Gerade passiert etwas Lustiges: Es gibt erste Anzeichen von Herbst – und ich freue mich drauf. Ich freue mich sogar auf neblige Morgen, aber noch mehr auf kuschelige Couchabende. Was mir aktuell noch Spaß macht (oder auch nicht), verrate ich euch hier.


Ich hab gerade zwei Bücher gelesen …

Zwei Bücher, mit sensationell schönen Covern, die gerade sehr gehypt werden. Also zumindest “Furye” wird es. Ich weiß bei beiden Büchern nicht so genau, wie ich sie fand. (Passiert mir derzeit öfter.) Ich hab an Furye einige Seiten sehr gemocht, dennoch kam ich irgendwie nicht in die Handlung. Manche Seite musste ich zweimal lesen, in der Hoffnung, sie einordnen zu können. Andere habe ich überblättert, weil ich sie einfach stinklangweilig fand. Und die Beschreibung der für mich teilweise sehr abstoßenden sexuellen Handlungen. Mmmh.

Ich hatte mal wieder den Eindruck, den ich bei einigen gehypten Hardcover-Büchern hatte: Die Autorinnen finden Scheiße schick. Mir war’s zu viel Scheiße. Dann denke ich, dass mein Buchgeschmack vielleicht einfach zu mainstreamig ist. Aber dann denke ich Nö. Nur weil etwas rotzig klingt, ist es nicht automatisch gut. Hast du es gelesen? Sag doch bitte, bitte mal, wie du es fandest.

Das zweite Buch war “Ja, Nein, Vielleicht” von Doris Knecht.

Ebenfalls ein wunderschönes Cover. Das Buch mochte ich irgendwie, aber irgendwie dachte ich auch: “Warum soll ich das lesen, das hab ich selbst.” Ich mochte die Überlegungen, ob Frau mit 50 noch für Kompromisse in der Liebe bereit ist. Nein, ob es überhaupt einen Mann im Leben braucht, wenn es mit einem nicht geklappt hat. Ich mochte den Zusammenhalt. Aber etliche Seiten über Parodontose? Das las sich nach Apotherkerzeitung. Etliche Seiten über den Hund? Langweilig. Außerdem ganz schön viel Pessimismus. Zieht mich runter. Und irgendwie hat mit ein Höhepunkt gefehlt. Wie hat es dir gefallen?

Um ein Buch kommt man derzeit nicht drumherum: “Die Assistentin”. Ich bin super neugierig. Und ehrlicherweise verfolge ich die Rezensionen beim großen A. mit Spannung. Und Entsetzen. Ich sag es ganz ehrlich: Ich mag Protzerei nicht, weder bei Frauen, noch bei Männern. Sich selbst ausnahmslos für die/den Geilsten halten, ist mir suspekt. Und hat für mich auch nichts mit Feminismus zu tun.

Dem Feuilleton gefällt das Buch, es war einfach ÜBERALL: Ich bin gespannt, wie Caroline Wahl mit dem, was da grad passiert, umgehen wird. Mit so vielen enttäuschten Leserinnen. Ich weiß auch, wie weh öffentliche Kritik tut. Und sie ist noch so jung. Dann tut sie mir leid. Ich werde es lesen. Ich bin so neugierig.

Milfkaffee macht mir gerade wieder so gute Laune.

Also unser cooler MILFKAFFEE-Becher. In einer Zeit, in der ich mich eine Stunde jung und fit fühle und mich ein paar Minuten später etwas daran erinnert, dass ich älter bin. Ich freue mich über meine Herbstliebe, die ich auf mehr Reife zurückführe. Mein Umdenken in Sachen Karriere. Ich gucke Teenieserien. Von anderen Dingen nehme ich Abschied. Seltsame Lebensphase. Aber ein Kaffee mit Kardamom, der in meinem lässigen Becher auf dem Milchschaum knistert, macht alles besser.

Vor einer Weile hat meine Kollegin @Ninakaempf ein super Sommerfest geschmissen, mit einem spontanen Gästebuffet ohne Absprachen, das mich völlig geflasht hat. Von den göttlichen Käsekuchen-Törtchen hab ich nichts abbekommen, mein Liebling war vielleicht dieser Blumenkohl. Das Rezept hat mir die Macherin unter Ninas Instagram-Post über das Buffet verraten. Wie nett war das bitte.

Knusper-Blumenkohl mit süßsaurer Soße von Ninas Party.

