Meine Kinder sind große Umweltschützer. Ganz besonders, wenn sie die den Müll rausbringen sollen. Dann motzen sie über die vielen Plastikpackungen. Oder wenn ich noch mal kurz zum Supermarkt fahren will, weil ich unter anderem den Spinat fürs Abendbrot vergessen habe. „Ach nö, Mama, denk an die Umwelt, diese Fahrt muss wirklich nicht sein“, erinnern mich dann meine Spinathasser. Wir lesen viele Bücher zum Umweltschutz, schauen kleine Filme, waren schon Müll sammeln und demonstrieren. Und dann sehe ich sie manchmal auf der Couch sitzen, im Sonnenschein und mit der Stehlampe an…“

„Hey!“, rufe ich, mach bitte das Licht aus, das brauchen wir doch nun gerade wirklich nicht.“ Sie schauen traurig auf. „Warum, ist doch so gemütlich!“, maulen sie. „Na sagt mal!“, sage ich, das ist doch eine Verschwendung von Energie. Wir wollen doch die Umwelt schützen, damit ihr es auch noch schön habt!“ Manchmal schauen sie dann erstaunt: „Hä, was hat den die Lampe hier mit der Umwelt zu tun…?“, wundern sie sich. Jetzt seufze ich. „Mmmmh, mal überlegen, wie euch das jetzt erklären kann….!“

Am allerbesten lernen Kinder Dinge, die sie selbst ausprobieren. Völlig klar. Daher machen ich mit den Kindern in der Schule – und ab und zu mit meinen zuhause – gern Versuche, um schwierige Umweltthemen praktisch und nachvollziehbar zu vermitteln. Ich zeige euch hier drei Versuche, die wir vor einer Weile zum Thema Klimaschutz ausprobiert haben. Meine Kinder waren begeistert – und auch André und ich fanden es auch super spannend. Ich habe die Experimente mal auf der Internetseite aktion-klima.bildungscent.de gefunden, sie aber ein wenig vereinfacht. Vielleicht habt ihr auch mal Lust auf so eine kleine Forschungsreise in Sachen Klima…

Außer den beiden Thermometern, die ich in der Schule geliehen habe, hatten wir übrigens alles da, was wir für die Versuche brauchten. Die Thermometer kann man für ein paar Euro  bestellen und sie auch noch für viele andere Experimente nutzen. Sie sind super haltbar und perfekt für Kinderhände geeignet. Auch sonst versuchen wir überflüssigen Konsum zu vermeiden, weniger Müll zu produzieren (nicht nur, damit wir hinterher weniger zur Tonne schleppen müssen), möglichst wenig Energie zu verbrauchen, wenig Fleisch zu essen und wenn in Bio-Qualität. Wir versuchen täglich unser Bestes zu geben, nicht nur in Sachen Familie, auch in Sachen Klima. Wir wünschen uns eine bunte, fröhliche Zukunft.

Auch die Marke Tchibo macht sich viele Gedanken, wie sie immer klimafreundlicher produzieren und agieren kann. Es werden immer mehr zertifizierte Materialien genutzt, auf eine umweltbewusste Herstellung geachtet und auf Initiativen wie Tchibo Share gesetzt, die große Leihplattform von Tchibo, die ich euch hier auch schon mal vorgestellt habe. Genau wie bei uns in der Familie geht Umweltschutz natürlich auch in einem so großen Unternehmen nicht sofort und alles auf einmal. Aber ich finde es eine super Entwicklung.

Zur Zeit gibt es bei Tchibo besonders fröhliche, nachhaltige Kindermode, meist aus zertifizierten Materialien, die uns daran erinnert, jeden Tag wieder an die Umwelt zu denken: Ein Großteil des Tchibo Kids Sortimentes ist nachhaltig zertifiziert, mit GOTS als höchsten Standard in Verbindung mit dem Grünen Knopf, darauf hübsche Regenbogenprints und der Slogan: „The future starts now!“. Dazu ist alles genderneutral, kann also super gut vererbt und weitergegeben werden. Die fröhliche, nachhaltige Kindermode ist bis zum 28. April 2020 erhältlich. Viele der Sachen kann man auch bei Tchibo Share mieten. Meine Jungs und ich finden die Prints auf den Shirts spitze!

Erstes Experiment: Schmelzen der Eismassen
Ein wesentlicher Aspekt des Klimawandels ist das Schmelzen der Eismassen durch den von uns verursachten Temperaturanstiegs. Super spannend dabei sind die Unterschiede zwischen Nors- und Südpol.

Ihr braucht:
etwa 20 Eiswürfel
Knetmasse
1 große, durchsichtige Schale
1 Filzstift
Wasser
eventuell Draht
eine Spielfigur

Erster Teil des Experiments:
Formt aus der Knetmasse ein Insel und legt diese in die Schale. Gießt vorsichtig so viel Wasser in die Schale, dass der Küstenbereich einige Zentimeter bedeckt ist. Gebt nun die Hälfte der Eiswürfel ins Wasser. Euer Meer sollte so tief sein, dass die Würfel schwimmen können. Stellt nun die Spielfigur so auf die Insel, dass sie mit den Füßen direkt am Wasserrand steht, aber noch trocken ist. An der Außenwand der Schale könnt ihr nun mit dem Filzstift den Wasserstand markieren. Beobachtet danach immer wieder den Wasserpegel, während das Eis schmilzt. Was meint ihr? Steigt der Wasserpegel oder nicht?

Zweiter Teil des Experiments:
Alles genauso machen wie beim ersten Teil, nur legt ihr dieses Mal die Eiswürfel nicht ins Wasser, sondern auf den höchsten Teil der Insel (eventuell könnt ihr das Eis mit etwas Draht befestigen). Was glaubt ihr, was passiert?

