In meiner Brust schlagen zwei Adventsherzen. Eins schlägt für rotweißes Wichtelweihnachten, natürlich, niedlich, gut. Das andere ruft jedes Jahr: Ich! Will! Farbe! Es klopft schneller bei pinken Kerzen und glänzenden Kugeln. Dieses Jahr hab ich das erste Mal keine Lust, mich zu entscheiden. Ich will beides: Wichtel und Wahnsinn. Und ich habe zum ersten Mal eine heiße Adventskranz-Affäre…

Die Idee: Ich mache einen Adventskranz aus Kiefernzweigen, das mag ich immer am liebten und er duftet so gut. Darauf kommen ganz einfach vier dünne Kerzen, die dicken Adventskranzkerzen bekommen wir hier nämlich sowieso nie kleingebrannt. Meine Kerzenhalter sind von hier. Wenn meine Freundinnen zum verkicherten, rotwangigen Weihnachtsessen kommen, stecke ich pinke Kerzen drauf. Am liebsten welche in verschiedenen Pink-Tönen (meine Kerzen sind von hier). Dazu vier kleine Deko-Wabenherzen (von hier).

Fröhlich, feierliches Fremdgehen

Für die kuscheligen Adventssonntagsfrühstücke mit meinen Jungs tausche ich fix gegen weiße Kerzen und ein paar Papiersterne, die die Jungs geschnippelt haben. (Eine Anleitung dafür gibt’s zum Beispiel hier). Und dann hat einer meiner kleinen Wichtelfreunde im Laden noch auf vier knallrote Kerzen bestanden. (Und ich hab mich gefreut.) Die dürfen zur spätabendlichen Kakao-und-Vorlese-Stunde angezündet werden. Fröhlich, feierliches Fremdgehen, würde ich sagen. Hoho, ich freu mich drauf.


Die hübsche rosa Tischdecke, die so gut zum rosaroten Weihnachtsfest passt, ist von hier. In meine weiße Vasensammlung, die ich über Jahre hauptsächlich auf Flohmärkten zusammengetragen habe, kommen Waxblumen, Eukalyptus, hübsche weihnachtliche Zweige und rosa Amaryllis. Das ist festlich, auf ungewöhnliche Art sehr weihnachtlich – und flüstert doch schon leise Frühling. Ich liebe es.

Auch auf die Teller darf  als Namenskartenhalter ein feiner Kiefernzweig. Im Hintergrund sorgt ein Gummibaum für überraschendes Weihnachtsgrün. Ich liebe es, wie unterschiedlich mein schlichter Kranz allein durch andere Kerzenfarben aussieht. Im Hintergrund läuft Weihnachtsmusik – ich gebe immer „Vintage Christmas“ bei Spotify ein. Dann tanzen lässige Rhythmen durchs Haus.

Die prächtigen Sterne an der Wand sind aus Papier und werden von innen mit einer LED-Lampe beleuchtet. Sie bringen ein ganz besonderen Winterzauber in den Raum, ich kann mich nicht sattsehen an ihnen. Meine beiden Sterne sind von hier und von hier.

Darf nicht fehlen bei uns im Advent: Eine Kerze mit dem Countdown von 24 – 1. Wenn wir in den Herbstferien in Dänemark sind, kaufe ich gern dort eine, in Skandinavien haben diese Kerzen eine lange Tradition. Dieses Jahr ist unsere aus Holland von hier. (Die haben auch einen Onlineshop!). Besonders hübsch wird es mit der kleinen feinen Lichterkette, die auch noch leuchtet, wenn wir die Kerze für den Tag wieder auspusten.

Vor Jahren habe ich für meine Kinder eine spitze Wichtelmütze aus rotem Cord genäht. Sie wird jeden Advent herausgeholt und gern aufgesetzt. Ich liebe es, wenn plötzlich irgendwo hinter Möbeln eine rote Zipfelmützenspitze hervorguckt. Wärmt mich von innen ganz wunderbar weihnachtlich.

Wir werden auch in diesem Jahr außerdem wieder ganz viele Sterne aus Butterbrottüten machen, meine Jungs lieben das. Es geht so schön schnell und einfach. Dieses Jahr mache ich auch ein paar aus Packpapiertüten (siehe oben.) Ich liebe es, was für einen anderen Look die Sterne dadurch bekommen. Und die Naturfarbe passt so gut zu Kieferngrün.

Natürlich ziehen auch noch ein paar unser Evergreens ein: Der dicke, rote Kerzenständer aus Schweden auf die Küchenfensterbank. Im Winterfenster darf noch eine Schwups-Weihnachtsschwein-Girlande baumeln. Und mal sehen, was uns noch so einfällt. Unsere Adventsdeko darf wachsen. Es ist so schön zu sehen, wie es 24 Tage lang immer feierlicher wird.

Fotos: Ilona Habben

Macht es euch schön!

Claudi