Meine Kinder lieben Yoga. Warum? Weil es so lustig ist. Daher mache ich es neuerdings an manchen Tagen gleich zwei Mal: Morgens ganz entspannt nur für mich. Und nachmittags mit einem Kind oder mehreren. Eine super schöne Sache um gemeinsam Zeit zu verbringen. Und sehr, sehr lustig…

Tatsächlich fühlte ich auch in der allerersten Yogastunde meines Lebens vor allem eins: Einen übergroßen Lachanfall im Bauch. Ich war Mitte 20, gerade frisch nach Hamburg gezogen und hatte mich von einer Freundin auf eine lila Matte in ein hippes Studio quatschen lassen.

Statt sportlichem Dehnen sollten wir bloß atmen, was ich für sich schon komisch fand. Dann, gleich während der ersten Runde Wechselatmung, der Anuloma Viloma, sauste eine ordentliche Ladung Schnutt aus meinem rechten Nasenloch. Wir prusteten uns ab dem Moment durch die Stunde und hatten am nächsten Tag Lachmuskelkater.

Ich habe danach viele verschiedene Kurse besucht und im Garten gedehnt. Inzwischen mache ich Yoga meistens online oder einfach aus dem Kopf heraus. Mit den Kindern nutze ich die schönen Yogakarten und Bücher aus dem Ellermann Verlag. Sie liegen bei uns in einem Korb im Wohnzimmer. Ab und zu legen die Kinder auch allein damit los.

Es gibt zum Beispiel die kleine Box „Kleine Yogapausen“ mit 30 Vorlesekarten zum Bewegen und Entspannen. Vorn auf der Karte ist jeweils eine hübsche Illustration der Übung. Sie ist so genau gezeichnet, dass die Kinder die Übung nachmachen können, ohne dass sie den Text auf der Rückseite lesen müssen. Sie können sich also auch ganz allein damit beschäftigen.

Größere Kinder – oder Mama oder Papa – lesen auf der Rückseite erst die kleine Geschichte vor und dann die Übungsbeschreibung. Es steht auch immer daneben, wofür die Übung gut ist, was ich total interessant finde.

Kannst du brüllen wie ein Löwe?

In dem Buch „Kindeyoga – Eine Mitmachsafari für Kleine“ nimmt uns Erdmännchen Govinda mit in die afrikanische Steppe. Wir beobachten, wie Elefanten ihren Rüssel bewegen oder sich Giraffen zum Wasserloch strecken und entwickeln daraus ganz einfach kinderleichte Yogaübungen.

Nebenbei lernen wir verschiedenen Atemtechniken kennen und erfahren, warum Yoga eigentlich so gut tut. Kleiner Spoiler: Es macht beweglich, baut Ängste und Aggressionen ab und erhöht das Selbstwertgefühl und die Konzentration. In dem wir sie an Yoga heranführen, können wir ihnen eine Möglichkeit zeigen, mit dem Druck und der Reizüberflutung unserer Welt umgehen zu lernen.





Yoga hat so viele Vorteile. Ich kann dabei ganz wunderbar entspannen. Ich habe keine Rückenschmerzen mehr, seitdem ich es regelmäßig mache. Es ist ein wirklich schönes Gefühl, meine Kinder an diese Kombination aus Sport und Entspannung heranzuführen. Ob sie dann später wirklich Lust darauf haben, ist gar nicht so wichtig. Hauptsache sie erinnern sich an den Herabschauenden Hund und die Kleine Cobra mit Mama. Und an den Lachmuskelkater.

Fotos: Louisa Schlepper

Alles Liebe,

Claudi