Meine Pläne für 2018 – und was bisher daraus geworden ist

Jun
12/18

Als ich gestern meinen Sohn dabei beobachtet habe, wie er beim Datum die sechs für Juni in sein Schreibheft schrieb, hab ich mich kurz erschrocken. Juni? Wahnsinn! Das halbe Jahr ist schon wieder herum! Dann hab ich mir die Melancholie verboten, ist doch furchtbar dieses ewige Gejaule, dass etwas schon wieder vorbei ist. Stattdessen hab ich mir lieber vorgenommen, mich zu freuen, dass ich so viele schöne Dinge erleben darf. Was man einmal erlebt hat, kann einem keiner mehr nehmen! Ich habe dann aber beim Kaffee doch mal überlegt, was eigentlich aus meinen Plänen für 2018 geworden ist. Erinnert ihr euch…?

1. Ich wollte dringend meine Online-Zeit verringern. Klappt mal mehr, mal weniger. Ich versuche tatsächlich morgens nicht vor allem anderen aufs Handy zu gucken, das kriege ich gut hin und es macht den Start in den Tag so viel friedlicher. Ich lasse mein Telefon auch gern mal zuhause, wenn ich mit den Kindern unterwegs bin – macht meinen Mann wahnsinnig, aber ich merke richtig, wie ich runterfahre, wenn ich wirklich nicht mal kurz draufgucken kann. Zuhause lege ich es nachmittags immer noch gern hoch oben ins Regal, verzichte dann lieber auf Musik, damit ich es nicht neben mir liegen habe. Ich habe mir gerade dieses Buch bestellt und bin gespannt, was es mit mir macht.

In anderen Momenten merke ich wieder, wie sehr mir Social Media Spaß macht, besonders Instagram. Die persönlichen Geschichten, die hübschen Bilder, die netten Kontakte. Was ich oft nicht gut hinbekomme ist, das Handy abends nach meiner Social-Media-Runde wieder wegzulegen. Die Kinder sind spät im Bett bei uns im Moment, jetzt wo es so warm und hell ist, sprich meine Zeit ist ohnehin kurz. Wenn sie alle in ihren Betten liegen, checke ich meine Feeds, das entspannt mich, ich mag das sehr. Was ich nicht mag ist, dass ich oft nicht den Absprung schaffe. Ich lese dann meine Lieblingsaccounts noch mal von vorn, obwohl ich sie alle durch habe – ist das nicht bescheuert? Ich irre dann virtuell herum, gucke hier und da und kann irgendwie das Handy nicht weglegen. Eine seltsame Handy-Trance ist das. Das ist nicht schön, da ärger ich mich hinterher bloß. Meistens schon dabei. Und dabei möchte ich abends so gern noch so viele andere Dinge tun. Das ist also definitiv etwas, was ich mir für die zweite Jahreshälfte vornehme.

2. Ich finde, ich bin ganz gut dabei, beim ordentlicher und organisierter sein. Ich hab mir Hilfe im Haushalt gesucht und das ist super. Es ist jetzt gar nicht immerzu sauber bei uns. Aber es entspannt mich sehr, zu wissen, dass einmal in der Woche eine Grundreinigung reinkommt. Es nimmt mir viel Druck – und zwingt uns dazu, Sachen regelmäßig an ihren Platz zu bringen und das ist gut. Ich habe sogar mein Arbeitszimmer ausgemistet, das nur noch Lagerraum war, in den ich – Tür kurz auf – noch mehr Sachen geschmissen habe – Tür schnell wieder zu. Jetzt habe ich ganz viel Material weggeschmissen, auch Sachen von denen ich immer dachte, ich könnte sie nochmal gebrauchen. Es fühlt sich so gut an.

Als mir vor ein paar Tagen dann einfiel, wie ich die Einladungskarten für Bos´ Geburtstag machen könnte, hätte ich eine der entsorgten Sachen tatsächlich gut gebrauchen können. Mir ist aber ziemlich schnell eine Alternative eingefallen. Alles richtig, also.