Das passiert: Die Eiswürfel schmilzen in der wärmeren Luft – ebenso wie durch den Klimawandel die Eisberge. Habt ihr gesehen, im ersten Teil des Experiments verändert sich der Wasserspiegel dadurch nicht. Im zweiten Teil ist das anders: Wenn hier das Eis schmilzt, rinnt das Wasser über die Insel in den Miniatur-Ozean. Der Pegel steigt. Die Spielfigur steht jetzt mit den Füßen im Wasser, die Küste ist überflutet.

Ob in unserem ersten Experiment oder im Ozean: Ein Eisberg schwimmt im Meer und verdrängt genau so viel Flüssigkeit, wie in ihm enthalten ist. Dies ist auch der Fall am Nordpol, der aus Eis und Wasser besteht. Im zweiten Teil des Experiments fließt mehr Wasser in das Gefäß, der Pegel steigt an. Das Gleiche passiert, wenn Gletscher oder die Eismassen des Südpols schmelzen. Anders als Eisberge schwimmt dieses Eis nicht im Meer und beansprucht bereits Platz, sondern strömt zusätzlich in die Ozeane.

Fakt ist also: Das Schmelzen von Eisbergen führt nicht automatisch zum Anstieg des Meeresspiegels. Dies ist nur bedingt der Fall. Die Eismassen des Nordpols bilden allerdings eine große, weiße Fläche, die einen Großteil der einfallenden Sonnenstrahlen zurück wirft. Je mehr von diesem Eis verschwindet, desto mehr Sonnenstrahlen nimmt der dunkle Ozean auf. Warmes Wasser dehnt sich aus, der Meeresspiegel steigt. Darüber hinaus hat die Temperaturerhöhung des Wassers Folgen für die Pflanzen und Tiere im Meer. Wir waren erstaunt, wie vielschichtig der Klimawandel ist. Wie viele Dinge da zusammenkommen und miteinander reagieren.

Zweites Experiment: Wie funktioniert der Treibhauseffekt?
Durch unseren klimaschädlichen Lebenstil werden vermehrt Gase wie beispielsweise CO2 ausgestoßen. Diese verstärken den Treibhauseffekt und führen damit zu einem vom Menschen verursachten Temperaturanstieg, dem Klimawandel.

Ihr braucht:
Sonne
2 Gläser
1 großes Glasgefäß (z. B. Vase)
2 Thermometer (siehe Link weiter oben)
2 Streifen schwarzes Papier

Steckt je einen Streifen des schwarzen Papiers so in jeweils ein Glas, dass seitlich ein Streifen frei bleibt, durch den das Sonnenlicht einfallen kann. Stellt jetzt in jedes Glas ein Thermometer und dann beide Gläser in die Sonne. Stülpt nun das große Gefäß über eines der Gläser. Was glaubt ihr, was passiert?

Na klar: Das Thermometer unter dem Glasgefäß wird schnell eine höhere Temperatur anzeigen als das andere. Denn das Sonnenlicht erwärmt durch den Lichtspalt das schwarze Papier und die Temperatur steigt. Im offenen Glas kann die Wärme nach oben entweichen, bei dem mit der Vase verschlossenen Glas ist das aber nicht möglich. Die Wärme bleibt „gefangen“. Ähnliches passiert auf der Erde: Aufgrund der Zunahme der klimaaktiven Gase in der Atmosphäre, die sich ähnlich einer Glasglocke über uns sammeln, kann die durch die Sonneneinstrahlung entstandene Wärme nicht mehr einfach in den Weltraum entweichen. Die durchschnittliche Temperatur auf der Erde erhöht sich. Wir fanden das alle sehr beeindruckend. Und ziemlich beängstigend.


Drittes Experiment: Endlich mal Luft sehen
Die steigende Konzentration von CO2 in der Erdatmosphäre gilt als einer der Hauptgründe für den Klimawandel. Da Gase aber meist unsichtbar sind, ist ihre Existenz für uns schwer zu begreifen. In diesem Versuch machen wir Luft sichtbar. Zu wissen, dass es Gase wirklich gibt, ist ein erster Schritt, um auch die Existenz von CO2 zu begreifen. Auch Luft besteht aus Gasen: Trockene Luft besteht hauptsächlich aus den zwei Gasen Stickstoff und Sauerstoff.

Ihr braucht:
1 große, mit Wasser gefüllte Schüssel
2 kleine Gläser

Taucht ein Glas in die Schüssel, lasst es mit Wasser volllaufen und haltet es so, dass die Öffnung unterhalb der Wasseroberfläche liegt und nach unten zeigt. Mit der anderen Hand drücket nun das zweite Glas senkrecht nach unten, so dass die Luft auch unter Wasser im Glas bleibt. Haltet nun das zweite Glas schräg und fangt die daraus aufsteigenden Luftblasen mit dem ersten Glas auf. Was passiert?

Wer geschickt fängt, hat am Ende das Wasser aus dem ersten Glas verdrängt und es stattdessen mit der Luft aus Glas zwei gefüllt! Hintergrund: Dreht und wendet man ein leeres Glas an der Luft, ist nichts zu sehen, was heraus fällt oder fließt. Unter Wasser ist das anders: Aus dem schräg gehaltenen Glas steigen Blasen auf und machen somit Luft sichtbar. Wir hatten die Schale mit Wasser und den Gläsern tagelang an einem Ende des Tisches stehen, meine Jungs fanden die blubbernde Luft so lustig.

Wie erklärt ihr euren Kindern den Klimaschutz?

Viel Spaß beim Experimentieren,
alles Liebe,

Claudi