Du brauchst: 800 g Blumenkohlröschen, 120 g Panko, 70 g Mehl, 270 g Wasser, 1 TL Salz, ¾ TL Pfeffer, ¼ TL Muskat

Für die süße Knoblauchsoße: 4-6 Knoblauchzehen (nach Geschmack), 100 g heller Zuckerrübensirup (oder Agavendicksaft), 50 g Sojasauce, 25 g Sriracha, 10 g Speisestärke, 2-3 Spritzer Zitronensaft, 1 TL Kreuzkümmel, 10 g Sesam, 2 Frühlingszwiebeln in Ringen, 1 EL schwarzer Sesam

Und so wird’s gemacht: Blumenkohl: 1. Backofen vorheizen: 220 °C Ober-/Unterhitze. Backblech mit Backpapier belegen. Teig anrühren: Mehl, Wasser, Salz, Pfeffer und Muskat zu einem glatten Teig verrühren. Panieren: Blumenkohlröschen zuerst im Teig wenden, dann in Panko wälzen. Backen: Auf das Blech legen und ca. 25-30 Min. goldbraun backen, dabei einmal wenden.

Süße Knoblauchsoße: Knoblauch hacken und in etwas Öl kurz anbraten. Soße mischen: Zuckerrübensirup, Sojasauce, Sriracha, Zitronensaft, Kreuzkümmel und Curry dazugeben. Andicken: Speisestärke in wenig Wasser anrühren, in die Soße geben und kurz aufkochen, bis sie leicht eindickt. Verfeinern: Sesam untermischen. Servieren: Blumenkohl mit der Knoblauchsoße beträufeln, mit Frühlingszwiebeln und schwarzem Sesam bestreuen.

PS. Ich esse auch gern einfach fertige, süßsaure Asia-Soße dazu.

Besserer Ranzen?!

Vermutlich ist es schon zu spät, weil wir in Hamburg gerade die letzten sind. Aber vielleicht betrifft es dich ja auch erst nächstes Jahr. Bevor du deinem Kind zum Übergang in die fünfte Klasse einen teuren Satch-Ranzen bestellst, der – wetten! – bereits zwei Jahre später wieder uncool ist, bestell doch gleich einen Schulklassiker, der dagegen auch noch ein Schnäppchen ist: Ein schlichter Ranzen von Eastpack. (Retrovibes). Habe wir diese Woche noch schnell hier geordert, wäre mein Tipp nach inzwischen drei (!) Kindern auf der weiterführenden Schule.

Noch mehr Herbstvorfreude

Mit Andre und den beiden großen schaue ich die Serie “Stick” auf Apple TV. Owen Wilson als gescheiterter Golfprofi, der jetzt Trainer wird ist gemütlich, seht lustig und weise. Mit den Teenies gucke ich “Ich und die Walter Boys” und obwohl ich ein wenig enttäuscht vom Plot bin (Achtung Spoiler: Ich will mehr Cole und Jackie! Ich will weniger Alex. Ich will keine unlogischen Plottwists. Ich will keine Gefühle, die einfach nicht nachvollziehbar sind, nicht mal in wirren Teenieköpfen. Und ganz sicher will ich keine spontanen Blitzeinschläge), ist sie immer noch gut. Und vor allem eine der Serien, die man sehr gut mit Teenagern auf Englisch gucken kann.

Nachdem ich meinen Sommer-Minirock liebe, habe ich mit in Palma einen weinroten für den Herbst gekauft. Freue mich auf ganz viel Weinrot (auch diese Bluse) und tatsächlich auf blickdichte Strumpfhosen dazu. Und ich glaube, ich brauche meine geliebten Goldsandalen auch noch in Blau oder Weinrot. Diese hier in weinrot vermutlich. Super schön dazu sieht unsere Rosenquarzkette (Werbung) aus. Hach, ich freue mich sogar auf muckelige Strickjacken. (Diese ist meine allerliebste/Werbung).

Seit wir in unserem Haus wohnen, ähm, seit zehn (!) Jahren, schaue ich nach Nachttischlampen und konnte mich einfach nie entscheiden. Jetzt hatten wir in unserem französischen Ferienhaus wunderschöne. Ich habe mich jeden Abend drüber gefreut und gedacht, die wären unbezahlbar. Bis André meinte: “Die Nachttischlampen von IKEA sind echt schön, oder?” Ich so: “Kann doch nicht wahr sein.” Jetzt freue ich mich jeden Alltagsabend drüber.

Und noch was.

Ich habe mir endlich Hanteln gekauft. Ziemlich leichte Ein-Kilo-Hanteln in rosa. Bisher turne ich daher meist eins der halbstündigen Pilates-Workouts aus dem OhhhMhhh-Abo. Macht super Spaß – und ich bilde mir ein, dass es echt was bringt. Sag schon, was beschäftigt dich grad?

Claudi