Hach, ich freu mich schon so. Wenn wir Heiligabend alle zusammen an unserem Esstisch sitzen, meine Eltern und seine Eltern und wir und essen und es ungefähr so aussieht wie hier. Wenn mein Schatz garantiert als erstes prüfen wird, ob die Kerzen auch sicher stehen und der Große fragt: „Hast du auch einen Eimer Wasser zum Löschen da?“ Und wenn meine Mutter etwas sagt wie: „Hach ist das hübsch da auf dem Teller. Was ist das?“
Gäste haben, Heiligabend
Und dann: „Die Tischdecke hättest du vielleicht bügeln sollen.“ Willkommen an unserem Heiligabend. Es wird wieder bunt und wild und laut und. Herrlich. Ich weiß es. In Sachen Tischdeko ist mir dieses Jahr nach viel Weiß, ein wenig Kupfer und Schwarz und – ja – als Überraschungsgast, ein Klecks Rot. Als Kerzenständer habe ich einfach eine Blumenvase, einen Übertopf und eine Suppenschale umgedreht und diese hinreißenden Kerzen aufgestellt, die ich ursprünglich für einen meiner Adventskränze im Elternmagazin besorgt hatte. Die Eltern wollte dann doch lieber rot, also haben diese vier hier Heiligabend bei uns zu Hause ihren großen Auftritt. Passt auch, finde ich.

Ich habe aus dem hübschesten Tonkarton der Saison (in brotbraun mit Goldpunkten) Kreise ausgeschnitten und einen Teil zu geometrischen Figuren zusammengesteckt. Aus den Resten habe ich Goldpunkte ausgeschnitten und sie einmal quer über die Tafel verteilt. Weihnachten hole ich außerdem ein Tischtuch raus und weiße Stoffservietten. Und auf die Teller kommt ein Ast, mit aufgeklebtem Konfetti. Wie klitzekleine Kugeln. Oder rote Beeren. Wie man mag.
Schöne Adventskerzen
TIschdeko, Weihnachten
Natürlich werden die hübschen Äste vermutlich nicht mal die Vorspeise überleben. Der Mittlere wird sie sich als Geweih an den Kopf halten oder so und sich kringelig lachen. Das Konfetti werde ich Ostern unter der Vitrine finden, wenn ich die letzten Eier suche, aber das ist irgendwie ganz schön. Dann kommt die köstliche Ganz meiner Schwiegermutter und irgendjemand wird sagen: „Rück doch mal das Kerzengedöns hier weg, wir brauchen Platz.“

Und unter Garantie: „Vorsicht, heiß und fettig.“ Dann wird der unausweichliche Bratensoßenfleck aufs weiße Tischtuch tropfen, vielleicht neben den helleren vom vorigen Jahr und meine goldenen Kreise werden durch die Luft und einer vielleicht mir auf den Kopf fliegen und dann essen wir Nachtisch, obwohl eigentlich alle schon pappsatt sind. Und einer sagt: „So gut wie dieses Jahr war die Gans noch nie.“
Tischdeko Weihnachten
Wenn ihr jetzt denkt: Hat die von Wasfürmich eigentlich ´ne Klatsche und nix Besseres zu tun, als zwei Wochen vorm Fest schon mal den Tisch für Heiligabend Probe zu decken und zu fotografieren? Vielleicht ein bisschen, ja. Aber: es macht mir einfach Spaß. Und: Jetzt habe ich noch Ruhe und Muße und dann wird es am Heiligabend auch wirklich so aussehen, wie ich es möchte. Zumindest eine Stunde. Und jetzt drucke ich mir ein Foto aus, hänge es an den Kühlschrank und freue mich weiter.

Sagt doch mal, Heiligabend bei euch so? Noch Tipps? Bratensoßen-Entfernungs-Insider?

Alles Liebe und blütenweiße Vorfreude,

Claudi