So packe ich für mich und meine Großfamilie

Jul
04/19

Bevor ich Kinder hatte, fühlte sich Packen an wie Klassenreise. Hinterste Bank auf der Busfahrt, ihr wisst schon, beinahe das Lustigste an der ganzen Reise. Die Vorfreude flatterte um meine Kleider, die gebügelt auf Bügeln am Schrank warteten. Meine Gedanken reisten schon mal vorweg, ich sah mich in Gedanken am Strand liegen, feiern, tanzen, mit Drinks, farblich passend zum Kleid. Packen war Prä-Urlaub. Ich konnte nicht aufhören dabei zu grinsen. Heute: Würde ich mich beim Packen am liebsten selbst in den Koffer legen. Und schlafen. Weil uns vor jeder Reise das Chaos packt…

Heute packe ich immer mal hier und da zwischendurch. Nichts ist mehr gebügelt. Und mein kleinster Sohn packt liebend gern heimlich alles wieder aus, weshalb ich gern alle Stapel aufs Bett lege, um zu sehen, was ich habe, was zusammen passt, was noch fehlt. Ich fühle mich sehr gut organisiert dabei – bis ich abends todmüde aufs Bett fallen möchte und überall Klamottenhaufen liegen. Die packe ich dann meist todmüde schnell ein…


Trotzdem habe ich inzwischen ein paar eigene Packregeln, die ich so gedankengespeichert habe, dass sie wie von selbst funktionieren. Sogar todmüde nachts. Vielleicht ist ja die eine oder andere Anregung für euch dabei:
– Wir haben jeder unseren eigenen Koffer oder Tasche. Ich habe ein paar mal versucht, für zwei in einem zu packen, aber das hat bloß Ärger gemacht. Ich habe das Gefühl, jeder von uns braucht in diesem Großfamiliending sein Gepäckstück als seinen Tanzbereich.

– Wir machen diesen Sommer wieder unseren großen Sommerroadtrip für dreieinhalb Wochen. Dennoch nehme ich jedes Jahr immer weniger mit, weil ich festgestellt habe, dass man gerade im Urlaub am liebsten seine Lieblingssachen trägt. Stattdessen waschen wir ein oder zweimal unterwegs.

Für die Jungs packe ich: Badehose, eine lange Hose, einen Pullover, eine Regenjacke. Für kurze Hosen und Shirts zähle ich die Urlaubstage, das sind bei uns etwa 24. Davon die Hälfte macht 12, abgerundet 10. Also packe ich für jeden zehn Unterhosen und Oberteile (Shirts, Hemden, Tuniken) ein, plus fünf Unterteile (kurze Shorts oder Latzhosen). Damit kommen wir dicke hin. Zwei paar Socken (ein dickeres und ein dünneres) und zwei paar Schuhe (ein paar Sandalen und ein paar feste Schuhe). Schlafanzug, Sonnenhut, Lieblingskissen, Kuscheltier. Zahnbürste, Haarbürste, Duschzeug. Fertig.
Koffer packen,

– Bei den Kindern stapele ich die Hosen, Shirts, Unterhosen und Schlafanzug rolle ich ein. Die Socken kommen in die Schuhe in einen extra Stoffbeutel. Ich packe für jeden immer noch einen weiteren Stoffbeutel für die Schmutzwäsche mit ein.

Unsere Jacken packe ich alle zusammen in eine extra Tasche, die kommt in Fußbereich hinter dem Fahrersitz.

– Ein paar Gesellschaftsspiele fülle ich in Tüten um, die kann man super irgendwo dazwischen quetschen. Sonnenmilch packe ich auch immer (!) in einen kleinen Plastikbeutel.
Koffertricks, Packen für die Großfamilie
– Alle Badesachen für uns sechs packen wir immer in eine Badetasche und stellen diese komplett ins Auto. So beginnt vor Ort nicht die wilde Zusammensucherei. Und wir sind bestens vorbereitet für einen kurzen Sprung in einen See, wenn wir in der Nähe der Autobahn auf dem Navi spontan einen entdecken. (Jedes Mal ein Riesenspaß!) Ich schwöre übrigens auf gleiche Badehosen in Knallfarben für alle Kinder, so sind sie im Poolgewusel oder am Strand gut zu überwachen.
Packen für die Großfamilie, Koffer packen,
Für mich packe ich ebenfalls ein lange Hose und einen Cardigan ein. Eine Regenjacke und zwei paar Schuhe. Dazu eine bequeme Jogginghose, meinen Schlafanzug, eine Jeans-Short und zwei bis drei T-Shirt, ansonsten zehn Lieblingskleider (leider ungebügelt), eins davon ein bisschen schicker (man weiß ja nie..).

