Mein Aha-Urlaubsmoment (enthält Eigenwerbung)

Feb
05/19

Ich nehme aus allen Urlauben etwas mit: Erinnerungen an lange laue Abende, Muscheln, manchmal auch Dankbarkeit, in dem Land zu leben, in dem ich lebe. Und manchmal ein Baby im Bauch. Es gibt da aber ein paar Momente, die ganz besonders besonders waren. Die sich fett unterstrichen in mein Kopftagebuch geschrieben – oder eine Ecke eingeknickt haben, so dass ich automatisch immer wieder ihre Seite öffne. Einen dieser Momente hatte ich im suppenheißen New York im Juni vor sieben Jahren…

André und ich sind damals vier Wochen durch die USA gereist: Durch Maine, Boston, die Hamptons bis nach New York. Ich erinnere unseren Trip bis heute: dauerlächelnd, einkindglückselig, in grellbunten Farben (wie die Fotos der Reise, die ich beinahe alle mit dem damals todschicken Hipstamatic-Filter schoss.) Wir hatten nicht viel Geld (André war noch Student, ich in Elternzeit), aber das war egal, wir aßen abends Käsebaguettes auf dem sonnenverbrannten Central Park Rasen und hatten uns per Airbnb ein günstiges Zimmer in einer WG gebucht.

Die Wohnung lag super central, die Jungs in der WG waren irre nett und teilten am ersten Abend ihre Macceroni Cheese mit uns. Allerdings war New York zu dieser Zeit beinahe 40 Grad heiß – draußen und drinnen. Die Wohnung hatte kaum Fenster – und in Downtown gab es ohnehin kein Lüftchen. Wir dauerklebten herum wie die Käsesoße auf dem Nudelauflauf.

Mein kleiner Größter trank damals jede Nacht mehrmals eine Milch, ich musste also nachts aufstehen und ihm in der ofenwarmen Mini-Küche eine lauwarme machen. André hat einen Schlaf wie Stahlbeton. Der hört nichts. Also stand ich auf, schlich in die Küche, machte die Milch. Was nervig genug war. Ganz gruselig waren allerdings: die Küchenschaben. Ich wusste nach dem ersten Mal: Sie waren überall, lagen karamellfarben in der klebrigen Hitze herum, fingerlang, auf der Küchenplatte, in der Spüle, hinter der Spüle, auf dem Boden, um meine Sandalen herum. Noch schlimmer war ihr Geräusch, ein zähes Knacken und Knirschen. Manchmal konnte ich nicht schlafen, aus lauter Schabenbammel.

Morgens waren sie weg, zumindest sah und hörte man nichts mehr. Schliefen vielleicht in den Abseiten ihren Küchenabfallrausch aus.

Ich denke oft an diese Reise zurück, sie war großartig, trotz Schabenschock. Etwas Gutes hatte aber auch das: Ich ahnte in diesem Moment, dass Babynächte, egal wie anstrengend sie bei den folgenden Kindern noch werden würden, niemals wieder so eklig sein dürften, wie in dieser New Yorker Mini-Küche. Das hat mich manchmal grinsen lassen beim Stillen, todmüde, mitten in der Nacht.

Habt ihr auch so einen Urlaubs-Moment? Ein Moment, in dem ihr direkt wusstet, dass ihr ihn nie mehr vergessen würdet? War vielleicht sofort klar, das danach alles anders sein würde?

Ich warte gespannt beim Tee (New Cheesecake Style) auf eure Geschichten, erzählt sie doch kurz, bis einschließlich Samstag, 9. Februar 2019 in den Kommentaren. Drei Geschichten belohne ich mit je einer Ausgabe meines Bilderbuches „Schwups fährt in die Ferien“

Für das kleine Schwein aus meiner Bilderbuchreihe ist der Sprung ins Meer übrigens so ein Aha-Moment. Seitdem denkt Schwups bei jeder Matschpfütze an das Gefühl von heißem Sand unter den Hufen, Sonne auf den Borsten und Salzgeschmack auf der Schweinezunge…

Und wir Eltern? Uns dürfte das Rückbankspektakel der kleinen Schweine auf der langen Fahrt sehr bekannt vorkommen. Die perfekte Lektüre also für die Wochen vor dem Urlaub, die Fahrt dahin und das Ferienhaus.

