Auf diese Idee bin ich gekommen, als ich gestern mit drei von vier Söhnen bei dem kleinen Blumenstand in unserer Straße stand. Es ist ein einfaches Holzregal auf Rollen vor einer der vielen Gärtnereien bei uns in Vierlanden. Kleine Erdbeerpflanzen stehen darauf – und vor allem jede Menge Töpfe mit verschiedenen Pfingsrosen. An kleinen Holzstielen stecken Fotos drin, damit man sieht, was aus den kleinen, kugelrunden Knopsen wird. Ich kann kaum an dem Regal vorbei gehen, ohne wenigstens mal zu gucken…

Normalerweise sind meine Söhne genervt. Wollen lieber schnell weiter radeln oder rollern. Aber dieses Mal haben wir den Bollerwagen mitgenommen. Der Kleinste saß drin und mindestens zwei oder drei Pfingstrosen sollten mit rein. Wir überlegten gemeinsam – und die Jungs waren begeistert. „Oh, die hier, die ist soooo schön rosa.“ „Nein die, die ist außen weiß und innen gelb. Wie ein Spiegelei!“ Sohn zwei bog sich vor lachen. „Oder ne, diese, die sieht aus wie Schlagsahne.“ Ich musste lächeln. „Oh, bitte Mama, können wir die Schlagsahne-Blume nehmen?“ Sohn drei hopste vor Begeisterung: „Und Oma schicken wir die in rosa!“

Wir nahmen die Schlagsahnen-Blume, auch noch die Spiegelei-Blume und die in rosa – „bloß verschicken werden wir die nicht können“, sagte ich. „Ne, ist klar…!“, jauchzte Sohn zwei, rupfte ein Gänseblümchen vom Graben, legte es auf die flache Hand und klatschte die andere von oben darauf. Er zerreibt die Blüte genüsslich zwischen beiden Handflächen. „Die wäre ja dann platt.“ Er klingt ziemlich begeistert. „Ein Blumenburger!“

Alle drei Söhne lachten laut. Plötzlich hatte ich die Idee. „Ich weiß, wie das geht!“, rief ich. Meine Söhne guckten mich mit großen Augen an. „Ein Blumenburger, Mama, oder was?“ „Ja, genau“, sagte ich. „Auf jeden Fall habe ich eine Idee, wie wir Oma eine Pfingstrose per Post schicken können. So!“ Jetzt quetschte ich die flachen Hände gegeneinander. Die Jungs guckten skeptisch. „Klar, Mama. Und wie soll das bitte gehen?“ Ich zog mit einem Ruck am Bollerwagen. „Kommt, ich zeige es euch…“

So geht eine Pfingstrosen-Klappkarte. Oder eben ein Blumen-Burger

Ihr braucht: Papier, Wasserfarbe, Pinsel, Tonpapier oder -karton, das Wasfürmich-Pfingstrosen-Printable (hier drucken), Schere, Klebestift

Und so wird’s gemacht:
Printable ausdrucken. Blüten und Blätter mit Wasserfarbe anmalen, trocknen lassen und ausschneiden. Aus Tonpapier oder -karton eine Klappkarte falten.

Die Blumen je vier Mal falten, einmal senkrecht mittig, einmal waagerecht. Dann diese vier entstandenen „Pizzastücke“ jeweils noch einmal durch knicken halbieren.

Jeweils auf einen Knick Kleber geben, sowie mittig rechts und links davon, und die Blumenfalz direkt auf die Klappkartenfalz kleben. Links und rechts davon ein wenig festdrücken. Alle Blüten der Reihe nach genau so aufkleben. Zum Schluss die Blätter hübsch arrangieren und festkleben.

Vorderseite der Klappkarte nach Belieben beschriften oder bemalen.

Tipp: Eine kleine gefilmte Anleitung gibt’s auch in meiner aktuellen Instagram-Story!

Alles Liebe,

Claudi