– Meine Kleider lege ich alle übereinander und lege die unteren Teile möglichst gerade unten flach in den Koffer. Darauf stapele ich alles andere. Zum Schluss klappe ich die Oberteile der Kleider auf die Stapel drauf. Auf diese übernimmt das Restgepäck die Bügelei, also zumindest ein bisschen.

– Unsere neuen Ferienbücher, Schwups fährt in die Ferien, Malsachen, ein Blankoheft als Reisetagebuch, und ein paar Autos und Schleichtiere packe ich auch noch ein. (Es macht Sinn ein Foto von diesem Kleinkram zu machen – dann kann man am Urlaubsort immer schnell gucken, ob man alles beisammen hat.)

– Ganz wichtig sind noch all die kleinen, familieneigenen Problemlöser. Bei uns sind das zum Beispiel Augentropfen (weil einige von uns ständig eine Entzündung haben), eine halbe Poolnudel (schieben wir unter das Laken, damit der Kleinste im Urlaubsbett nicht herausfällt) und eine Pinzette (für eventuelle Zecken. Und weil wir manchmal in Hotelzimmern so viel besseres Licht als zuhause haben und ich ganz dringend Augenbrauen zupfen mag).

– Ich packe fürs Ferienhaus immer noch Kerzen, eine Tischdecke und ein Kochbuch ein.

– Ansonsten stellen wir immer noch eine kleine leere Tasche ins Auto, in die wir für die letzten Roadtripnächte alle Sachen, die wir so brauche, gemeinsam hinein werfen. Dann müssen wir nicht so viel schleppen (vor allem nicht Dreckwäsche).

PS. Habt ihr noch Packtipps?

Alles Liebe,

21 Kommentar zu “So packe ich für mich und meine Großfamilie

  1. Judith on 4. Juli 2019 at 14:11 geschrieben

    Unbedingt eine kleine Kiste mit Unterhaltungssachen für die Kinder hinten ins Auto!
    Malbücher,Aufkleber, Lollies etc.
    Und CD’s!
    Ich wünsche euch einen tollen,sommerleichten Roadtrip,ganz viel Familienzeit u.jede Menge Sonne und Spaß!
    Wir müssen noch ein wenig warten! Dann geht’s mit dem Auto nach Griechenland!

    • Claudia on 4. Juli 2019 at 17:02 geschrieben

      Das kommt natürlich auch mit, in einen extra kleinen Koffer. Darüber schreibe ich auch noch mal was. Danke fürs Erinnern!
      Alles Liebe,
      Claudi

  2. Annie on 4. Juli 2019 at 16:22 geschrieben

    Was bei uns das Reisegepäck drastisch reduziert hat, war der Umstieg auf beige /brauntöne (identisch der korsischen Sand-/Dünenfarbe) bei Hosen von Kindern im Krabbel- und Kletteralter. Und Jungs. Die stehen am Ende vor Dreck, sehen aber noch lange nicht so aus. Dazu drei komplette ordentliche Outfits für Ausflüge.
    Und mehrere Schlafanzüge, denn die werden oft erst am späteren Vormittag direkt gegen Badesachen getauscht.

    Kleine Überraschungen für die lange Fahrt. Und ganz wichtig : Tunnelkekse. Kleine runde. Einen für jeden Tunnel – wer es schafft.

    Ansonsten deckt sich das schon sehr mit dem, was bei uns gemacht wird.

  3. Anna on 4. Juli 2019 at 18:18 geschrieben

    Das Augenbrauen zupfen im Urlaub mache ich genauso…😉
    Wir knapperen uns auch häufig von Tunnel zu Tunnel… mit Nüssen!
    Außerdem benötigen wir immer noch eine Tasche mit sommerlicher Wechselkleidung im Auto, da wir die ganze Nacht durchfahren und in der Mittagshitze ankommen. Einer der Kinder bricht leider immer, meist dank italienischer Serpentinen, da bin ich immer froh alles direkt griffbereit zu haben!
    Ich liebe das Packen für den Sommerurlaub, aber das Auspacken nach dem Urlaub mag ich so gar nicht…
    Einen wunderschönen Urlaub euch!!!