Alles Liebe,

43 Kommentar zu “Mein Aha-Urlaubsmoment (enthält Eigenwerbung)

  1. Yvonne on 5. Februar 2019 at 20:32 geschrieben

    Liebe Claudi!
    Deine Geschichte hat mich sehr schmunzeln lassen 😉
    Neben allen lustigen, schönen und schaurigen Geschichten aus dem Urlaub, fällt mir gleich folgendes ein und lässt mich warm ums Herz werden…
    Das erste Mal das 1. Baby im Bauch spüren – wie ein kleiner Schmetterling 🙂 ich habe mich so gefreut! Kurz davor bin ich noch mit dem Liebsten durchs Meer geschwommen! Wir waren in Sardinien (Porto Rotondo)! Auf der Liege spürte ich dann unser kleines Fräulein das erste Mal im Bauch – werde ich auch nie vergessen!

  2. Christine on 5. Februar 2019 at 20:36 geschrieben

    Wir waren vor drei Jahren im Sommer auf Spiekeroog, der Große war gerade 4 Jahre alt, der kleine gerade 3 Monate. Unsere Wohnung war ein Traum. Ich saß allerdings mit einem schreienden Baby vor dem Haus oder bin den Weg mit ihm im Arm auf und ab gelaufen. Dann kamen aus der oberen Wohnung herrliche Gute-Nacht-Lieder. Gesungen von Johannes Strate (Revolverheld). Sein Papa hatte doch tatsächlich die Wohnung über der unseren. Und Johannes war mit seiner kleinen Familie für ein paar Tage dort. Wir haben ihn und seine Familie öfter getroffen, gequatscht und das Schönste war, dass unser „Großer“ ein Foto mit Johannes hat. Es war ein wunderschöner und besonderer Urlaub!!!

  3. Verena Ruck on 5. Februar 2019 at 20:41 geschrieben

    Ich werde nie vergessen, als ich mit meiner besten Freundin im Winter auf Spiekeroog war und ich das erste, und bis jetzt auch einzige mal, auf einem Islandpony den Strand entlang galopiert bin! Da ist einer meiner Herzenswünsche in Erfüllung gegangen! Meine Freundin hatte mir das zum Geburtstag geschenkt. Ich hätte mir das nicht geleistet…
    Der Himmel war grau, das Meer war grau, der Sand war grau und mein Pony auch! Und es war perfekt!

  4. Steffi on 5. Februar 2019 at 20:53 geschrieben

    Wir hatten ein ähnliches Erlebniss ebenfalls in den USA wir fuhren von Atlanta über Florida nach Alabama wir hatten richtig tolle Apartments Hotels und Motels bis auf eins, am crystal River das war das einzige was da war als wir recht spät ankamen und weil wir morgens in der früh gleich weiter zu den Manatis wollten nahmen wir es in Kauf, es ist nur eine Nacht es wird schon gehen. Wir packten nix aus – lagen uns nur auf das „Bett „ – ich werde es niemals vergessen- war das schlimm – soviel Krabbelviecher in einem Zimmer das Brummen der alten Klimaanlage die noch mehr Viecher hoch pustete – nach kurzer Zeit schauten wir uns an und dachten das selbe. Nix wie weg- wir schlafen im Auto 😅 ich war immer ordentlich, nie Mega pingelig, seitdem bin ich eine Putzfee 😂 das Motel hat Spuren hinterlassen obwohl es nur wenige Stunden waren wird es immer in Erinnerung bleiben, heute lachen wir natürlich drüber 😂
    Viele Grüße
    Steffi

    • Claudia on 6. Februar 2019 at 10:41 geschrieben

      Liebe Steffi, vielleicht magst du mir die Adresse des Motels verraten.
      Manchmal wär ich nämlich gern eine Putzfee. Schöne Geschichte, vielen Dank!
      Claudi

  5. Natalie on 5. Februar 2019 at 21:08 geschrieben

    Hach. Wie schön mal wieder an diesen einen Morgen auf Korsika zu denken. Mein Mann (damals noch Freund) zwang mich (Gott sei dank) zur mehrtägigen Tour durch dieses wundervolle Land. Die erste Nacht verbrachten wir im Stall eines verlassenen Bergbauernhofes. Abends mit Lagerfeuergeruch und Nieselregen eingeschlafen, morgens mit Eseln und Kühen am Zelt und Zaun knabbernd und muhend aufgewacht. Strahlend blauer Himmel, Zuckerwattewölkchen und ein Kribbeln im Bauch wie selten davor und auch selten danach. Zum Frühstück gabs Käse und Baguette auf dem Holztisch mit Blick in die weite Ferne.. Hach ach ach.

