Der Sommer ist meine Freundin und würde ich mit ihr shoppen gehen, würde ich ihr gleich mehrere Teile an die Umkleidekabinenstange hängen: Alle bunt, fröhlich, lässig. Ich würde sie ihr sogar bezahlen. Denn wenn ich mir eins für die nächsten Wochen wünsche, dann sie darin zu sehen. Hier kommt ein bisschen Inspiration in Sachen Leichtigkeit – zum Überziehen und für den Kopf…

Atmen. Während meiner dritten Geburt habe ich das gut hinbekommen: Ich habe mich an meinem Atem festgehalten. Es war meine leichteste und angenehmste Geburt. Ich fühlte mich danach, als könne ich Bäume ausreißen. Im Alltag schaffe ich es ab und zu, mich daran zu erinnern, wie einen der eigene Atem an die Hand nehmen kann. Dann atme ich bewusst tief und ruhig – und es tut so gut.

Dazu passt mein Tüllrock, weil der dank Gummizug den Atem nicht einengt, weil er schön flattert und mit dem Licht spielt. Er ist aus einem meiner liebsten Läden in der Hamburger Schanze, von Inlove Hamburg und ihr findet ihn auch im Online-Shop. Er piekst nicht wie Tutu-Tüll, sondern ist ganz weich und kuschelt sich an meinen Körper. Ich kombiniere ihn am liebsten mit lässigen Shirts, weil ihm das ein bisschen was von seiner Süße nimmt. Ein super schöner Sommerlook.

Grenzen setzen: Bei meinen Kindern fällt es mir inzwischen ziemlich leicht. Ich sage ihnen, wenn ich ihr Verhalten nicht in Ordnung finde. Ich stecke den Rahmen ab, in dem sie sich frei bewegen können. Ich bin in einigen Bereichen strenger, in anderen lockerer. Sie wissen das und ich habe das Gefühl, sie können das gut akzeptieren. Oft scheinen sie beinahe froh über die Grenzen zu sein, weil sie wie ein ausgestreckter Arm sind, der sie auffängt.

Ich mache als Mama definitiv nicht alles richtig und sie als Kind auch nicht. Aber wir üben jeden Tag, es gemeinsam ein bisschen richtiger zu machen. Ich bin auch besser geworden ihnen zu sagen, wenn ich etwas gerade nicht möchte (mit im Sandkasten buddeln, zum Abendbrot eine Extrawurst kochen oder so). Auch anderen Leuten schaffe ich es immer besser, meine Grenze aufzuzeigen.

Die einzige, bei der ich das noch üben muss, bin ich.

Ich bin viel zu hart mit mir. Es fällt mir schwer Dinge nicht abzuarbeiten, wenn die Liste der Dinge lang ist. Ich komme dabei oft nicht nur an meine Grenze, sondern übertrete sie. Das fühlt sich nicht gut an. Ich muss definitiv strenger mit mir sein, nicht so streng mit mir zu sein. In dieser Latzhose fühlt sich die Welt grenzenlos und guten Abenteuern an. Die Hose sitzt weit, ist damit super bequem und durch die Knöchellänge fühlt sie sich nach Sommer an, selbst wenn sich hinter Wolken versteckt.


Schweres zulassen und akzeptieren was ist: Es klappt nicht immer, aber wenn es klappt, fühlt es sich richtig an. Hier ist gerade nicht immer alles einfach und manches raubt mir sogar den Schlaf. Sobald ich annehme was ist, und das es ist, wie es ist, und mich immer wieder daran erinnere, einen Schritt nach dem anderen zu machen, geht es besser.

Heute Morgen habe ich beim Laufen den passenden Podcast dazu gehört. In Verstehen, fühlen, glücklich sein sprachen Meditationsforscher Boris Bornemann und Flow-Chefredakteurin Sinja Schütte darüber, was es leichter macht, Doofes zu akzeptieren. Nämlich, in dem man die Trauer und Wut darüber für einen Moment zulässt. In dem man sie danach aber bewusst von sich wegschiebt und sich auf etwas anderes konzentriert. Das Leben ist ein Abenteuer – wenn ich das akzeptiere, geht’s mir besser.
Was Schönes für den Moment: Der hellgraue Jumper Aye, aye captain passt dazu und hilft mir, mich daran zu erinnern, öfter mal der Kapitän meiner Gedanken zu sein. Das Mischgewebe besteht aus Organic Cotton und recyceltem Polyester. Der Print wird mit Liebe in Hamburg gedruckt und jeder Pulli erst produziert, wenn man bestellt.

Kleine Überraschung: Ich habe Friederike von Femme de Marin gefragt und sie hat Ja gesagt: Ihr bekommt also mit dem Rabattcode WASFÜRDICH 10 Prozent auf eure Bestellung. Viel Spaß beim Stöbern in diesem schönen kleinen Shop. Mein Shirt mit dem Seemann mit Eis vom ersten und letzten Bild ist auch daher.

Perfektion vergessen. Ein chaotisches Haus, weil ich entweder arbeite oder lieber etwas mit den Kindern unternehme? Alltag bei uns. Ich werde zum Glück immer lässiger in dieser Hinsicht. Es gibt einfach so viele Sachen, die mir wichtiger sind. Und wer sich an den Krümeln auf unserem Boden stört, muss ja nicht kommen.

Mir hilft dabei der Gedanke, dass eben nicht alles geht. Ich kann nicht viel arbeiten und viel Zeit mit meinen Kindern verbringen wollen und trotzdem ein perfektes Haus haben (außer ich habe eine fest angestellte Putzfrau.) Geht einfach nicht – also muss ich mich auch nicht ständig darüber ärgern und Energie verschwenden. Bei uns im Wintergarten hängt schon lange ein Holzschild. „Good moms have sticky floors, dirty ovens und happy kids“, steht da und erinnert mich jeden Tag an das, was mir wirklich wichtig ist.

Meine Jeansshort ist uralt, hinten kaputt und vielleicht ein kleines bisschen zu eng. Aber ich liebe sie. Und das Mommy’s Shirt von Santa Lupita macht so viel gute Laune, dass man die Krümel glatt übersieht. In Sachen Sonnenbrillen mag ich gerade diese gern. Meine rosa auf dem Bild ist auch daher.

Rausgehen. Nicht bloß an die frische Luft, sondern auch aus Situationen, die nerven. Es klingt so einfach – und ist es auch. Man muss nämlich bloß dafür aufstehen. Verrückt, was der Perspektivwechsel mit einem macht. Draußen fühle ich mich freier und alles wirkt nicht mehr so schwer. Wenn es gerade ganz hart läuft, gehe ich laufen. Danach sind die Beine schwer, aber der Kopf leicht.

Die Leichtigkeit bereits gefunden hat mein Olivia-Kleid von Simply Grey. Es ist aus Leinen, aber super weich. Man schwitzt nicht, es knistert nicht und es ist einfach super angenehm zu tragen. Die Kleider werden in der Slowakei handgenäht und man kann zwischen vielen tollen Farben wählen. Es ist genug Raum darin, um sich leicht zu fühlen. Auf in einen schönen Sommer!

Fotos: Louisa Schlepper
Alles Liebe,

Claudi