Nach ein paar Kindergeburtstagen, selbstgefeiert und eingeladen gewesen, hatte ich mal wieder: Kleinkram-Koller. Total aufgewühlt von all den schwer aufzuräumenden Gedönschens auf unserem Boden, Bett, Sofa, überlegte ich auf einer Party am Abend am Tisch mit ein paar Mamas laut. Ich, laut: „Ich glaube, ich packe meinen Kindern dieses Jahr nur Süßes in den Adventskalender.“ Schweigen. Entsetzte Blicke…

Eine entsetzt Blickende meint: „Also ich packe gar nichts Süßes rein, lieber laute schöne Kleinigkeiten. In der Vorweihnachtzeit wird ja sowieso überall so viel Süßes gegessen, das ist ja so furchtbar.“ Die anderen nicken entsetzt. Ich sage: „Naja, jeder wie er mag…“ Ich denke: „Halleluja, ich finde die lauter schönen Kleinigkeiten fiel schlimmer, als eine kleine Süßigkeit am Morgen drei Wochen im Jahr…“

Ich habe es nicht gesagt. Weil es sich anfühlte, als würde ich einer frischgebackenen Mama, die sich über Katastrophen wie einen wunden Popos sorgt, ständig sagen: „Warte ab, in ein paar Jahren wirst du dir einen wunden Po wünschen. Wenn dafür all die anderen Katastrophen nicht wären.“ Ist doch furchtbar fies. Und überhaupt: Zum Glück kann jeder in den Adventskalender seiner Kinder packen was er möchte. Und wenn man keinen packen mag, dann eben nicht. Mir war nicht klar gewesen, dass das Thema Adventskalender in manchen Mama-Kreisen das neue Impfen zu sein scheint.


Und dann hab ich doch noch ein paar andere Sachen reingepackt. Weil mich ein paar Tage später doch noch die Adventskalender-Packlust gepackt hat. Und ich kurz in einem Laden war, eigentlich bloß um ein paar Bastelsachen zu kaufen, und plötzlich doch drei oder vier Kleinigkeiten entdeckte, die zu meinen Kindern passten. Eine kleine Süßigkeit für jeden Tag gibt’s trotzdem. Weil sie sich darüber heimlich doch am allermeisten freuen, glaube ich.

Der Kalender an sich war leicht in diesem Jahr. Ich habe einfach wieder den wunderschönen Etoile-Kalender vom Dachboden geholt, den Marina vom Kyddo-Shop gemeinsam mit dem skandinavischen Label Konges Sløjd entworfen hat. Der Stoffkalender zum Aufhängen ist aus stabilem Bio-Baumwoll-Canvas hergestellt, wunderschön schlicht und das Beste: er hat richtig große Taschen. Er ist daher ideal für Familien mit mehreren Kindern, die wie ich keine Lust haben, vier Mal vierundzwanzig Pakete zu packen. Bei uns ist einfach in jedem Fach jeweils eine Sache für jedes Kind drin, oft gemeinsam verpackt. Manchmal eine Sache für alle zusammen. Als ich euch den limitierten Kalender Etoile hier letztes Jahr vorgestellt habe, war er innerhalb von wenigen Stunden ausverkauft. Also falls ihr gern einen hättet, wartet besser nicht zu lange mit dem Bestellen. (Oder lest diesen Artikel bis zum Ende).
Advntskalender 2019, Mäuse


So richtig niedlich wird unser Kalender dieses Jahr mit unseren Ausschneide-Mäusen. Nach den Schweinen vom letzten Jahr könnt ihr in dieses Jahr auch (Weihnachts-)Mäuse bei uns ordern. Ihr bekommt ganz einfach per Mail ein PDF mit 24 Mäusen zugeschickt und könnt, wie ich, zum Beispiel die Zahlen am Adventskalender draufschreiben. (Demnächst zeige ich euch hier, was man mit den Mäusen noch so alles Hübsches machen kann. Hurra!)

So, und das ist nun also drin in unserem Adventskalender 2019:

– Ein Weihnachtsbuch mit 24 Geschichten vom Dachboden, eine Kerze für 24 Tage (lieben meine Jungs) und vier kleine Schokopillen
– vier Mini-Schokomänner
– vier saure Pommes
– vier Holzkreisel und vier Gummihappen
– vier kleine Nuss-Nougat-Waffeln
– vier Schokotaler
– eine Rolle Kaubonbons
– drei kleine Konzentrationsspiele (plus vier Mini-Süßigkeiten)
– vier Schokotaler
– eine Packung Schablonen
– vier Gummitiere
– Postkarten zum Selberanmalen plus vier Gummitiere
– vier Bonbons
– vier Gummischnüre
– vier Schokoriegel
– vier saure Pommes
– einen Gutschein für einmal gemeinsam Filzen
– vier kleine Schokomänner
– Schattentheaterfiguren (plus gemeinsam ein Stück ausdenken)
– ein Tik-Tak-Toe zum Mitnehmen
– vier Lollis
– Metallringe und einen Gutschein zum gemeinsam Tannenkränze binden
– vier Schokomänner

Fast vergessen: den obligatorischen Gutschein für vier mal Zuckerwatte auf dem Weihnachtsmarkt (gibt sonst bloß mal eine Portion zum Teilen). Ein Gutschein für Backen (ohne Meckern) ist auch immer gut.


Falls ihr übrigens in knisternder Bastellaune seid, wie wäre es mit meinem Zirkus-Zieh-Kalender (tollerweise längst viral gegangen auf Pinterest.) Oder meinem Pinata-Kalender? Oder meinem Weihnachten-im-Stall-Kalender? Hach ja, war das schön. Zum Glück hat mir damals keine erfahrene Mehrfach-Mama nach einer durchbastelten Nacht zugezischt: „Ha, irgendwann wirst du dir wünschen, du hättest nachts Nerven zum Adventskalender-Basteln…“

Und ja, ich habe Marina noch einmal überredet und darf auch in diesem Jahr noch einmal einen der limitierten Etoile-Kalender an euch verlosen – plus einmal Ausschneide-Mäuse aus dem Wasfürmich-Shop natürlich. Erzählt Marina und mir doch einfach bis zum 20.11.10 um 0 Uhr, was ihr am liebsten in den Kalender packen würdet? Nur Süßes? Nur Spielzeug? Oder eine Mischung? Worauf fahren eure Kinder ab?

Ich drücke euch die Daumen,
alles Liebe. (Gewonnen hat Toni! Herzlichen Glückwunsch, du hast eine Mail von mir!)

 

Claudi