  6. Kathrin on 5. Februar 2019 at 21:16 geschrieben

    Mein unvergessliches Urlaubserlebnis ist die Geburt unseres Sohnes! 🙂
    Wir waren 2016, 6 Wochen vor ET im wohlverdienten letzten Urlaub zu dritt. Die Wochen zuvor haben wir unser neues Eigenheim renoviert.
    Wir reisten am Sonntag an, verbrachten zwei schöne Tage am Strand, auf dem Spielplatz und mit Spaziergängen… In der Nacht von Montag auf Dienstag machte sich dann unser Kleiner auf den Weg! 6 Wochen zu früh aber zum Glück fit und kerngesund! Mein Mann und die große Schwester verbrachten den Rest des Urlaubs zu zweit und der kleine Mann und ich im KH. Nach 8 Tagen durften wir nach Hause… So haben wir das schönste Urlaubsmitbringsel mit nach Hause gebracht und werden diesen Urlaub garantiert nie vergessen! 🙂

  7. Marina on 5. Februar 2019 at 21:24 geschrieben

    Hallo liebe Claudi,

    auch von mir gibt es eine Geschichte aus New York: wir waren für zehn Tage dort. Ohne ins Detail gehen zu wollen 😉 aber in diesen Tagen hat sich unser erster Sohn auf den Weg zu uns gemacht. Ich war mir damals noch nicht sicher, ob es geklappt hat. Lag aber bei strahlendem Sonnenschein mit toller Musik auf den Ohren und Hand auf dem Bauch im Central Park und hatte mir insgeheim vorgestellt, wie es wohl wäre, wenn…
    Unvergesslich! Und gestern ist er 3 Jahre alt geworden 😍

    Liebe Grüße
    Marina

    • Claudia on 6. Februar 2019 at 10:38 geschrieben

      Hihi, super. Und was hast du für Musik gehört? „American Boy“??? ; )
      Auf das beste Mitbringsel,
      alles Liebe,
      Claudi

  8. Hannah on 5. Februar 2019 at 21:26 geschrieben

    Ich hatte diesen einen Moment an dem ich wusste dass ich mein Leben jetzt ändern kann während unseres Schottlandtrips mit unseren zwei Jungs, den wir in unserem selbstumgebauten aber viel zu kleinem „Camper“ letztes Jahr wagten.
    Wir waren bereits 3 Wochen durch die Lande gezogen, haben jeden Abend ein neues idyllisches Plätzchen für die Nacht gefunden, ich hatte gelernt, fast gänzlich auf Standart-Hygiene zu verzichten (Trockenshampoo, yeah!) und gesunde Mahlzeiten auf 2,4qm zuzubereiten und mit zwei zappeligen Jungs + unroutiniertem Papa eng zusammengequetscht zu verspeißen.
    Was ich nicht gelernt hatte war, meinen deutschen Kontroll – und Planungsmenschen auszuschalten und einfach nur zu genießen. Da standen wir nun an einem traumhaften Fleckchen direkt an Nessi’s Loch und ich hatte die Männer aus dem Bus geschmissen weil ich mit den Nerven am Ende war. Warum konnten wir nicht wie normale Menschen in den Urlaub gehen und mussten uns stattdessen zu viert ohne Komfort auf so engem Raum abgeben, warum zeigte mein Mann keine Eigeninitiative, warum waren die Kinder so doof, warum konnte ich um Himmels willen nicht abschalten???
    Eine halbe Stunde hab ich gehadert, wollte die Reise abbrechen oder die Scheidung, hab mich dann aber doch für etwas anderes entschieden, nämlich: nicht mehr alles im Griff haben zu müssen.
    Als ich aus dem Bus gestiegen bin mit verheultem Gesicht, saß mein Mann mit den Jungs unten am Ufer des Loch Ness, sie hatten das schönste Lagerfeuer der Welt gemacht, die Jungs hatten Bratäpfel an ihren Stöcken und Abenteuer im Kopf, mein Mann ein umwerfendes Lächeln und ein großes Glas Wein für mich. Und das alles ohne dass ich meine Finger im Spiel hatte.
    Die weiteren 3 Wochen unseres Roadtrips waren dann das schönste was wir unserem Leben als Familie erleben durften.
    Liebe Grüße, Hannah

