Okay, ich hatte ein bisschen Bammel. Zum Beispiel, dass die ESTA, das Online-Visum für die USA, nicht durchgehen könnte. Man hört ja so viel. “Wie könnt ihr jetzt nach Amerika fliegen?”, fragten Freunde. Ein paar Gedanken hab ich mir auch gemacht. Gebucht hatten wir lange im Voraus, beziehungsweise Tourlane hat das für uns gemacht. Es war unsere dritte Reise mit denen und die beiden davor waren die schönsten unseres Lebens. Deswegen hatte ich dann doch ein gutes Gefühl – und eine Notfallnummer im Handy. Spoiler: Es ist alles gut gegangen…

Stop. Es war grooooßartig! Great. Unbelievable. Amazing.

Unsere ESTAs wurden über Nacht bestätigt und bei der Einreise in Amerika mussten wir höchstens eine halbe Stunde warten, einmal Fingerabdrücke hinterlassen und schon waren wir drin. Der Beamte dort war streng, aber freundlich, es hat alles super geklappt. Dank der Tourlane-App wussten wir bereits am Flughafen genau, wo wir hinmussten, hatten die Vouchers für den Mietwagen und alles andere immer griffbereit. Bei der Autovermietung durften wir uns den schönsten Chrysler aussuchen (Amerikanischer Kundenservice!) und dann ging sie los, unsere Rundreise durch Florida.

Wir sechs sind reiseerprobt, stressresistent und neugierig. Wie wollen auf unserem Trip viel sehen, zwischendurch aber auch entspannen. Keine leichte Ansage für eine Rundreise, aber Tourlane hat’s mal wieder gerockt.  Uns war wichtig: Strand, Tiere, Kultur. Wir wollten gern zwei längere Stopps an den zwei schönsten Orten, Überhaupt wollten wir nicht zu viele Stopps, aber dennoch die Möglichkeit haben, noch mehr zu sehen, also Tagesausflüge in der Nähe.  Wir wollten hübsche Hotels, wobei uns Charme wichtiger war, als Luxus – aber einen Pool sollten alle haben. Anhand dieser Wünsche hat uns unsere persönliche Reiseberaterin Lina unsere Tour geplant.  Beide waren super – Lina und die Route.

Hier findest du unsere Route. Und Achtung: Mit meinem Code CLAUDIATRAVELS500 500 (!) Euro auf deinen Urlaub. Lass dir am besten sofort bei Tourlane ganz unverbindlich deine Traumroute zusammenstellen. (Rabatt gilt bis 2.12) Übrigens war es Ostern vor über 500 Jahren als ein spanischer Seefahrer den heutigen Sonnenstaat entdeckte.  Er benannte die südöstliche Küste  nach dem spanischen Wort für blühend, “florida”. Ich muss tatsächlich noch immer breit grinsen, wenn ich an unsere fantastische Reise dorthin denke.

Stop 1. Key West

Off the Florida Key …”: Ich hab erstmal die Beach Boys angedreht, als wir auf den Overseas Highway gefahren sind. Straße trifft es nicht, denn dieser Weg über das Wasser gibt einem beinahe das Gefühl, in den Himmel zu fahren. Ich kann sagen, das war vermutlich die coolste Straße meines Lebens. Ich bin die ganze Zeit auf dem Beifahrersitz auf und ab gehüpft und dann haben die Inseln auch noch so süße Namen: Long Key, Duck Key, Cudjoe Key.

Key West kommt als Goodie zum Schluss – und auch  wenn es dort heute viele Touristen und Touristenzeug gibt, es gibt auch immer noch die Straßen, auf denen Katzen und Hühner herumtapsen und ab und zu von knatternden Mopeds in die Bougainvilleen gescheucht werden. Überall stehen bonbonfarbene Häuser mit Veranden, auf denen Katzen und Bewohner in Hängematten dösen.

Es gibt Kokospalmen, Ylang-Ylang und bunte Vögel und die Menschen dort, die sich übrigens nach einer hiesigen Muschelart “Conchs” nennen, behaupten von sich, sie lebten im Paradies. All das gibt es – trotz der Duval Street, der Partyzone. Wer Hemingways Haus besucht, bekommt noch mehr Nostalgie mit. Sogar die Kinder haben es geliebt durch Haus und Garten des exzentrischen Autors zu schlendern und seinen Pool (den ersten auf Key West) und seine Katzen mit den sechs Zehen zu bestaunen (907 Whiteheadstreet, Eintritt: Etwa 16 Euro pro Person).

Auf dem Weg unbedingt bei Robbies auf Islamorada halten. Die Bar (Café, Restaurant?) ist zwar total touristisch, aber unsere Kinder haben nicht bloß das Tarpune füttern geliebt (2,50 Dollar pro Person plus 5 für den Fischeimer), sondern vor allem zwei Manatees von ganz nah. So, so toll.

