Wir sind endlich auf dem Weg in unseren Italienurlaub. Fünf Tage später als geplant, aber immerhin auf dem Weg. Viren sind Reisepläne egal. Da nützt Motzen nichts. Da heißt es umplanen und nicht ärgern. Gilt übrigens auch in Sachen Nachhaltigkeit. Dabei sind wir nämlich ebenso auf dem Weg…
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Ich könnte in Sachen Nachhaltigkeit so viel besser sein. Leider habe ich oft das Gefühl, ich müsste den Blog, meine Stunden in der Schule und den Haushalt aufgeben, um wirklich umweltbewusst leben zu können. (Hier habe ich darüber schon mal geschrieben). Es ist einfach so: Ein bis zwei Mal so richtig auf den Markt fahren kostet Zeit. In den nächsten Unverpackt-Laden fahren von unserem Haus gleich hinterm Deich sowieso.

Wäsche aufhängen, sie bei Regen nicht vergessen, wenn vergessen nochmal aufhängen und reinholen dauert lange – soviel länger bei Wäsche für sechs, als alles einfach in den Trockner zu schmeißen. Ich habe jedes Mal ein schlechtes Gewissen, wenn ich schmeiße statt hänge. Aber ich schaffe es zeitlich oft einfach nicht. Oder es regnet tagelang.
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So wie wir uns auf den Weg nach Italien machen, nämlich Kilometer für Kilometer, so versuche ich Schritt für Schritt mehr Nachhaltigkeit in unseren Alltag zu integrieren. In dem ich möglichst regional einkaufe, wir weniger Fleisch und Wurst konsumieren und wenn in jedem Fall Bio. Ein riesengroßer Schritt für mich ist endlich ein To-Go-Becher im Auto. Leider habe ich gerade auf Reisen doch ab und zu mal einen Cappuccino an der Raststätte gekauft. Und ihn dann kaum genießen können, wegen meines schlechten Becher-Gewissens.

Ich habe uns für die Reise Erdbeeren vom Feld eingepackt, Apfelringe vom letzten Besuch im Unverpackt-Laden. Dazu Knabberkram aus einer großen Tüte, statt dutzende kleiner Tüten. Süßigkeiten in Papptüten aus dem Tante-Emma-Laden bei uns in der Dorfstraße. Ich mache längst unsere Fruchtschnitten selbst. Es gibt niemals Quetschies. Und wir benutzen Wachspapier statt Frischhaltefolie.
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Genau wie wir ist auch Tchibo auf dem Weg in Richtung mehr Nachhaltigkeit. Seit 8. Juli gibt es in vielen Supermärkten die Tchibo Nachhaltigkeitshäuser (in unserem steht auch eins und ich war überrascht, wie groß es ist und wie liebevoll gestaltet). In den Häuschen möchte Tchibo seine neuen Nachhaltigkeits-Produkte präsentieren und uns alle inspirieren, ein bisschen mehr Nachhaltigkeit in den Alltag zu integrieren. Was ich besonders positiv finde: Tchibo sagt selbst, dass sie in dieser Hinsicht noch nicht alles perfekt machen. Das möchten sie auch eindeutig kommunizieren. Aber sie sind auf dem Weg…

Es soll also kein Green-Washing sein, sondern wirklich etwas verändert werden. Jeder, der die Strukturen von Unternehmen (besonders großen Unternehmen) kennt, weiß, dass das nicht sofort geht. Aber Tchibo richtet Schritt für Schritt seine Lieferketten und das Produktangebot in Richtung mehr Nachhaltigkeit aus.
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Wir nutzen unterwegs übrigens nicht nur den hübschen Tchibo To-Go-Becher, sondern auch die Brot-Dosen aus recyclebarem Kunststoff mit Zelluloseanteil, die Trinkhalme, die man immer wieder benutzen kann (mit Reinigungsbürste im Set), dazu in Pfand-Glasflaschen statt Trinkpäckchen. Die Bienenwachstücher aus Bio-Baumwolle und Bio-Wachs, die sogar richtig hübsch aussehen und das wiederverwendbare Besteckset. Dazu gibt es in den Nachhaltigkeitshäusern jede Menge Textilien aus Bio-Baumwolle, Sneaker und Sportkleidung aus recycelten PET-Flaschen und immer mehr Kaffee aus nachhaltigem Anbau (bis jetzt 30 Prozent). Wir haben immer mehrere Stoffbeutel im Auto, damit wir nie, nie eine Plastiktüte brauchen. Ich schmiere Brote, statt unterwegs irgendwelche verpackten Sandwiches zu kaufen. Auf dieser Reise gibts bei uns übrigens diese:

Italo-Brot
Ihr braucht: Baguettebrötchen, Frischkäse, Salatblatt, Tomate, eine Paprika, Olivenöl und ein paar Scheiben Mozzarella
So geht’s: Ganz einfach. Parika in Streifen schneiden, in ein wenig Olivenöl kurz in der Pfanne anrösten. Baguette aufschneiden, beide Hälften mit Frischkäse bestreichen, Mit Salatblatt, Röstpaprika, und Mozzarella belegen.