  4. Kathy on 4. Juli 2019 at 19:36 geschrieben

    Ich muss gestehen, ich packe mit den Jungs zusammen. Frage, was sie denken, wieviel Unterhosen etc. sie brauchen. Das dauert zwar etwas länger, aber am Ende haben sie die Sachen dabei, die sie auch anziehen mögen. Und wenn sie wirklich was vergessen haben, versuchen wir das nächste mal gemeinsam dran zu denken. Einmal hat mein Mann mit meinem Kleinen gepackt. Er hatte für drei Übernachtungen drei Badehosen dabei, aber keine einzige Unterhose. Wir waren übrigens nicht einmal schwimmen 😆. Der Große war letztens auf Klassenfahrt. Wir haben alle Sachen nebeneinander fotografiert bevor sie in die Tasche gepackt wurden und er hat alles wieder mitgebracht. Ja und für lange Autofahrten gibt es bei uns auch immer eine Schatzkiste im Auto mit neuen Hörspielen, kurzen Büchern, Malsachen, Autos oder Schleichtieren und Süßigkeiten.
    Euch viel Spaß beim Packen und gute Reise. Wo geht es denn dieses Jahr hin?
    LG
    Kathy

  5. Wir machen unseren Roadtrip immer in unserem Bulli und Dachzelt. Daher haben wir etwas andere Ansprüche. Wir haben vor zwei Jahren die Koffer abgeschafft und jeder darf seine Klamotten in Curver-Klappkisten mit Deckel packen, so minimiert sich das Räumen von Koffern für fünf Personen. Jeder bekommt eine höhere für Hosen/Röcke/Kleider/Pulli/Shirts und eine flachere für Unterwäsche, Socken, Schlafanzug. Da wir drei Wochen unterwegs sind, wird ebenfalls zwischendurch einmal gewaschen.
    Eine Alukiste haben wir mit Bad(e)-Sachen und Kulturbeuteln. Wir lieben die Microfaserhandtücher, da sie so wunderbar platzsparend und schnell trocknend sind. Eine Tasche gibt’s noch für Jacken und eine Ikea-Tüte für die Schuhe. Alle Lebensmittel und Kochutensilien sind in Alukisten, die wunderbar zu stapeln sind.
    Die Kinder haben jeder einen Rucksack mit Spielzeug/Büchern etc und ein Kuscheltier. Eine Tasche für gemeinsame Vorlesebücher und Spiele gibt’s auch noch und die Kameratasche für uns Große.
    Dank des „Kisten-Kleiderschrankes“ haben wir kein Klamottenchaos mehr im Bus und das Packen beim Standortwechsel hat sich tatsächlich auf ca 1,5 Stunden minimiert 🙂

  6. Anna on 4. Juli 2019 at 21:03 geschrieben

    Ich liebe das Packen für unsere Sommerferien, da fängt das Urlaubsgefühl schon bei mir an. Das Auspacken danach hasse ich um so mehr…

    Bei uns steht immer schon eine Tasche mit Wechselkleidung für alle im Auto parat. Zum einen fahren wir die gesamte Nacht durch und kommen meist in der Mittags(hitzen)zeit an, zum anderen bricht eines der Kinder, dank der italienischen Serpentinen, immer auf dem Fahrt. Wir haben seit letztem Jahr immer ausgefallene Kaugummisorten mit dabei und verkaufen diese als Superreisekaugummis.

    Das Ding mit den Augenbrauen kommt mir bekannt vor…

    Ich wünsche euch eine super Sommerroadtrip!
    Liebe Grüße
    Anna

  7. Wenji on 5. Juli 2019 at 11:57 geschrieben

    Liebe Claudi,
    die Idee mit der Poolnudel ist super. Wir schieben im Hotel nämlich immer etwas vor das Bett damit unsere Tochter nicht rausfällt. Wir gehen heute gleich los und besorgen für unsere Reise eine Poolnudel. Dafür ist im Auto auf jeden Fall noch Platz.
    Ich wünsche Euch einen tollen Urlaub.
    LG

  8. Kajsa on 5. Juli 2019 at 12:36 geschrieben

    Ihr fahrt in den Süden, oder? 😉 wie machst du das, wenn du in die andere Richtung fährst und mit jeder Wetterlage rechnen musst? 10x kurz, 10 x lang? Es kann ja die ganze Zeit warm sein, oder kühl/regnen. Leider packe ich immer zu viel, aber ich werde von Jahr zu Jahr besser…

  9. Stefanie on 5. Juli 2019 at 14:04 geschrieben

    Liebe Claudia,

    Ich habe vor ein paar Jahren eine Bild-Packliste für unsere Jungs erstellt. Die drücke ich kurz vor dem Urlaub aus und schreibe die entsprechenden Anzahlen neben die Bilder. Seit ihrem dritten Lebensjahr packen die Jungs so ihre Koffer selbst. Was drin ist, haken sie auf der Liste ab. Ob immer alles gut zusammen passt, ist mir im Urlaub nicht so wichtig. Die Jungs sind mega stolz und ich bleibe entspannt.
    Liebe Grüße aus dem Rheinland,
    Steffi