Bullet Journal hört sich so gut an, kann ich nicht, glaube ich, scheint mir mehr Arbeit zu sein als Nutzen. Auch mit einem Online-Kalender bekommen wir – nein ich – es nicht hin. Ich trage da einfach nicht alles ein. Aber ich habe inzwischen tatsächlich einen Redaktionsplan für Wasfürmich. Und André und ich benutzen BRING zum Einkaufen. Das ist eine super Erleichterung (und hat unter anderem unseren braunen Bananenberg drastisch reduziert – die hatten wir nämlich ständig doppelt besorgt).

3. In Sachen Body bin ich wirklich zufrieden. Irgendwann im Februar hatte ich genug von meinem weichen, hügeligen Mama-Körper. Wenn ich mich schon immerzu bloß in der weichen Kuschel-Kleinkind-Babybrei-Blase bewegte, was ich wunderschön fand und finde, wollte ich mich dennoch nicht mehr danach fühlen. Sondern fitter, stärker, beweglicher – einfach wieder wie ich, Claudi, und nicht bloß wie die Mama von. Ich begann gesünder zu essen und auf viele Kohlenhydrate zu verzichten, insbesondere beim Frühstück und Abendbrot. Damit gings eigentlich relativ einfach. Ich fühlte mich schnell besser und passte wieder in meine alten Jeans. Seit ein paar Wochen jogge ich zusätzlich zweimal die Woche – das tut irre gut. Es ist kein bisschen leicht, mir zwei Joggingtermine in der Woche freizuschaufeln, gerade weil ich nicht mit Karre joggen mag, aber es klappt, weil ich es auf meiner Prioritätenliste echt weit nach oben gepackt habe.

Essensmäßig versuche ich jetzt, in der Woche sehr gesund zu essen und dafür am Wochenende eigentlich alles was ich mag. Damit komme ich gut klar. Falls es in der Woche bei einem Spieltreff ausnahmsweise mal Kuchen gibt, sage ich aber auch nicht nein. Erdbeer-Biscuit mit Sahne in guter Gesellschaft macht dann doch so viel mehr Spaß als lausige 300 Gramm auf der Waage weniger.

4. Mehr Muße – auch bei den Dingen die sein müssen.. Klappt bei mir mal mehr, mal weniger. Gestern habe ich eine halbe Stunde Unkraut gezupft, nicht mit Wut im Bauch, sondern beinahe mit Spaß. Die Kinder saßen am Tisch und haben gemalt, wir waren um drei verabredet. Ich nahm mir nicht zuviel vor, wie ich es sonst oft tue und sowieso nicht schaffe. Ich dachte einfach, ich mache mal eben ein Stück, so weit ich komme. Hat beinahe Spaß gemacht (außer die Brombeeren!)

Auch die saubere Wäsche steht jetzt oft ein paar Tage oben im Flur in mehreren Körben und ich lege jeden Abend ein paar Teile weg, während die Kinder einschlafen und mich gern noch in ihrer Nähe haben. Ich muss halt nur aushalten, dass sie dort stehen. So Wäschekörbe könnten ja auch Kunst sein. So Beuys mäßig, oder? Ha.

5. Erschaffen habe ich bislang vor allem neue Beete im Garten. Das wird schön, auch wenn ich sehr ungeduldig bin und es am liebsten sofort üppig hätte. Aber ich freue mich über jede neue Blüte, jeden neuen Ast. Ich habe mir neue Aquarellfarben gekauft, die möchte ich mit in den Urlaub nehmen und neue Schen ausprobieren. Und für den Herbst habe ich die beiden großen und mich beim Töpferkurs angemeldet. Ich bin gespannt…

Und was ist bislang aus euren Vorhaben geworden?
Alles Liebe,

10 Kommentar zu “Meine Pläne für 2018 – und was bisher daraus geworden ist

  1. Sina on 12. Juni 2018 at 11:53 geschrieben

    Liebe Claudi,

    toll! Toll, dass du das Thema jetzt nochmal aufgreifst, das ist sehr inspirierend. Ich dachte nämlich neulich wehmütig „wie, schon Juni?!“, aber die Stimmung, die dein Text hervorruft, ist eine ganz andere: fröhlich, ehrlich und optimistisch.