  9. Sarah on 5. Februar 2019 at 22:09 geschrieben

    Ohja, ich erinnere mich an Südafrika vor genau einem Jahr…die Schaben in der Küche – wie riesig die waren!!! Und dann das dieses Wissen: unsere Familie wird nun doch auch riesig: ein neuer Mitbewohner ist in meinem Bauch! Und wir werden uns von niemand & keiner Schabe dieser Welt irritieren lassen & die Schönheit der Welt genießen…

  10. Laura on 5. Februar 2019 at 22:14 geschrieben

    Wir waren mit unserem Großen auf einer Kanadatour mit dem Wohnmobil, gerade auf Vancouver Island unterwegs. Wir hatten-getrennt voneinander, abwechselnd, damit einer auf das Baby aufpassen kann-eine Whalewatching Tour gemacht. Ich bin leider seekrank geworden, trotzdem ist mir diese atemberaubende Landschaft und Natur in Erinnerung geblieben. Das Highlight kam am Abend: mein Mann war eine Weile am Strand gewesen, kam wieder und sagte, es sei ein Wal gestrandet. Ich glaubte ihm natürlich nicht, ging aber trotzdem mit, denn ich ahnte und hoffte es: in einer kleinen Bucht nahe Tofino hat er mir, das Baby in der Trage, einen Heiratsantrag gemacht. Seitdem habe ich immer wieder Sehnsucht, an diesen Ort zurückzukehren.

    • Claudia on 6. Februar 2019 at 10:32 geschrieben

      Oh wie schön! Dein Wal-Moment. Ich habe meinen Heiratsantrag übrigens auch auf dieser Amerika-Reise bekommen.
      Es war ein Waschbären-Moment ; )
      Alles Liebe!

  11. Jenny Fee on 5. Februar 2019 at 22:21 geschrieben

    Hallo Claudi,
    einen Moment den ich nie vergessen werde, war ebenfalls in New York. Ich war für eine Woche mit meinem Mann, unserer 1 Jährigen Tochter und dem Großen ,fast vier, da. An e einem Nachmittag sind wir ins Met. Ich dachte vorher, dass wird bestimmt anstrengend. Aber stattdessen hat der Große ewig vor jedem Bild und Ausstellungsstück gestanden. Diese Begeisterung werde ich nie vergessen. Der ganze Urlaub war besonders und hat uns so richtig Urlaubsmutig gemacht.
    LG

    • Claudia on 6. Februar 2019 at 10:16 geschrieben

      Das glaube ich sofort! Das ist eine Sache, die mich auch immer überrascht.
      Wie unverkrampft und neugierig Kinder auf Kunst zugehen.
      Einfach herrlich.
      Danke fürs Erzählen,
      Claudi

  12. Mary Lou on 5. Februar 2019 at 22:27 geschrieben

    Im Sommer 2015 sind wir einen Tag nachdem uns der Arzt bestätigt hat, dass ich schwanger bin, nach Schweden in den Urlaub gefahren. Auf der Fähre saß neben uns eine junge Familie mit Baby und in diesem Moment wurde mir so richtig klar, dass das quasi unser erster Urlaub zu dritt ist und wir von nun an verantwortlich für dieses kleine Krümelchen in meinem Bauch sind. Ich werde diesen Schweden Urlaub nie vergessen 🙂

    • Claudia on 6. Februar 2019 at 10:15 geschrieben

      Das stimmt! Unseren letzten Urlaub zu zweit (mit Bauch) werde ich auch nie vergessen.
      So besonders!
      Alles Liebe,
      Claudi

  13. Marie on 5. Februar 2019 at 23:08 geschrieben

    Gardasee 2013. Letzter Urlaub zu zweit. Naja so halb. Ich war im 5. Monat.
    Abends warteten wir seit 3 Stunden auf die Fähre zurück. Neben uns eine Familie mit 3 Kindern. Jedes hatte inzwischen ein Eis in der Hand. Alle waren von oben bis unten schokoladisiert. Und das jüngste schlief mit dem Kopf auf dem Schoß des Vaters ein…. Während ihr Eis langsam auf seine FlipFlops tropfte und er ihre blonden Haare streichelte.
    All das passierte völlig unaufgeregt und unkommentiert und war so unglaublich liebevoll und schön.
    Dank der Hormone bekam ich nasse Augen und die Vorfreude wuchs.