 

Stop 2: Naples

Wenn ich an Naples denke, denke ich an Rasenkanten. Haha, nein Spaß, Naples ist einfach ein super hübscher Ort, Florida wie aus dem Bilderbuch. Ich habe wirklich noch nie so perfekte Rasenkanten, Bürgersteige, Villen auf einem Haufen gesehen. Es macht super Spaß, durchs Villengebiet zu bummeln, und sich zu überlegen, in welcher man am liebsten wohnen würde. (Sehr schöne gibt’s zum Beispiel hier zu sehen: auf der 3rd Street, zwischen Broad Avenue S und 12th Ave S  und am Gordon Drive, Abschnitt zwischen 18th Ave S und 3rd Ave.)

Dann ab auf die Highstreet und ein bisschen bummeln. Es ist ebenfalls bezaubernd dort. Gegen die Kälte hilft ein Eiskaffee mit viel Eis von Bad Ass. (Daneben im Mini-Supermarkt gibt’s für Naples-Verhältnisse erstaunlich günstiges Wasser). Und zum Schluss ab zum Strand, der ist paradisisch.

Die Seebrücke ist nach dem Hurricane leider noch nicht repariert und auch das älteste Haus der Stadt, das Historic Palm cottage, 137 12th Avenue South, war leider geschlossen. Wir hatten aber auch so zwei wunderschöne Tage in Naples.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Claudia Schaumann (@wasfuermich)

Stop 3: Clearwater

Clearwater war unser Stop für Ausflüge nach Anna Maria Island und Crystal River und hat einen tollen Strand. Ich hab unser Hotel dort geliebt, vor allem den Pool zwischen den Hochhäusern, das war so schön urban. Als Alternative würde ich vielleicht länger auf Anna Maria Island bleiben – oder in Tampa übernachten, von dieser Stadt haben uns andere Familien im Hotel vorschwärmt. Ganz großer Tipp: Das Sommerhaus von Henry Ford , 2350 McGregor Blyd, Fort Myers, auf dem Weg angucken. Es ist ein bezauberndes Gelände und die Familienführung (auch auf Deutsch) ist wirklich richtig gut gemacht.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Claudia Schaumann (@wasfuermich)

Anna Maria Island ist eins meiner Highlights: entspannt, einfach schön, tolle Strände. Ich möchte unbedingt nochmal wiederkommen. Auch unsere Tour nach Crystal River war super. Die Gegend ist bekannt für sein klares Wasser, das aus zahlreichen Süßwasserwuellen gespeist wird, das sich mit dem Salzwasser des Golfs von Mexiko vermischt. Diese Kombination macht die Gegend zu einem wichtigen Winterrefugium für die vom Aussterben bedrohten Seekühe. Wir haben die Manatees nur von weitem gesehen, dennoch war die Bootstour ein Erlebnis, weil die Gegend einfach wunderschön ist und unsere Führerin uns so viel erklärt hat. Wer mag, kann dort auch mit Manatees tauchen.

Stop 4: Daytona Beach

Daytona Beach war nur ein Zwischenstop, für unseren Ausflug nach Orlando. Wir hatten eine gute Zeit im schrägen Hardrock Hotel und vor allem in dem tollen Pool, ansonsten muss man nicht lange in Daytona bleiben. Wer mag, stoppt noch kurz in Deland. Die Kleinstadt sieht mit Herbstmarkt, Backsteintheater und betürmtem Collage aus wie aus einer Teenieserie – und gilt auf Tiktok als Geheimtipp. Bei uns hat es leider in Strömen geregnet, deswegen wollte niemand mit mir aussteigen.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Claudia Schaumann (@wasfuermich)

Wirklich toll fanden wir St Augustine (dort schien auch wieder die Sonne!) Die Stadt entstand aus einer Festung der Spanier und diese Einflüsse sieht man bis heute. Dazu gibt es amerikanische Holzbuden, lauter hübsche Bummelstraßen, ein College wie aus dem Bilderbuch. Ein bisschen disneymäßig – aber wunderschön. Tipp: Geht unbedingt in den Collegeshop, wir haben dort die schönsten Mitbringsel geshoppt (und Andre sogar einen Collegepulli).

Stop 5: Miami Beach

Miami Beach ist für sein Art-Deco-Viertel bekannt, viele Häuser stammen aus den 30er und 40er Jahren. Hier schillern Architektenträume oder oder auch Palmen in bunten Farben. Die Kunstszene von Miami Beach ist berühmt, aber nicht nur wegen ihr lohnt sich ein Abstecher.

Was hätten die spanischen Entdecker wohl zu diesen kunterbunten Gebilden gesagt? Eigentlich bieten im südlichen Teil von Miami Beach, South Beach genannt, weiße Strände und tiefgrünes Meer Erholung. Aber bei den farbenfrohen Strandhäuschen der Lifeguards, die bekannte Architekten wie unter anderem William Lane entworfen haben, können Neuankömmlinge sich wohl kaum entspannt zurücklehnen. Die individuell gestalteten Häuschen machen den Strandspaziergang noch abwechslungsreicher.

Wirklich lecker – und für amerikanische Verhältnisse recht günstig – gefrühstückt haben wir in einer Filiale der Rosetta Bakery. Es gibt super lecker belegte Bageln, Brötchen und Croissants, sowie kleine Törtchen. Toll!

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Claudia Schaumann (@wasfuermich)

Safari USA – so viele tolle Tiere!

