Das einzig Gute an der möglichen Kontaktsperre für die Feiertage in diesem Jahr? Wenn weniger Leute um den Tisch herum sitzen, kann mehr Kram obendrauf! Ich dekoriere hier nämlich für mein Leben gern – und André räumt jedes Mal alles wieder runter, noch bevor wir zum Vorspeisenlöffel greifen. Er stöhnt dann: „Schatz, hier ist einfach nicht genug Platz für das ganze Zeug.“ Und ich seufze: „Banause!“ Dieses Jahr nicht. Dieses Jahr schreit der Tisch nach Vasenverwandtschaft und einer ganz besonders liebevollen Tischdekoration. Liebe können wir in 2020 schließlich alle gut gebrauchen…

Inspiriert zu meiner Deko hat mich in diesem Jahr übrigens verrückterweise eine Tischdeckenfirma. Die Frage danach, was zuerst da war, also entweder die Dekoidee oder die Decke, ist klar beantwortet: Die Decken. Ich hatte das Label Textilwerk ganz frisch auf Instagram entdeckt, fand sie super, wollte eine kaufen, sie entdeckten meinen Blog, fanden ihn super und jetzt wurden drei Decken draus. Und ein Haufen voller Ideen.

Die Marke Textilwerk hat nicht nur besonders hübsche Designs, die von unterschiedlichsten Designern entworfen werden und an denen die Designer an jedem Verkauf mit mitverdienen. Es wird zudem alles on-demand in Europa produziert, also erst, wenn eine Bestellung reinkommt. So entfällt eine übermäßige Rohstoffverschwendung. Was ich auch noch toll finde, außer der wirklich vielen, vielen geschmackvollen Designs: Man kann bei jedem Design entscheiden, auf welchen Stoff man es haben möchte. Ich liebe bei Tischdecken Leinen, weil der grobe Stoff ein toller Kontrast zu glatter Keramik ist. Und weil Leinen auch ungebügelt schön aussieht.

Tischdekoidee 1: Im Winterwald, wo die Kerzenhäuser wohnen

Die Tischdecke war tatsächlich die Inspiration, nach der ich die Tafel dann wie eine Leinwand gestaltet habe. Ich mag es sehr, weil es festlich, schlicht, kühl und klar ist. Meine Kerzenhäuser sind überraschend einfach gemacht. Die, die ich gehämmert habe, sind ein wenig schief. Aber sogar das liebe ich. Wie sagt die Stylistin immer, die mir beim Styling für meine Bücher hilft: „Perfekt ist langweilig. Alles muss ein bisschen menscheln.“ Ja bitte!

Für die Kerzenhäuser habe ich mir eine einfach Holzlatte (Fichte, etwa 3,50 Euro) im Baumarkt gekauft und sie mir in Stücke schneiden lassen. Eine Freundin meinte, wenn man ganz lieb fragt und sie ein bisschen Zeit haben, sägen sie einem auch noch die schrägen Kanten. Das haben wir fix zuhause gemacht. Ich habe die Kerzen mit Kalkfarben angemalt und dann jeweils oben ein Reduzierstück (28 Millimeter mal 22 Millimeter, etwa 4,50 Euro) aus der Sanitärabteilung hinein gehämmert. Dort hinein passen die Standardkerzen perfekt.

Für ein paar erfrischende Lachanfälle habe ich an die Servietten jeweils einen aufgerollten Witz aus unserem WASFÜRMICH-Witze-Weihnachtskalender geknotet. Dazu ein kleiner Büschel Gräser, der etwas Wärme in die Deko bringt und dabei beinahe ein bisschen aussieht wie ein Mini-Tannenbaum.