    Heute habe ich zwei Kinder und finde Schokolade in meinen FlipFlops gar nicht sooo schön…
    Muss aber immer an die Schokoschnuten vom Gardasee denken und an das Gefühl und dann ist es gar nicht mehr so schlimm.

  14. Olga on 6. Februar 2019 at 08:02 geschrieben

    Ein Moment, den ich gern erzähle und wo ich auch immer wieder daran denke. Vor 1,5 Jahren sind wir (Mein Mann,unsere Tochter und ich) mit meinen Schwiegereltern an die Ostsee gefahren. Ich hatte unsere Zwillinge im Bauch. Eine Nacht vor der Fahrt habe ich geträumt,dass mein Sohn oben quer in meinem Bauch liegt und die Zwillingsschwester unten im Bauch.Ich kannte die Geschlechter der Kinder vorher nicht. Als wir beim Fisch essen saßen,erzählte ich meinen Traum und meine Schwiegereltern haben sich so sehr gefreut. Nach dem Urlaub hatte ich einen Kontrolltermin,und die Ärztin bestätigte mir meinen Traum zu 100%. Es war unbeschreiblich dieses Gefühl,die Tiefe Verbundenheit zu meinen Kindern.

  15. Nina on 6. Februar 2019 at 09:43 geschrieben

    Ich denke immer gern zurück wie wir im September 2016 eine unerwartet heiße Woche an der Nordsee verbrachten. Der Weg zum Strand führte über einen Feldweg,an dem links und rechts Mais wuchs. Dort war es immer noch etwas heißer,roch so gut nach Sommer, total abgeschirmt von allem anderen und mein Herz platze in diesem Moment vor Glück weil ich dachte ich hab genau das was ich immer wollte, eine Familie, zwei Kinder und einen Mann,besser geht es nicht…ich schreibe das mit meinem schlafenden,nie erwarteten dritten Kind auf dem Arm, ist also Zeit für neue aha Momente im nächsten Urlaub 😊

  16. Uli on 6. Februar 2019 at 09:51 geschrieben

    Ich habe da ein ganz ähnliches aha- Erlebnis, das mich seit dem Urlaub mit kind1 durch sämtliche Nächte trägt…
    ein altes Bauernhaus, ein airbnb Zimmer mit matratzenlager am Boden und unglaublich netter Vermieter-Familie. Am ersten Abend fielen wir todmüde aber glücklich und satt ins Bett bzw. auf die -sehr bequemen – Matratzen. Beim ersten stillen hörte ich überall um mich herum ein kribbeln und trippeln und hin und wieder eine Art rumpelndes gerenne… das Baby schlief entspannt an der Brust weg, der Mann brummte auf meine leicht hysterischen nachfragen irgendwas und schlief wieder ein.
    Licht an- nichts zu sehen. Licht aus- trippel tippel! Ich bin fast Wahnsinnig geworden. Bis ich am Morgen gesehen habe, dass die Schokoladen neben meiner Matratze (eigentlich urlaubsmitbringsel) durch die Verpackung angenagt war.
    Ich habe also unsere Vermieter leicht panisch beim Frühstück gefragt… die mir ganz entspannt erzählen, dass das ‚die Mäuse ‚ gewesen sein müssen. Das rumpelrennen eine der Katzen, die im Zwischenboden auf Mäuse jagt geht jede Nacht. Und die Mäuse, tja, die kamen jede Nacht und machten mich kirre (so, so viele!!!) und geben mir nun das gute Gefühl, dass die stillnächte nie wieder so ekelig, so durchwacht, so unruhig sein werden (und waren, auch nicht mit mehreren Kindern!) wie damals im Wald am See im Sommer.
    (Und gut zu wissen, wie gut man die Tage im babyglück auch nach durchwachten Nächten übersteht)
    Ich glaube mich haben die vier Tage dort sehr, sehr viel Mamagelassenheit geschenkt. Was für ein Glück, dass es diese Mäuseplage gab!

