Für die Journalistin in mir gibt es ein Wort, das lässt meine Augen ähnlich leuchten wie “Erdbeer-Biskuit-Rolle” und das ist: Süddeutsche Zeitung. Wie wohl jede Volontärin habe ich früher davon geträumt, irgendwann mal für die zu schreiben, dort zu arbeiten. Ich habe die Artikel verschlungen, Satzbau, Vergleiche, Wortwitze analysiert – und Seite-drei-Reportagen in einer Schreibtischschublade gesammelt. Nicht selten habe ich meine Lieblingsstellen mit Marker gefärbt. Dass es jetzt seit einer Weile ein Magazin für Familien von der Süddeutschen gibt, finde ich daher ganz großartig und dass die tatsächlich mich gebucht haben, um es euch hier vorzustellen, fühlt sich quasi an wie ein Bad in Erdbeersahne… Weiterlesen
Wir diskutieren sehr viel über Gerechtigkeit derzeit. Nicht mehr nur darüber, wer zuerst Kartoffelbrei bekommt oder wer am meisten. Sondern neuerdings besonders darüber, wer mehr Spaß hat. Das größte Problem: Spaß lässt sich noch weniger gerecht verteilen als Kartoffelbrei… Weiterlesen
An Schneetag Nummer zwei haben wir tatsächlich ein Lineal rausgeholt und die dicke Schneedecke auf dem Verandatisch draußen gemessen. Zweiundzwanzig Zentimeter. Wahnsinn. Noch besser: Die Zeit vergeht gefühlt ein wenig langsamer im Februar und im März. Es kommt mir vor, als läge auch auf dem Stundenzweiger der Uhr eine Mütze voll Schnee, die Tage sind länger, ich schaffe wieder mehr an einem Nachmittag. Irgendwie verrückt und irgendwie weihnachtsgemütlich mit all dem Schnee und Eis da draußen – und trotzdem schon Sonne bis abends um halb sieben… Weiterlesen
Als wir von der vollen Fähre stiegen, uns mit Menschenmassen zum übervollen Markusplatz schoben, das Baby Durst, ich keine Lust hatte, einen unfassbar überteuerte Familienrunde Getränke auszugeben, wir uns stattdessen kurz auf die uralten Marmorfliesen neben dem Café setzten und sofort ein Kellner angestürmt kam, um uns zu verjagen, dachte ich noch: “Die Leute hatten Recht: Venedig im Hochsommer mit vier kleinen Kindern ist eine Schnapsidee.” Dann sah der Kellner das Baby an der Brust, lächelte, machte eine Geste, dass wir sitzen bleiben dürften und rief: Viva la Mamma…!” Weiterlesen
Ein Date mit Mary Poppins (und supercalifragilisticexpialigetische Karten)
Am Samstag Abend waren mein Großer und ich zum Presse-Preview von Mary Poppins – Das Musical eingeladen, das ab sofort im neuen Stage Theater an der Elbe in Hamburg läuft und es war wirklich wunderbar. Mein Großer konnte es besser ausdrücken als ich: “Das war das Schönste, was ich in meinem Lasseleben gesehen habe…” Weiterlesen
Unser Jahreszeitentisch im März, zwei easypeasy Diys und eine Frühlings-Massage
Wenn ich über unseren Jahreszeitentisch schreibe, denke ich seltsamerweise immer kurz an die Zeit, als ich noch Redakteurin bei der Frauenzeitschrift Maxi war. Im Verlag gab es eine Kollegin, die hatte (wir wir alle dort damals) noch keine Kinder – aber Filzpüppchen auf der Fensterbank. Ich erinnere mich, dass ich das damals sehr, sehr seltsam fand. Ich hatte gerade meine Küche in meiner klitzekleinen Wohnung im lässigen Hamburger Portugiesenviertel knallrot gestrichen, ein Dutzend Lämpchen aus dem Chinaladen an die Decke gehängt und sparte auf einen echten Designklassiker. Ich hätte mir alles in die Fensterbank gestellt – außer Filzpuppen… Weiterlesen
Wenn einer von uns krank ist – oder wir alle (in Kooperation mit Sidroga Tee)
Ich erinnere mich an reichlich Januare und Februare, da habe ich die Tage gezählt, an denen die Kinder, damals noch zwei, mal gesund waren. Meistens waren sie es nicht, da haben sie geschnieft oder gespuckt. Oder beides. Unzählige, zähe Tage, in denen sie vom Bett aufs Sofa wanderten und wieder zurück, auf dem Boden Taschentücherberge, viel höher als der zusammengekehrte Schnee draußen auf der Veranda. Oft waren André und ich ein paar Tage später auch krank – und haben am lautesten von allen gestöhnt… Weiterlesen
Dienstags-Diskussion: Ab wann, wie viel und was helfen eure Kinder im Haushalt?
Meine Jungs haben manchmal zu gar nichts Lust – mal sind sie echte Gentlemen. Gerade helfen sie die meiste Zeit über ganz wunderbar, diese Woche, in der wir fünf allein sind. Sie kümmern sich mit mir ums Baby – und als ich heute ein bisschen rumgejammert habe, hat einer fast freiwillig die Geschirrspülmaschine ausgepackt, ein anderer den Tisch gedeckt (und bloß meine Gabel vergessen). Schließlich hat einer sogar noch Pilze fürs Abendessen geschnitten (in eine Größe, die ich tatsächlich nicht mehr heimlich vierteilen musste). Während wir alle nebeneinander in der Küche herumwerkelten, fragte ich mich, ob wir dafür nicht einen Plan bräuchten, ein System.. Weiterlesen
Am Wochenende habe ich getanzt mit ihm, einfach so, beim Abendessen kochen, in der Küche. Ich habe die Avett Brothers immer lauter aufgedreht, es hat gekribbelt in meinem Bauch vom vielen Drehen. In seinem auch. Zumindest hat er die Augen geschlossen und den Kopf in den Nacken gelegt und gelacht. Ein wunderbares Milchzahn-Lachen. Und ich habe wieder einmal kurz daran gedacht, dass ich das früher mal mit Andre gemacht habe, tanzen und lachen und kribbeln, meine ich. Und überlegt, ob es nicht schade ist, dass ich jetzt hier unten bin, mit einem anderen Mann, wenn auch bloß mit einem Dreijährigen. Und er oben, Memory spielend und Wäsche machend mit den Großen…. Weiterlesen
Von meinem rosaroten Lebenstraum. Plus: Neuer Schweine-Zeichner verzweifelt gesucht!
Es kommt immer noch vor, dass mein Buch bei uns auf dem Sofa liegt und ich denke: “So ein schönes Buch!” und dann mach ich weiter, das, was ich grad mache und denke: “Waaaah, das ist mein Buch. Das hab ich gemacht.” Genau wie ich mir manchmal meine Kinder ansehe und nicht glauben kann, dass es meine sind… Weiterlesen