Tischdecke: Hier
Geschirr: Ikea
Besteck: alt
Gläser: Ikea
Witze: Hier
Servietten: Hier

Idee 2: Bisschen Klassik, bisschen Blockbuster, bisschen Bullerbü

Hier treffen zwei meiner liebsten Weihnachtsdekoideen aufeinander: ein bisschen amerikanisches Netflix-Weihnachten plus ein Hauch Schweden. Ich habe jedes Jahr Sehnsucht nach Weihnachten in Bullerbü-Optik, mag es dann aber doch nicht zu brav. Meine Deko fühlt sich jetzt an, wie ein bunter Haufen Verwandtschaft: Die Servietten bringen uns zum Schmunzeln, der rote Truck schmettert „Driving home for christmas“, der rote Kerzenleuchter lächelt milde, die Zweige erzählen von ihren Abenteuern und die hübsche Tischdecke ruft ständig dazwischen. Mag ich sehr.

Wir haben die Deko auch mit senfgelben Kerzen ausprobiert, was ebenfalls sehr lässig aussah, mir dann aber an Weihnachten wohl doch ein wenig zu fancy wäre. Für die Namensschilder habe ich aus Papier kleine Blätter ausgeschnitten, unsere Namen darauf geschrieben und sie an kleine Dekoäpfel geklebt.

Und ja, Stoffservietten sind schöner, aber manchmal tun es auch die bunten aus Papier. Die bringen mich auf jeden Fall in Weihnachtsstimmung und es tut nicht so weh, diverse Rotkohlmünder damit abzuwischen.

Tischdecke: Hier
Besteck: Ähnlich hier
Geschirr: Hier
Kerzenleuchter: Hier
Truck: Hier


Idee 3: Tannen statt Tanten

Die Tannen auf der grünen Tannenwalddecke sind wunderbar weihnachtlich – aber dennoch frisch. Ich mag hier den Tannen-all-over-Look mit den passenden Leinenservietten und reichlich Tannengrün in einfachen, leeren Weinflaschen. Für die Serviettenringe habe ich jeweils aus einem grünen Nadelzweig mit Draht einen Kranz geformt.

Der grüne Kranz im Hintergrund macht es persönlich und schön unperfekt. Er ist ratzfatz mit den Kindern gemacht und eine schöne Erinnerung an späteren Weihnachtsfesten. Für den Kranz einfach Kinderhände und -füße mit grüner Farbe anmalen und auf eine Leinwand drücken. Am besten vorher auf der Leinwand mit einem Bleistift und einer Schale einen Kreis vorzeichnen. Dann landen Hand- und Fußabdrücke an der richtigen Stelle. Wer mag verziert den Kranz anschließend mit ein paar aufgeklebten Holzkügelchen.

So schön das ganze Grün war, am Schluss brauchte es doch einen kleinen Bruch. Mir war nach pinken Kerzen, aber leider hatte ich keine im Haus. Ich dachte zuerst, ich färbe schnell selbst welche mit Wachs, so wie man derzeit überall sieht. Aber fürs Wachsschmelzen hatten wir keine Zeit. Zum Glück stand neben dem Tisch der Bastelwagen meines Sohnes mit der Packung Wachsstifte obendrauf. Wir haben die Kerzen also einfach mit neonfarbenen Jaxon-Ölkreiden angemalt. Ging super und geht ja sogar noch, wenn die brutzelnde Gans schon fertig im Ofen wartet. Und noch was: Unsere angemalten Kerzen haben den anschließenden Abbrenntest ohne Schaden, seltsame Düfte oder irgendwas super überstanden.

Tischecke: Hier
Geschirr: alt
Servietten: Hier
Kerzen und Kerzenständer: Ikea
Wachsstifte: Hier


Falls ihr jetzt auch Lust habt auf eine besonders hübsche Deko müsst ihr schnell sein. Erstens, weil Textilwerk zwei bis drei Wochen für den Versand braucht, schließlich wird alles extra für euch produziert. Und weil ich Textilwerk zu einem Rabatt exklusiv für euch überreden konnte. Mit dem Code „WASFUERMICH“ bekommt ihr ab jetzt in den nächsten 48 Stunden 20 Prozent ab einem Bestellwert von 40 Euro auf das komplette Sortiment. Und drüben bei Instagram könnt ihr ein Set aus Tischdecke, vier Servietten und einem Kissen nach Wahl gewinnen. Viel Spaß und viel Glück!

Fotos: Louisa Schlepper – Ihr sagt Ja Hochzeitsfotografie

Alles Liebe,

Claudi