Ich gebe gern Geld für Reisen und Blumen aus. Für Klamotten auch, oder für die Kinder. Seit unserer großen Ausmistaktion, fällt mir dabei allerdings Zurückhaltung leichter. Zu sehen, wie viele Dinge, die man glaubte zu brauchen, jetzt in die Tonne kommen, ist schwer zu ertragen. Stattdessen hab ich was entdeckt, was sich gerade echt unbezahlbar anfühlt…

Ich mache Dinge nur für mich. Ich backe unordentliche Plätzchen, ich decke den Tisch liebevoll, aber in blödem Licht, ich koche lecker, aber nicht fancy. Das mag für viele komplett normal klingen, für mich ist es besonders, weil ich als Content Creatorin aus allem Content machen könnte. Jahrelang hat mir das Spaß gemacht, hab ich es einfach gemacht. Jetzt fällt es mir schwerer, es geht mir nicht mehr so von der Hand, es stresst mich – und ich lasse es oft.

Ich teile immer noch gern Dinge, ich liebe meinen Job, aber mein größter Luxus ist es inzwischen, Dinge nur für mich zu machen. Das fühlt sich geradezu verrucht und unvernünftig an – genauso, wie sich Luxus anfühlen muss.

Claudi