Wenn ich mit meinem Sohn laufen gehe, höre ich ihm zu. Wenn ich alleine laufen gehe, vielen anderen Menschen. Ich war noch nie in meinem Leben so oft laufen wie jetzt. Und ich habe noch nie vorher so viele Podcasts und so viele gute Geschichten von Menschen aus der ganzen Welt gehört. Wirklich spannend! Hier meine derzeitige Lieblingsliste…

1.Wenn ich es gerade so noch vor dem Essen schaffe zu laufen, weil die Großen ein Hörspiel hören dürfen und dabei dem Kleinsten helfen, Kaplasteine aufeinander zu stapeln (und wieder umzuwerfen) und wenn ich weiß, dass in der Brotdose ein frisches Brot bloß darauf wartet, dass wir es gemeinsam aufessen, sobald ich wieder da bin. Dann höre ich: Deckel auf – den Chefkoch-Podcast, Folge 03 „Brotliebe, Backstube & Boutique“. Darin erzählt Alexander Onasch über seine Liebe zum Brot, wie er es in seiner Kölner Backstube zubereitet, verrät, was ein Brot gut macht und warum er in seiner Kölner Bäckerei ausschließlich acht Sorten verkauft. Danach: Habe ich noch mehr Hunger – und ein warmes Gefühl im Bauch.

2. Wenn es kurz vorher mal wieder Streit gab und ich denke: Himmel, jetzt ist sie bei uns eingezogen, die Pubertät. Dann höre ich: The Goop Podcast – Gwyneth Paltrow und Cara Natterson: How to have awkward conversations with our Kids. Darin spricht die Kinderärztin und Autorin von „Decoding Boys“ über die Besonderheiten der Jahre vor der Pubertät – und warum wir mit unseren Söhnen endlich ganz genau so sprechen sollten, wie mit unseren Töchtern. Danach: Denke ich kurz darüber nach, nachts ein Maßband zu holen, ups – lasse es dann aber selbstverständlich bleiben…..

3. Wenn Homeschooling mal gut geklappt hat und ich große Sehnsucht nach der ganz großen Welt habe und mir mein kleiner Traum einer großen Reise wieder einfällt, dann höre ich: We got to know – Courtney Adamo: Somewhere Slower, Babyccino, Writer, Mother of 5 in Byron Bay. Darin erzählt Adamo über ihre Weltreise mit vier Kindern, wie es dazu kam, wie sie das alles organisiert hat und von Begegnungen auf dieser Reise. Danach: Würde ich immer noch gern auch so eine Reise machen – würde dafür aber nie unser Haus verkaufen wollen. Daher bin ich ganz happy, sie eben nicht zu machen.

4. Wenn ich einfach mal Lust auf City-Life habe, und darauf, meine eigene Stadt mal wieder selbst zu entdecken wie ein Tourist, dann höre ich: MERIAN – Reisen beginnt im Kopf – Hamburg. Es macht einfach Spaß, mit den beiden Journalistinnen auf einem Fantasiebummel durch die Stadt zu bummeln und noch ein paar Insidertipps zu bekommen. Danach: Freue ich mich noch mehr auf danach!

5. Wenn ich wieder mal so richtig PMS habe, dann höre ich: Gyncast – Du bist jetzt eine Frau. In de Podcastreihe vom Tagesspiegel sprechen die Journalistinnen Esther Kogelboom und Julia Prosinger mit Chefärztin Dr. Mandy Mangler über die Menstruation im Wandel der Zeit. Danach: Freue ich mich, trotz allem eine Frau zu sein!

6.  Wenn ich meine Eltern vermisse, dann höre ich: ERGO Wohnzimmergespräche, Folge 1 über Kontakt halten mit den Großeltern. Mit – ha – mir selbst. Ich spreche dort mit Kai Bösel darüber, wie wir das handeln und was für Ideen wir haben, sich trotz Ferne nah zu sein. Danach: Rufe ich sie an oder schicke zumindest mal wieder ein Foto.

7. Wenn ich eigentlich lieber Schreiben würde statt laufen, dann höre ich: Hotel Matze – Hotel Quarantäne – Doris Dörrie. Darin erzählt die tolle Schriftstellerin, warum Schreiben gegen Angst hilft und wie man ins Schreiben findet. „Es ist schon erstaunlich“, sagt sie, „wenn man seinem eigenen Kopf mal zuhört, was da alles drin ist.“ Danach: Tippe ich meist schnell eine neue Textidee ins Handy. Oder freue mich noch mehr auf meinen Schreibtisch am nächsten Morgen.

8. Wenn mal alles nervt, dann höre ich: Endlich Om – Versteckt sich im Gärtnern besonders jetzt das Glück, Meike Winnemuth? Stefanie Luxat höre ich ganz besonders gern zu, weil mich bereits ihre Stimme entspannt und sie eine Gabe hat, mit ihren Fragen aus Menschen tolle Sätze herauszukitzeln. In diesem Gespräch geht es um das kleine große Glück, das man in Beeten und Töpfen findet und darum, wie befriedigend es ist, dreckige Fingernägel zu haben. Danach: Zupfe ich noch ein bisschen Unkraut. Und es geht mir besser.

9. Wenn ich noch nicht weiß, was ich hinterher kochen soll, dann höre ich: Der Küchenchef serviert – Carbonara zum Mitkochen. Früher habe ich Kochsendungen zum Runterkommen geguckt, heute höre ich sie eben. Macht leckere Bilder im Kopf – und irgendwie ganz banal glücklich. Hier gibt’s außerdem noch Tipps für die perfekte Carbonara. Danach: Weiß ich was ich koche – und habe zum Glück auch alles da.

Und was hörst du gerade am Liebsten?

Alles Liebe,

Claudi