Wenn das Leben mit Kindern im Alltag ein Rührkuchen ist, sind die Geburtstage eine doppelstöckige Torte, oder? Die Kids raunen „Wow!“ wenn sie kommt. Sie ist oft sehr süß, manchmal ein wenig schwer und manchmal geht auch etwas schief. Aber ab und zu ein Stück ist einfach göttlich. Ich liebe Torte und ich liebe Kindergeburtstage. Ich liebe es, mich von der Vorfreude meiner Kinder anstecken zu lassen, ich liebe das aufgeregte Knistern im Haus und meistens liebe ich sogar den Party-Radau. Weil ich trotzdem vorher oft nicht viel Zeit habe, alle vorzubereiten, habe ich da ein paar ganz persönliche Klassiker…

Diese Sachen gehen für mich fix und einfach und lassen sich für jedes Alter und Motto einfach umwandeln. Sie kosten nicht die Welt, sind im Großen und Ganzen umweltfreundlich und machen richtig was her. Weil sie Kind zeigen, dass Mama und Papa sich Mühe gegeben hat. Meine Kinder lässt das zufrieden lächeln. Und ich freue mich, ihnen hoffentlich ganz viel Anregungen für eigene Feste später mitgeben zu können. Denn was könnte man seinen Kindern wertvolleres beibringen, als sich und anderen das Leben schön zu machen.

Immer dasselbe, immer neu, immer wieder schön.

Tipp 1: Ein Motto finden. Es klingt anstrengend, aber eigentlich macht es alles viel leichter. Wer sich einmal für eine Thema entscheidet, kann sich danach viel leichter entscheiden. Wenn man erstmal damit angefangen hat, entwickeln die Kinder bald eigene Ideen und werden super kreativ. Nach dem Motto richte ich dann alles aus, denke mir Deko aus (oder bestelle welche). Und die meisten Spiele kann man in Sachen Motto umwandeln.

Tipp 2: Erstmal im eigenen Haus nach Deko suchen. Wie fast überall, sind unsere Spielzimmer voll mit Spielzeug. Also schauen wir erstmal dort –  statt gleich welche zu bestellen. Viele Kuscheltiere funktionieren für viele Themen, Schleichtiere sowieso. Playmobilmännchen kann man mit Superhelden-Umhängen ausstatten und Holzpferde mit Hörnern aus Knete.

Ansonsten lohnt sich oft der Weg zum Altpapier-Container. Auf große Pappen kann man Wolken, Bäume, Tier oder was auch immer malen (am liebsten die Kinder selbst) und sich so günstige und nachhaltige Deko basteln. Im Internet gibt’s zum Glück Vorlagen für alles.

Tipp 3: Flaschen pimpen. Meine Kinder freuen sich immer schon drauf. Zum Geburtstag gibt’s bei uns ausnahmsweise Limo für die Geburtstagsgesellschaft. Damit es noch besonderer wird, löse ich jedes Mal die Etiketten ab und male einfach welche zum Motto passend selbst. Das muss nichts Kompliziertes sein, auch ein rotes Schild für eine Monsterlimo sieht schon beeindruckend aus.

Für unsere Wolf-und-Wald-Party gab es bei uns dieses Mal Wald-Limo. Kam super an. Hinterher trenne ich die Etiketten wieder ab – und gebe die Mehrwegflaschen ganz normal ab.



Tipp 4: Schminkideen ausdrucken. Es ist immer gut, etwas in petto zu haben, sollte es mal zu Langeweile, Heimweh oder Streit kommen. Ein Kasten mit Schminke und ein paar zum Motto passende Schminkideen sind immer gut. Und haben hier schon so manche Party gerettet. Und wer nicht möchte, muss sich natürlich nicht schminken lassen.

Tipp 5: Bekannte Spiele je nach Motto pimpen. Statt Eierlauf wird eben Ninja-, Wolfs- oder Meerjungfrauenlauf gespielt. Statt einer Staffel gibt es eine Piraten-, Einhorn oder Waldtierstaffel. Tauziehen wird zum Wikinger-Ziehen oder Fangen spielen zum Tiere fangen. Beinahe jedes Spiel lässt sich per Name oder mit ein paar Requisiten passend zum Motto tunen.

Tipp 6: Kuchen mit Diy-Deko besonders machen. Zum Geburtstag gibt es bei uns traditionell unseren Geburtstagskuchen. Wenn die Zeit aber drängt, backe ich auch einfach mal ganz schnell einen Fertigkuchen und pimpe ihn mit ein wenig Deko. Gerade kleinere Kinder stört das überhaupt nicht. Für die Deko nehme ich Süßigkeiten oder Illustrationen, die ich je nach Motto aus dem Internet ausdrucke. Kostenlose und sehr schöne Vorlagen gibt es zum Beispiel bei Love Kram.

Tipp 7: Eine fertige Schnitzeljagd bestellen. Eine Schnitzeljagd ist hier fast jedes Mal gewünscht. Wenn ich es nicht schaffe, sie mir selbst auszudenken, dann kaufe ich eine bei Ausgefuxt. Wir haben dieses Mal die Wald-Schnitzeljagd ausprobiert und die kam sehr gut an. Sie bietet gleich mehrere Varianten (Alter der Kinder/Aufwand des Materials für die Spiele). Plant aber unbedingt ein wenig Zeit zum Einlesen und Vorbereiten ein.

Tipp 8: Per Flaschendrehen die Geschenke verteilen. Klar sind die Geschenke wichtig. Damit es nicht bloß ein wildes Aufreißen wird und alles furchtbar schnell vorbei ist, machen wir immer ein Spiel. Dafür setzen sich alle Kinder mit ihrem Geschenk in den Kreis. In der Mitte wird eine Flasche gedreht. Auf den, auf den die Flasche zeigt, der darf sein Geschenk überreichen. Das wird dann vor allen ausgepackt. So wird jedes Geschenk gewürdigt, das Auspacken zelebriert und die Gäste können langsam ankommen und sich beschnuppern.

Tipp 9: Sich von der Perfektion verabschieden. Ich bin mir ziemlich sicher: Kein Kind erinnert sich später, ob das Geschirr perfekt zum Tischtuch passte oder die Folienballons zur Erinnerungstüte. Aber an das warme Gefühl beim Vorbereiten und an eine Party, bei der Mama und Papa locker blieben und viele Dinge nicht so wichtig nahmen – daran erinnert man sich ganz sicher. Und an schöne Rituale, wie gemeinsam Tüten für die Gäste bemalen und füllen, Kekse passend zum Motto backen und Kerzen am Geburtstagsring anzünden.

PS. Um all die schönen Erinnerungen nie zu vergessen, empfehle ich euch mein Geburtstags-Erinnerungsbuch „Hipp hipp hurra“.

Ein schönes Wochenende,

 

Claudi