Trigger sind für die meisten unter uns mittlerweile ein gängiger Begriff – aber kennt ihr auch schon Glimmer…? Glimmer sind das genaue Gegenteil von Trigger: Kleine, individuelle Glücksmomente, die unser Herz weit machen und zum Leuchten bringen. Und die unsere mentale Gesundheit da stärken, wo Trigger eher schaden. Weil es in meinem Alltag schon genug emotionalen Stress gibt, habe ich mich just selbst zur Glimmer-Botschafterin meines Lebens ernannt – und suche jetzt aktiv nach den schönen und leichten Momenten des Seins…

Der Morgenhimmel, der in kräftigen Rosa-Orange-Tönen leuchtet. Der klebrige Kuss eines Kindes, das “Ich hab dich so lieb!” flüstert. Ein nostalgischer Song im Radio, der Geruch nach frisch gebackenem Kuchen, das Zwitschern der Vögel: Alles kleine Anstupser, die mich positiv berühren. Und das Beste:

Regelmäßige Glimmer können positive Stimmungen und Erinnerungen verstärken.

Können uns das Gefühl vermitteln, dass die Welt in Ordnung ist. Wer häufiger in flüchtigen Momenten Leichtigkeit, Entspannung, Schönheit ganz bewusst wahrnimmt, stärkt dauerhaft seine mentale Gesundheit. In ihrem Buch „The Polyvagal Theory in Therapy“ beschreibt die Psychologin Dr. Deb Dana neben Trigger eben auch den Begriff „Glimmer“ – und die Kraft, die sie haben: „Diese Mikromomente formen auf sanfte Weise unser Nervensystem um.“

Denn meist sind wir automatisch Team “worst case scenario”, haben eine Negativitätsneigung und fokussieren uns eher auf das, was alles schlecht ist oder schieflaufen kann. Wer sich aber häufig bewusst auf Glimmer konzentriert, sie aktiv in seinem Leben sucht, lernt mit der Zeit, seine Sicht zu verschieben – vom Schlechten zum Guten. Und das können wir vermutlich alle ganz gut brauchen.

Meine Glimmer-Garanten sind diese: Lieblingsmenschen, Sport, Natur.

Wenn diese Grundpfeiler meines Lebens stabil sind, habe ich die nötige Basis, Glimmer auch im Kleinen zu finden: Ein Blick und einen Moment der Verbundenheit mit meinem Mann im Chaos unseres Familienlebens. Die Katze, die sich beim Morgenkaffee schnurrend auf meinem Schoß zusammenrollt. Der Blick von meinem Outdoor-Office in den blühenden Garten. Marmeladenglasmomente.

Allein beim Aufschreiben spüre ich die gute Energie dieser Szenen, die Gelassenheit, die sich dabei in mir breit macht. Ganz anders, wenn ich mir endlose To-do-Listen vorbete, mich vor der ungewissen Zukunft ängstige, über verpasste Chancen ärgere. Es geht beim Glimmer allein um den Moment, um das Hier und Jetzt. Nicht morgen, nicht gestern. Sondern das kurze Festhalten, das Innehalten im hier und heute.

Genaugenommen sind Glimmer das, was das Leben lebenswert macht.

Die Schönheit im Kleinen. Kurz das Hamsterrad des (Familien-)Lebens stoppen und das sehen, was ist. Was gut ist. Den Ärger, den Stress, den Mental und Work Load kurz sich selbst überlassen – und in ein kleines Paralleluniversum unseres Lebens tauchen. Und die Glimmer zum Leuchten bringen.

Und was sind deine ganz persönlichen Glimmer…?

PS: Danke an Alexa von Heyden, die mich mit ihrem Insta-Post kürzlich zu diesem Text inspirierte.

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Alles Liebe,

Katia