    • Claudia on 6. Februar 2019 at 10:12 geschrieben

      Mäuse, Kakerlaken, Schaben: alles Eins-A-Erziehungsberater….
      Danke dir für diese schöne Geschichte.
      Alles Liebe,
      Claudi

  17. Mareike on 6. Februar 2019 at 09:58 geschrieben

    Hallo Claudi,
    eine Urlaubserinnerung, die ich nicht vergessen werde ist unser Mittsommer in Schweden vor einigen Jahren.
    Die Kinder waren viereinhalb und das Wetter den ganzen Urlaub durchwachsen. Zwar meist trocken, aber max. 15 Grad.
    Wir waren auf einem Campingplatz auf einer Halbinsel in der Nähe von Stockholm und die anderen Familien, die wir dort kennengerlernt hatten, wollten alle zum Mitsommerfest in den Skansen fahren. Das war uns aber zu rummelig und so wollten wir, auf Empfehlung der Frau aus der Touristeninformation des Ortes, zur Wiese an der Dorfkirche. Dort, so wurde uns gesagt, gäbe es einen Baum zum gemeinsamen Schmücken und Musik und Tanz und wir sollten uns ein Picknick mitnehmen, denn das würden alle machen.
    Wir waren sehr gespannt, haben vormittags mit den Kindern Blumenkränze gebunden und sind dann mit dem Bus ins Örtchen gefahren.
    Die Stimmung war mäßig, da der Junior nur Quatsch im Kopf hatte, mein Mann öffentliche Verkehrmittel hasst und er dann zu allem Überfluss, als er sich um den Junior kümmerte, die Picknickdecke im Bus vergas.
    Bus und Picknickdecke waren weg, die Stimmung erstmal im Keller, aber wir wollten trotzdem Mitsommer feiern.
    Dank des unbeständigen Wetters hatten wir Jacken dabei und damit eine Deckenalternative.
    Außer einer kleinen Bühne für die Musiker, dem Mitsommerbaum, der von allen Anwesenden gemeinsam geschmückt wurde, einem Eisstand und zwei Dixiklos gab es nichts. Alle hatten ihr Picknick mit und die Wiese füllte sich nach und nach mit immer mehr Menschen. der Spielplatz am Ende der Wiese war gut frequentiert und es war einfach ein buntes Gewimmel.
    Die Musiker kamen und spielten (Mitsommer-?) Volkslieder. Dazu wurde der Baum aufgerichtet und ein paar Tänzer begannen drum herum zu tanzen.
    Anschließend wurden alle, die Lust hatten aufgefordert mit zu tanzen und so tanzten am Ende bestimmt 500-1000 Menschen in 3-4 Kreisen buchstäblich Hand in Hand um den Mitsommerbaum.
    Für uns war es ein wundervoller Nachmittag, der Abends mit den anderen Familien auf dem Campingplatz am Seeufer ausklang. Wir erzählten uns gegenseitig vom Tag und die Kinder spielten bei 8 Grad im Wasser und am Strand herum, beim wundervollen Licht der Mitternachtssonne.
    Unvergesslich!

    • Claudia on 6. Februar 2019 at 10:11 geschrieben

      Das klingt super! Da erinnere ich mich an mein Mittsommer in Schweden. Auf unserer Hochzeitsreise, in Skansen, Starkregen, zehn Grad.
      Ich sag mal so: Wir hätten uns fast gleich wieder scheiden gelassen…. ; )
      Alles Liebe!!!

  18. Liebe Claudi,
    tolle Aktion! Ich lese alle Geschichten mit Genuss!!!

    Aus der nordfriesischen Provinz bin ich in den Hamburger Speckgürtel gezogen und damit offiziell zum Stadtmenschen erklärt worden. Urlaub im Herbst auf dem Land mit meinen Eltern. Mein Großer war ca. zwei Jahre alt und trug Gummistiefel, Regenhose und Regenjacke. Mein Vater fragte: „Wat is ER denn? Krabbenfischer auf den Lofoten?“ Ich grinste ironisch mein „so sind wir Stadtmenschen halt“-Grinsen und wir gingen spazieren. An der ersten großen Pfütze stolperte der Krabbenfischer und landete bäuchlings im Wasser. Stand auf und ging bester Laune weiter. Wieder grinste ich meinen Vater an.

    Mach Dein Ding, sei gelassen, lass Dich nicht aus der Ruhe bringen. Sei gelassen, weil Dein Kind nicht nass wird. Sei gelassen, wenn einer Bemerkungen macht.

    Und: nimm die Gelassenheit mit in Situationen, in denen Dein Kind ohne Regenausstattung in die Pfütze fällt 🙂

    Alles Liebe – Claudia

  19. Ricarda on 6. Februar 2019 at 15:09 geschrieben

    Ach wie Herrlich, so viel tolle Urlaubs- Momente!

