinlich im Laufe des Sommers 2021 öffnet in den Räumen des vormaligen Hoftel Föhr nun das Hotel Landliebe seine 12 Zimmertüren explizit für Familien. Als ich den Hof zwischen Alkersum und Nieblum besichtigen durfte, war alles noch im Umbau – aber der riesige Abenteuer-Spielplatz neben dem Haus war bereits der Knaller! Nur deswegen haben die Kids und ich spontan dort angehalten – und wurden mit dieser Entdeckung belohnt. Was noch in Planung ist: Eine große Gemeinschaftsküche, Sauna und Tobescheune. Aktuell könnt ihr euch hier genauer schlau machen.

Und in der Warteschleife bis zum nächsten Urlaub könnt ihr euch ansonsten auch noch hier  hinträumen. Oder hierhin, wenn es nur um eine kleine Alltagsauszeit geht.

PS: Dieser Text ist aktuell im März-Lockdown entstanden. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs waren bis auf die Supermärkte alle Geschäfte, Restaurants und Einrichtungen geschlossen. Die von mir empfohlenen Spots kenne ich aus meinen zahlreichen Aufenthalten der letzten Jahre. Ich gehe davon aus – und halte die Daumen! -, dass sie alle wieder öffnen, sobald es erlaubt ist.

PPS: Alle Fotos wurden natürlich mit der LUMIX DMC-G81 gemacht

Katia