  10. Sharon Lang on 5. Juli 2019 at 14:55 geschrieben

    Wir fahren jedes Jahr in den Sommerferien für 2 Wochen nach Norwegen.
    Wir gucken immer nach Ferienhäusern mit Waschmaschine, deswegen wasche ich bestimmt 4 mal und da müssen wir auch nicht so viel Klamotten mitnehmen. Wichtig sind dort oben Regenhose, Regenjacke, Fleecejacke und Gummistiefel (fürs Boot zum Angeln).
    Ansonsten packen die Mädels seit paar Jahren schon selber (10,9 und 6).Am Anfang als sie noch nicht lesen konnten habe ich eine Liste mit Bildern von den Kleidungsstücken gemacht, jetzt ist die Liste geschrieben und die Große liest der kleinen vor.
    Wir fahren jeden Monat einmal übers Wochenende zu Oma und Opa (600km eine Strecke), da sind die das schon gewöhnt. Die Sachen packe ich dann ein und tausche evtl. noch was um, was ich nicht passend finde. Bettwäsche und Handtücher kommen in einen Wäsche Korb, der kommt dann so ins Auto und da habe ich dann zum Wäsche waschen gleich einen.

  11. Peggy on 5. Juli 2019 at 15:25 geschrieben

    Liebe Claudi, wir werden auch sofort die Poolnudel ausprobieren, da wir nur ein solches Rausfallbrett für die Reise haben und das der Kleine benutzt, der Große aber in unbekannter Umgebung auch gerne mal rauskullert! Und übrigens: toller Bikini 😍

  12. Yvette on 5. Juli 2019 at 22:13 geschrieben

    Wir haben eine ähnliche Ausgangssituation: 6 Personen, aus HH, gleiches Auto, 3 Wochen Urlaub.
    Da wir aber Zelten, haben wir noch den Campingkram, der viel Platz raubt. Also weniger Kleidung, passt auch.
    Jedes Kind hat im Auto einen kleinen Rucksack mit Wechselzeug, Kuscheltier, Hut, Flasche, Pixiebüchern. Es gibt neue Hörspiele und 2 neue Überraschungsbücher sowie Rätselblöcke und Malsachen.
    Als wir noch die hintere Sitzbankdraussen hatten, war alles in Kisten. Jetzt brauchen wir eine Dachbox, da ist leider alles in Tüten und Taschen.
    Badezeug wie bei euch griffbereit.
    Heute waren wir gerade durch Schneefelder in 2300m Höhe wandern. 🙂
    LG, Yvette

  13. Nina Nolte on 6. Juli 2019 at 13:29 geschrieben

    Das sind ja wieder mal tolle Tipps – vielen Dank! Und weil wir hier dieses Jahr auch öfters schön Probleme mit entzündeten Augen haben – verrätst du mir welche Augentropfen du nimmst?
    Viele Grüße und viel Spaß im Urlaub:-)

  14. Birgitta on 8. Juli 2019 at 09:40 geschrieben

    Ich nehme immer Calendula D4 von Weleda bei Bindehautentzündung. Euphrasia D3 – auch Weleda, hilft super bei trockenen, gereizten Augen.
    Und hier noch ein Reisemusik-Tip für kleine Kinder ,die auch mein Mann und ich und die beiden Grossen immer wieder hören können: ‚Wir Kinder vom Kleistpark‘. Die ersten drei CD’s. Ein super Mix aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen, entstanden in einer Berliner Kita. Zum Mitsingen!
    Wir fahren diesmal wieder nach Korsika im Q7 mit Zelt und allem Drum und Dran. Die Jungs teilen sich einen Koffer, die Mädels auch, der Rest ist ähnlich wie ihr schreibt.
    Liebe Grüße und schöne Ferien! Birgitta.

  15. Annika on 8. Juli 2019 at 22:38 geschrieben

    Oh ja,wir nehmen auch jedes Jahr weniger mit. Mittlerweile hat jeder von uns fünfen eine Alukiste (können beim campen auch gut mal draußen stehen)in der alle Klamotten und Schuhe und bei den Kindern Spielsachen/Bücher sind. Ich bin dazu übergegangen immer mal wieder was zu waschen, zum einen haben wir weniger Gepäck und zum anderen sind die Lieblingsteile schneller wieder verfügbar.
    In unserem Kleiderschrank hängen Packlisten für verschiedene Tipps (Skifahren,Bergtouren,Sommercampingurlaub,…).

    Momentan sind wir für drei Monate auf einer Alm in der Schweiz und wieder haben wir Gepäck drastisch reduziert und nach einem Monat vermissen wir noch nichts… Mir hilft es alles an einem Ort,meist in der Waschküche, hinzurichten und dann einzupacken. Ich muss sehen was ich schon habe.

    Euch eine tolle Sommerreise!

    LG Annika

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