    Mir fallen spontan ein paar ein aber einer hat sich unweigerlich eingebrannt. Wir waren in Florida, hatten ein Ferienhaus mit Pool gemietet. Die Kinder waren ca. 4,5 Jahre und wir sind alle zusammen in Pool gegangen. Wir waren noch keine 30 Sec. im Pool als ich etwas schwarzes, langes im Wasser sah. Zuerst gab ich meinen rationalen Gedanken nach wie, die Kinder haben einen Stock oder Algen vom Strand mit eingeschleust, als mein Instinkt Alarm schlug. Noch heute ist mir unklar wie ich so ruhig reagiert habe und allen gesagt habe, sie sollen sofort und auf direktem Weg aus dem Wasser. Überraschenderweise haben auch alle aufs Wort gehört und ohne Genörgel, warum oder wieso den Pool verlassen. Wir hatten eine Schlange im Pool!
    Dazu muss ich sagen ich habe eine ausgewachsene Schlangenphobie. Ich habe Urlaubserinnerungen mit Schlangen wo ich absolut nicht in der Lage war rationell zu reagieren, geschweige denn zu artikulieren. Aber an diesem Tag ist mir das zum ersten (!) Mal gelungen. Und ich war stolz auf unsere Kinder das sie (obwohl sie noch so klein waren) den Ernst der Lage erkannten und mir blind vertrauten.
    Letztlich war die Situation völlig ungefährlich, da es sich um eine absolut nützliche und ungiftige Natter Art handelte. Für die Kinder wurde es zum großen Natur Abendteuer. Leider nicht für mich, ich wurde noch Nächtelang davon verfolgt und auch in Pool bekam mich in diesem Urlaub keiner mehr 😉

    Liebe Grüße
    Ricarda

  20. Sarah on 6. Februar 2019 at 15:16 geschrieben

    Hallo Claudia,

    ich sitze seit Minuten auf meinem Sofa und frage mich von welchem Moment ich erzählen soll und muss dabei grinsen, weil es tatsächlich soviele kleine Momente gab, die Klarheit, Liebe und Gelassenheit in mein Leben gebracht haben. Gerade wird mir klar, was ich für erfülltes Leben führe.
    Also noch ein Aha-Moment, diesmal bist du Schuld. 😉

    Aber eine meiner Lieblingsgeschichten: 4 Wochen Bretagne mit unseren fast 1jährigen Tochter. Ich hatte Geburtstag und allen Bemühungen meines Mannes zum Trotz, der Tag war ein Desaster. Das Kind übel gelaunt, wir sind in ein Gewitter gekommen und wurden klatschnass, das Café hatte geschlossen usw..
    Irgendwann war ich vollkommen frustriert und habe verkündet, dass wir jetzt einfach vergessen, dass das ein besonderer Tag ist und habe ein paar Tränen verdrückt… Ich habe meine Erwartungen losgelassen und auf das konzentriert, was jetzt gerade um mich herum war, meine Familie und das Meer.
    Eine Stunde später machte meine Tochter ihren ersten freien Schritt, hinter ihr ein spektakulärer Sonnenuntergang..

    Liebe Grüße
    Sarah

  21. Nina on 6. Februar 2019 at 16:54 geschrieben

    Am Ende einer mehrtägigen Wanderung durch die schottischen Highlands, bei der wir im Zelt schliefen und nur mit den absolut nötigsten Nahrungsmitteln auskommen mussten, standen wir im Regen an einer einsamen Straße und hofften per Anhalter von dort in die nächste Stadt zu kommen. Mitgenommen hat uns der bestens gelaunte Fahrer eines leeren Schulbusses, der gerade eine Schulklasse zu einem Ausflug gefahren hatte. An Bord hatte er noch etliche Lunchpakete der Kinder, die übrig geblieben waren und die er uns mit breitem Grinsen überließ. Wir fühlten uns alleine in dem großen warmen Bus mit all dem Futter, wie im Paradies!

  22. Nina on 6. Februar 2019 at 17:02 geschrieben

    … der Nachsatz fehlte noch. Dies Erlebnis ist eins, das mich immer wieder daran erinnert, was wir hier für ein komfortables Leben führen und wie dankbar man bereits für Kleinigkeiten wird, wenn man auch nur mal ein paar Tage auf all den Komfort verzichtet.