Tier standen auf der Wunschliste gleich mehrere Mitglieder unserer Familie ganz oben. Was für ein Glück, dass es in Florida mit den Everglades das größte subtropische Feuchtgebiet Nordamerikas gibt. Die Mangroven und endlosen Seegraslandschaften kann man per Boot entdecken – für Alligatoren reichte ein Stop auf dem Tamiami-Trail.  Diese auch als Highway 41 bekannte Strecke von Miami bis nach Tampa würde ich unbedingt mitnehmen.

Tipp: Unbedingt beim Big Cypress Oasis Visitor Center halten (Danke Tourlane mal wieder für diesen Tipp!). Wir sind bloß den kleinen Holzweg am Parkplatz entlang gegangen und haben gleich mehrere Alligatoren gesehen – und alles völlig kostenlos (und auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich). Wer mehr Zeit hat fährt (oder geht) den Shark Valley entlang, der sich durch Kanäle schlängelt, die vor Alligatoren so wimmeln. Hier steht auch gern mal einer vor einem auf der Straße.

Was wir gelernt haben: Alligatoren sind in den allermeisten Fällen nicht gefährlich, normalerweise tolerieren beziehungsweise ignorieren sie Menschen. Außer, sie wurden einmal gefüttert. Ab diesem Moment sehen sie Menschen als potentielle Mahlzeit und werden wirklich gefährlich. Diese Tiere kommen entweder in einen Tierpark – oder müssen als Schutz für die Bevölkerung getötet werden. Also: niemals füttern!!

Weitere Tipps für Florida:

  1. Lohnt sich Cape Canaveral? Ja, ich find schon. Es ist einfach cool, zu sehen wie riesig das Gelände der NASA ist – und wie groß die Tür der Halle, in der die Raketen gefertigt werden. Weiteres Highlight: Als ganze Familie durch eine Raumstation klettern. Und einmal sehen, wie eng die Astronauten in so einer Kapsel sitzen. Die Ausstellung ist riiiiiesig.  Ich hatte hinterher echt Kopfschmerzen von so vielen Infos und konnte irgendwann nichts mehr aufnehmen, die Kinder ebenfalls. Aber ja, es ist großartig, das mal zu sehen.
  2. Was ist mit Disney World? Wir haben es bewusst weggelassen. Wir wollten weder die Tage (zwei braucht man mindestens), noch das Geld dafür ausgehen.
  3. MPC: Dank dieser App sind wir echt schnell durch die Immigration gekommen (Danke @hallomeinkleines für den Tipp!). Man füllt bereits vorher alles aus: Namen, Grund der Einreise, Lebensmitteleinfuhr, Drogen und so weiter – und direkt nach der Landung reicht man alles ein. Hat super funktioniert – auch bei den Kindern, die das erste Mal in den USA waren.
  4. Essen. Natürlich sind die USA teuer. Wir haben unsere Kids glücklich gemacht, in dem wir tatsächlich zwei Wochen beinahe ausnahmslos Burger gegessen haben. War ein Riesenspaß, hat uns total verbunden – und war tatsächlich günstiger als Fastfood in Deutschland. Im Supermarkt würde ich gut gucken. Noch mehr als in Deutschland gibt es Angebote – und es ist eben nicht jeden Tag jedes Obst bezahlbar. Wenn man da flexibel ist und gut guckt, geht es, fanden wir.

   

  1. Bargeld, braucht man eigentlich nicht, wir hätten aber dennoch gern ein paar Dollar in der Tasche gehabt, für Trinkgelder (manche nehmen aber schon Paypal.).
  2. Mietwagen leihen und fahren ist dort wirklich super. Trotz der dicken Autos hat uns auf der gesamten Rundtour glaub ich nicht ein einziges Auto überholt. (Nur in Miami war es ein bisschen ruppiger).
  3. Wenn es geht, würde ich unbedingt eine Sportveranstaltung mitnehmen. Wir hatten ein Basketballspiel von zuhause gebucht und haben dann vor Ort Einheimische nach Sportveranstaltungen gefragt. Viele Collegeteams spielen ja bereits in großen Stadien. Und ich denke nirgendwo lernt man die Mentalität der Amerikaner besser kennen, als beim Sport: Die Ausgelassenheit, den Nationalstolz, das Gemeinschaftsgefühl, die Offenheit, das ist sehr, sehr mitreißend. Wir haben gute Erfahrungen mit Tickets über Ticketmaster gemacht.
  4. Wenn ich nochmal nach Florida kommen, dann möchte ich unbedingt nach Sanibel Island, das soll auch so schön sein. Und nach Venice Beach. Dort soll es überall am Strand schwarze Haifischzähne geben, wir haben gleich zwei Familien getroffen, die mehrere gefunden haben. Das wär ganz sicher toll für die Kinder.

Hast du noch Tipps für Florida?

PS. Lass dir doch gleich heute noch ganz unverbindlich deine Traumreise bei Tourlane planen und spare 500 Euro mit meinem Code CLAUDIATRAVELS500 – das sind ja gleich einige Abendessen unterwegs!

Liebste Fernwehgrüße,

Claudi