    Wenn ich so an meine Vorhaben denke…
    Mein Bullet Journal (das ich doch so angepriesen habe) schläft seit ein paar Wochen, in denen hier unerwartet alles drunter und drüber geht, einen Dornröschenschlaf und ich vermisse es schmerzlich! Dabei könnte es mir so helfen!
    Ich mache wieder Yoga, juhu! Jeden zweiten Tag 🙂
    Meine Online-Zeit ist schon weniger geworden, aber das Abends-nicht-Aufhören-Können kenne ich auch. :-/
    Eins meiner Vorhaben ist auch, unsere Wohnung in diesem Jahr so umzugestalten, dass wir es 1. praktischer und übersichtlicher haben und 2. nächstes Jahr schaffen können, dass jedes Kind ein eigenes Zimmer bekommen kann. Dafür müssen wir ziemlich umschichten, viele Dinge loswerden und uns schlaue, unkonventionelle Lösungen und Raumnutzungen ausdenken. Damit haben wir angefangen und jede kleine Ecke, die sich verändert, macht mich glücklich.

    Viel Freude weiter bei deinen Vorhaben – und beim Joggen! Chapeau!
    Sina

    • Claudia on 12. Juni 2018 at 12:09 geschrieben

      Liebe Sina, das klingt doch auch gut. Ich hab ganz vergessen, noch zu schreiben, dass ich auch noch die Haushaltsraum-Hölle versuche aufzuräumen. Ist aber definitv ein Langzeitprojekt – das ich auch immer unterbreche, wenn das Wetter wieder gut ist.
      Leider sieht es zwischendruch dann immer noch schlimmer aus als vorher. Aber es wird…
      Alles Liebe,
      Claudi

  2. Sabrina on 12. Juni 2018 at 12:03 geschrieben

    Liebe Claudia, BRING haben wir auch und finden es großartig! Aber braune Bananen im Sommer sind doch toll! Oder gibt es bei euch vielleicht noch gar keine Nicecream? Nur für den Fall der Fälle (wobei eigentlich kennt das ja mittlerweile jeder…) reife Bananen in Scheiben schneiden und einfrieren. Am nächsten Tag leicht antauen lassen, dann zusammen mit gefrorenen Himbeeren oder Erdbeeren im Mixer mixen – ergibt ein herrlich, frisches Sommereis ganz ohne Zucker. Ich habe auch schon von einer Sorte mit gefrorenen Bananen, Mandelmus und (rohen)Kakao gelesen, soll ein traumhaftes Schokoeis ohne Reue ergeben ;-)!
    Liebe Grüße, Sabrina

    • Claudia on 12. Juni 2018 at 12:07 geschrieben

      Liebe Sabrina, doch stimmt, das wollte ich eh schon mal ausprobieren. Also her mit den Bananen!!!
      Danke fürs Erinnern!

  3. Nina on 12. Juni 2018 at 12:17 geschrieben

    Liebe Claudi,

    wieder einmal wunderbar geschrieben! Du hast mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, denn ich habe mich in einigem wiedererkannt.
    Die Handytrance kenne ich nur zu gut. Eigentlich wollte ich nur kurz nachsehen, was es neues gibt und dann noch dies und das erledigen…und schwups…ist es schon wieder so spät geworden. Daran muss ich also auch noch arbeiten.
    Ordentlicher und organisierter klappt momentan ganz gut. Wir haben hier im Haus gerade mächtig umgeräumt und rapide ausgemistet, unter anderem auch meine „Abstellkammer“ Arbeitszimmer. Das Thema Tür auf, Zeug rein, Tür zu kenne ich nämlich nur zu gut. Jetzt ist es so strukturiert und aufgeräumt wie noch nie, ich hoffe von Herzen das hält eine Weile an!!!
    BRING benutzen wir schon sehr lange, wir hatten zwar nie Bananenberge, dafür aber Milch im Überschuss und phasenweise Berge an Toilettenpapier.
    Auf mein Bullet Journal war ich so stolz und es hat irre Spaß gemacht, dort kreativ zu sein, aber seit wir die Krankheitswelle voll mitgenommen hatten bleiben die Seiten leider leer, es ist wie du sagst einfach viel Arbeit.
    Leider sind dabei auch mein Beckenbodentraining und das „Weniger-süß-Essen“ auf der Strecke geblieben. Aber nach unserer Umräumaktion weht hier irgendwie ein frischer Wind und ich bin motiviert, einiges wieder anzugehen!
    Ach, und seit du erwähntest, dass Unkrautzupfen meditativ sein kann, muss ich immer schmunzeln beim Zuppeln…
    Jetzt genießen wir aber erst einmal unsere Geburtstagsfeiern im Juni…
    Herzliche Grüße aus Baden-Württemberg 😉
    Nina (piepmatzhoch2)

