Manchmal ist das Bett ein Karottenfeld, morgens um halb sieben. Wenn ich später ihre völlig zerknautschte Decke glattstreiche, finde ich Socken. Ein Dutzend. Gern getragen. „Sie macht unseren Acker kaputt!“, brüllt dann garantiert einer von ihnen, zusammen ziehen sie mir die Decke weg und „pflanzen“ die Socken, sandig, wieder zurück in die Daunendeckenerde…
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Einmal hab ich die Zimmertür nicht aufbekommen. Sie hatten alle Puppen und Teddys einmal quer durchs Kinderschlafzimmer gelegt. Ganz ordentlich nebeneinander. Auf den Gesichtern und Beinen: Feuchttücher. Der Inhalt von mindestenss zwei frisch gekauften Packungen. „Die sind krank, Mama“, ruft einer. „Wadenwickel!!!“, sagt der andere.

Das schöne an Samstagen seit einigen Wochen: ich muss nicht mehr so früh aufstehen. Das Gefährliche: Ich weiß nie, in welche Welt ich aufstehe: Möhrenacker, Räuberhöhle, Intensivstation. Eine bonbonbunte Fantasieblase, die meist genau dann platzt, wenn ich losmecker. Manchmal bin ich beinahe neidisch – leider hab ich als Erwachsene aber so gar keine Ahnung von Karottenkultur. Das einzige was ich tun kann: sie nicht ernten. Oder: sie abends mit ihnen ernten.
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Petit Bateau hat genau über diese bunte Kinderwelt gerade einen Film gemacht. Ein Werbefilm, aber ein richtig guter Werbefilm. Eine wunderbar nostalgische Reise in die kindereigene Kreativität. Das Gummihandschuheuter! Großartig. Die tanzende Hose! Rockt. Diese Schokoladeneimerfärbemaschine. Spitze. Wie bitte was? Spitzengefährlich. Holladi, meine Kinder dürfen diesen Film niemals sehen…

PS. Ich bekomme hierfür übrigens keinen Cent von Petit Bateau. Ich finde den Film einfach schön. Ihr auch?

Und überhaupt: Ihr so Samstag morgens?

Schönes Wochenende,

Claudi