Die Kinder lieben: Paprizzini (von uns benannt nach den italiennischen Sandwiches Tramezzini, bloß mit Paprika). Ja, das sind ganz normale Schwarzbrotscheiben mit Frischkäse und frischer roter Paprika. Meine Kinder mögen aber alles lieber, was einen schönen Namen hat.
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Zurück zu den Fakten: Wenn man das Engagement von Tchibo nachrechnet, klingt das gut: Tchibo ist drittgrößter Anbieter von Kleidung aus Biobaumwolle – zum vierten Mal in Folge. Und einunddreißig Mal hätte ein Auto umgerechnet um die Erde fahren können, mit all den Treibhausemissionen, die das Unternehmen mit recycelten Textilfasern in 2018 eingespart hat. Einhundert Prozent aller Tchibo Gartentische und -stühle werden bereits aus FSC®-zertifiziertem Holz hergestellt. Klar bleiben Fragen…

„Und wieso bitte sind eure Dosen, euer Besteck und die Trinkhalme nun doch aus Plastik?“, habe ich Tchibo gefragt. Ihre Antwort: Plastik an sich sei kein schlimmer Rohstoff – Holz oder Bambus nicht immer besser. Holz oder Bambus können beispielsweise mit Schutzmittel behandelt sein, was für die Umwelt und uns Menschen gefährlich sein kann (daher bei Holz auf immer auf das FSC-Siegel achten). Bei langem Wasserkontakt könne Holz aufquellen, sei daher einfach nicht für alles geeignet. Plastik kann aber aus recyceltem Material stammen – und so sogar zur Müllvermeidung beitragen.

Ganz wichtig bei Plastik sei, dass es hochwertig, recycelbar und langlebig sein muss. Einwegplastik sei wirklich ein NO Go, deshalb verzichte Tchibo ab 2020 bei den Textilverpackungen drauf. Die Tchibo-Spülbürsten sind auch aus recyceltem Plastik (nämlich aus Industrieabfällen), genauso wie die Sport Thights (da stecken PET Flaschen oder Ozeanmüll drin).

Klar fielen mir auch gleich noch die Kapseln-Maschinen ein. „Wann bitte, werden die endlich abgeschafft?“ Tchibo hat mir erklärt, dass die Kapseln längst recycelbar sind, wenn man sie in den gelben Sack schmeiße (auf keinen Fall in den Hausmüll). Zudem werde gerade an einer kompostierbaren Kapsel gearbeitet. Ein Abschaffen des Systems sei nicht geplant, es werde aber immer weiter verbessert (durch energiesparende Maschinen, kompostierbare Kapseln, Verzicht von Alu und recycelbarem Monomaterial).

Für alle, die wenig Kaffee trinken (1 bis 2 Tassen am Tag), empfiehlt Tchibo übrigens die Zubereitung mit dem Handfilter, weil dieses am umweltfreundlichsten sei. Was Wenigtrinker auf keinen Fall machen sollten: eine Kanne aufbrühen und die Hälfte wegkippen. Die größten Umweltwirkungen entständen nämlich beim Anbau. Bevor man wegkippe, also lieber mal eine (oder zwei Tassen) mit der Kapselmaschine kochen.  Um die Umweltwirkung möglichst gering zu halten, sind bereits die Tchibo Kaffees Cafissimo und Qbo zu einhundert Prozent nachhaltig zertifiziert. 

Was tun wir als Familie noch? Wir fliegen wenig. Und ich fahre nicht für jedes x-beliebige Event quer durch Europa. Nicht bloß der Kinder wegen. Auch dem Klimaschutz zuliebe.
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Übrigens versuche ich schon länger auch mit unserer Energie nachhaltig umzugehen und unsere eigenen Ressourcen zu schonen. Also Stress zu reduzieren, uns weniger beschallen zu lassen. Es wann immer möglich, ein bisschen langsamer angehen zu lassen. Wir bauen zum Beispiel noch mehr Pausen auf unserer Reise nach Italien ein. Übernachten unterwegs, statt zum Ziel zu hasten, fahren von der Autobahn ab, um am Feldrand zu picknicken, statt hektisch an der Raststätte. Einmal kurz Naturluft schnuppern, tut so gut. Letztendlich geht’s ja um gemeinsame Zeit, nicht um drei Stunden mehr am Strand.


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Klar könnten auch wir noch mehr tun. Wir alle. Aber es ist doch gut, wenn wir alle auf dem Weg sind. Ganz nach dem Tchibo-Motto: Nachhaltiger Leben. Jeden Tag. Erzählt doch gern mal, was ihr in Sachen Nachhaltigkeit im Alltag tut? Mich interessieren vor allem die kleinen, gut nachmachbaren Dinge.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Tchibo, es war mir aber völlig freigestellt, wie ich das Thema aufarbeite.  Ich freue mich, wenn ihr die Firmen unterstützt, die Wasfürmich unterstützen.

Alles Liebe,

 

Claudi