    • Claudia on 12. Juni 2018 at 12:20 geschrieben

      Sehr schön, liebe Nina. Das klingt doch alles super.
      Und hey, Klopapier wird wenigstens nicht braun – also, nicht wenn es rumliegt ; )
      Hohoho,
      ich wünsche dir eine schöne Woche und wunderbare Geburtstagsfeiern!
      Claudi

  4. Bibijones on 12. Juni 2018 at 14:48 geschrieben

    Liebe Claudi,
    toll, dass du so dizipiniert mit der Figur bist😊Mein Wille ist leider zu schwach.🙈..und 2xjoggen die Woche regt bei mir leider erst recht den Appetit an😂Darf ich fragen, wie du morgens Kohlenhydrate sparst ( kein Brot, kein Müsli sondern Obst und Joghurt?)Ich nehme mir jetzt mal ein Beispiel an dir😉und versuche es nochmal mit dem „NuramWochendegenießen“, wie man möchte…LG Birte

    • Claudia on 13. Juni 2018 at 08:48 geschrieben

      Liebe Birte, ich dachte immer ich frühstücke wahnsinnig gesund, habe ich ja auch, mein Frühstück hatte bloß wahnsinnig viel Energie: statt einer ganzen Schale Haferflocken nehme ich jetzt nur noch drei Teelöffel und schnippel mir noch mehr Obst rein, gern auch eine Banane. Mittags esse ich gern eine Gemüsebowl, mit ein bisschen Feta und Hummus. Und abends Salat, Gemüse, Fisch, mal ein Stück Fleisch.
      Für mich passt das super, ich freue mich während der Woche schon auf den Kuchen am Wochenende, esse aber auch die gesunden Sachen aus der Woche gern. Und ich habe nicht dieses „Verboten“-Gefühl… Kaum habe ich das, kann ich nämlich an nichts anderes mehr denken außer an das Verbotene ; )
      Alles Liebe,
      Claudi

  5. Sharon on 14. Juni 2018 at 10:44 geschrieben

    Fast vergessen, ich wollte doch auch noch meine Senf dazu geben 😉

    Ich finde es müsste eigentlich für „Mütter“ selbstverständlich sein, dass sie auf ihre Ernährung achten, denn das wirkt nicht nur auf den „Body“, sondern auch auf die Gesundheit. Vielen ist das nämlich garnicht bewusst, dass man durch die entsprechende Ernährung gesund bleibt, damit sind jetzt nicht nur Erkältungen sondern auch schwerwiegendere Erkrankungen gemeint. Wir Mütter wollen doch gesund bleiben, um für unsere Kinder da zu sein, wenn sie uns brauchen :-).

    Ich hätte da auch noch einen Regenwetter-Tipp, wenn euch mal die Decke auf den Kopf fällt und du nicht zum Joggen gekommen ist. Großer Spaßfaktor auch für die Kinder, wenn die mit dir zusammen ein 30-Minuten-Programm von Wellshaped.tv auf Youtube machen. Ich mache immer nur die Übungen im Stehen, das sind die wo eine stehende Silhouette auf blauem Hintergrund zusehen sind…

    Ansonsten habe ich mir ja nicht viel vor genommen für dieses Jahr, weniger Online Zeit, da arbeite ich auch noch dran. Was den Sport angeht war ich Dienstags immer eine Stunde vormittags schwimmen bis das Schwimmbad die Öffnungszeiten wegen Personalmangel ändern musste, sehr schade. Aber ich mache wieder Pilates, nachdem ich letztes Jahr einen Kurs hatte, jetzt einfach zu Hause.
    Spannend wird es Mitte September, da habe ich meine Prüfung zur Ernährungsberaterin und nachdem ich die Musterklausur gesehen habe, bin ich etwas demotiviert es überhaupt zu schaffen.

    Ansonsten nimmt alles so seinen Lauf und ich bin eigentlich ganz zufrieden.
    Liebe Grüße
    Sharon

  6. Das klingt alles richtig gut und schön und so positiv. Ansteckend positiv!
    Liebe Grüße
    Jutta

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