  23. Laura Decker on 6. Februar 2019 at 20:07 geschrieben

    Ich werde mich wohl immer an einen wunderschönen Abschluss meiner Studienzeit in Australien erinnern.
    Mein damaliger Freund holte mich quasi aus Australien ab. 1 Jahre hatten wir überstanden und für mich sollte ein großer Wunsch in Erfüllung gehen. Zum Jahreswechsel das Feuerwerk in Sydney zu sehen. Es war ein magischer Moment. Gerade und vielleicht genau deswegen, weil er mir kurz vorher einen Heiratsantrag machte. Weil der Platt jedoch sehr überfüllt war und er einen ruhigen Ort gesucht hatte, wählte er einen Platz, quasi direkt neben den Dixi Klo’s. Zu dem Zeitpunkt wusste ich, den Heiratsantrag, mit Blick auf das Sydney Opera House direkt neben den Dixi Klo’s werd ich wohl nie vergessen 😉

  24. Tinchen on 8. Februar 2019 at 07:50 geschrieben

    🙂 Liebe Claudi, mein Urlaubsmoment ist schon eine kleine Ewigkeit her! Wir hatten gerade Abi gemacht, der Sommer lag vor uns wie eine wunderbar weite Blumenwiese, das FSJ sollte im Herbst beginnen, wir hatten also gefühlt sehr laaaaaaaaaange frei! Wir kratzten unser Geld zusammen, packten unsere Rucksäcke, schnappten unsere Fahrräder und fuhren mit der Bahn nach Flensburg. Von dort ging es dann an der Ostseeküste entlang nach Dänemark, quer durch Dänemark hindurch und an der Nordseeküste wieder in Richtung Süden! Wir fuhren mit dem Rad die ewig lange Brücke nach Romo und waren hinterher so was von erschöpft!
    Auf einem Campingplatz schlugen wir unser Zelt auf, liefen mit letzter Kraft zum Bauernhof in der Nähe, kauften dort Milch, Eier, Kartoffeln und Blumenkohl! 🙂 Später saßen wir am Strand und aßen das leckerste Eier-Kartoffel-Blumenkohl-Menü aller Zeiten! Die Sonne ging spektakulär unter, die Wellen schwappten stetig um unsere Füße herum, wir waren erschöpft und einfach nur glücklich!

    Alles Liebe! Tinchen

  25. Jeannine on 8. Februar 2019 at 17:48 geschrieben

    Hallo Claudia,

    vor ein paar Jahren waren wir in den Herbstferien an der schönen Ostseeküste. Unweit von unserem damaligen Urlaubsort befindet sich ein wunderschöner und wirklich sehr zu empfehlender großer Vogelpark mit vielen Angeboten für Kinder, einer Vielzahl von Spielplätzen, einer Greifvogelshow und einem begehbaren Gehege mit gefühlt Hunderten von Wellensittichen in allen Größen und vor allem in soviel tollen Farben. Es war wie im Farbrausch. Das war natürlich der Knaller für meine Kids. Wir, also dort hinein und die kleinen zutraulichen Vögel kamen und setzten sich bei uns überall hin. Auf die Arme, auf die Schultern, auf den Kopf und die Hände, auf die Schuhspitzen sogar bis in die Kapuze unserer Jacken drangen sie vor und eroberten ihr Terrain. Die Kids waren völlig aus dem Häuschen und knuddelten und streichelten die süßen Vögel. Nach einer halben Ewigkeit und mit viel Überredungskunst konnten wir das Gehege kurz vor Schließung des Parks verlassen. Es dunkelte bereits und dann sah ich es. Wir waren allesamt von oben bis unten mit kleinen schwarz weißen Wellensittichkringeln dekoriert worden. Erst war ich ganz schön sauer darüber, aber dann haben wir alle so herzhaft darüber lachen müssen, dass es uns dann auch nichts mehr ausmachte.
    Und da war er unser Aha Moment.
    In einer Sekunde kann das Leben unheimlich besch……. und ungerecht sein und dann auf einmal ist es wieder so lustig und unheimlich schön und lebenswert.
    In diesem Sinne.
    Ganz liebe Grüße
    Jeannine

  26. Lilly on 9. Februar 2019 at 01:52 geschrieben

    Urlaub auf den Malediven: Aug in Aug mit einer Meeresschildkröte! Hach! 🙂 Das war für mich als großer Meerestierliebhaber in diesem Moment ebenso überraschend wie unvergesslich!

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