Meine zwei feministischen Lieblingsmomente – plus eine Sache, die nervt (Frauen und Männer)

Feb
28/20

Hossa, was für eine aufregende erste Woche hier. In meinem Kopf – und auf meinem Instagram-Account – drehte sich ganz viel um Feminismus, was ich absolut inspirierend finde. Je mehr man über etwas nachdenkt, desto mehr bekommt man bekanntlich von etwas mit (wie die herumkullernden Babybäuche, die man sieht, wenn man selbst einen kullert). Deswegen haben meine Augen diese Woche die Nachrichten mit feministischen Augen gescannt. Voilá, hier meine zwei Lieblingsmomente dieser Woche  – plus etwas, das echt nervt (und zwar Frauen und Männer)…

Klar hatte ich es in dieser Woche schon vorher gehört, aber heute in meiner Hotelzimmer-Homeoffice, habe ich dazu noch einmal einen richtig guten Artikel in der Süddeutschen gelesen: Schottland verteilt als weltweit erstes Land kostenlos Binden und Tampons an Frauen, die sich diese nicht einfach so leisten können. 28 Millionen Euro soll das Ganze den Staat kosten, diese in Gemeindezentren, Jugendclubs und Apotheken auszulegen. Sie ermöglichen damit etwas unbezahlbares: nämlich, dass alle Frauen während ihrer Periode am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Die Alternative klingt beschämend: Frauen müssen sich Hygieneartikel aus Stoff basteln, Socken oder ähnliches verwenden – was sogar aus medizinischer Hinsicht richtig gefährlich werden kann. Studien belegen, dass eins von zehn Mädchen in Großbritannien sich keine Hygieneartikel leisten kann – etwa die Hälfte ist deshalb schon mal nicht in die Schule gegangen. Was für ein wichtiger Schritt, diese period poverty anzugehen. Was mir bis jetzt nicht bewusst war: Die Zahl der Tage, in denen wir Frauen durchschnittlich in unserem Leben unsere Tage haben beträgt 6 (!) Jahre. Eine verdammt lange Zeit.

Ich hoffe, viele andere Länder nehmen sich daran schnell ein Beispiel. Und ich denke nicht, dass wir uns wie die Abgeordnete Aileen Campbell, die gegen das Gesetz argumentierte, Sorgen müssen, dass „Menschen aus anderen Ländern einreisen und große Mengen an Tampons und Binden einsammeln und im Ausland weiter verkaufen könnten“, wie die Süddeutsche-Autorin Magdalena Pulz zitiert. Ha, ha, ich habe mir gleich Großverkäufe von deutschem Klopapier aus öffentlichen Toiletten vorgestellt…

Zuerst hatte ich einfach weitergescrollt. Weil es eigentlich gar nichts Besonders ist – beziehungsweise sein sollte. Dann habe ich doch noch mal genau hingeschaut auf dem Instagram-Account der Bundeskanzlerin: Jepp, da treffen sich zwei weibliche Staatsvertreter – und zwei männliche Schirmträger halten den Regen ab.

Ja, ich weiß, es ist nur die Zeitung mit den großen Buchstaben. Aber es ist so vollkommen überflüssig. Der Sänger Benjamin Dolic tritt demnächst für Deutschland beim Grand Prix in Rotterdam an, ist angeblich ein „Wahnsinnstalent“, außerdem 22 Jahre alt und die BILD nennt ihn dennoch „Bubi“. Solche abwertenden Spitznamen sind einfach überflüssig und dumm – egal ob für Frauen oder für Männer.

Einen schönen Freitag und alles Liebe,

Ein Kommentar zu “Meine zwei feministischen Lieblingsmomente – plus eine Sache, die nervt (Frauen und Männer)

  1. Christina on 28. Februar 2020 at 16:43 geschrieben

    Hach, das Merkel-Foto finde ich wunderbar!
    Danke fürs zeigen!

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