Ich wollte es eigentlich nicht, aber hier sind doch ein paar neue Teile für den Frühling eingezogen. Ein bisschen Frische, mal ein bisschen was anderes in der „Täglich-grüßt-das-Murmeltier“-Welt. Mein Fernrohr in Frühling und Freiheit sozusagen. Bitte denkt immer dran: Ich will euch auf keinen Fall zu überflüssigem Konsum anstiften, überlegt was ihr wirklich gut gebrauchen könnt und was euch eine echte Freude macht…

Meine Kolumnistin Hannah ist wie ich ein richtiges Kleidermädchen. Hannah sagt: „Mir bleibt meist nicht viel Zeit um zu überlegen was ich anziehe, aber es ist mir auch nicht egal, wie ich angezogen bin. Wenn ich also vor meinen Kleidern stehe und keine Lust auf die Jeans-Streifenshirt-Kombi oder die Jeans-Strickpullover-Kombi habe, greife ich zu einem Kleid. Ein Kleid macht irgendwie immer gute Laune und was her, und ist so schnell angezogen. Einfach zack rein und fertig. Wenn ich Lust habe nehme ich noch eine Strickjacke dazu, einen Gürtel oder einen Hut und fertig ist das Outfit. Probiert es doch auch mal aus!“

Für Hannah müssen Kleider derzeit noch stilltauglich sein. Hannah meint: „Ich schaue immer, ob ein Kleid eine Knopfleiste hat oder zum Wickeln ist. Das funktioniert für mich am Besten. Viele meiner Kleider trage ich das ganze Jahr und auch viele, viele Jahre, daher kann ich euch via Instagram meistens gar nicht mehr genau sagen, wo ihr das Kleid findet.“


Ich wollte es natürlich dennoch wissen – und daher hat Hannah für uns nochmal nach den Etiketten gewühlt. „Ich liebe Leinenkleider, sie sind total unkompliziert und gehen auch problemlos in der Sandkiste auf dem Spielplatz. Schöne Leinenkleider gibt es bei Seasidetones, Notperfectlinen und Simplygreylife. Außerdem liebe ich Musselinkleider, da findet ihr schöne bei Numero74, Liilu und Rasmussons. Ich mag auch gern Kleider aus feinen Stoffen, zum Beispiel aus Seide, sie fallen immer so schön. Die trage ich jetzt aber nicht unbedingt beim Waldspaziergang.“

„Meine Kinder finden es übrigens ganz normal, dass sie mich oft im Kleid sehen und mein Mann auch, da ich einfach schon immer gerne Kleider getragen habe. Bis jetzt tragen meine Töchter auch noch gerne Kleider – mal schauen, wie lange noch. Das braune Kleid auf dem Foto ist von Louise Misha (absoluter Kleiderhimmel, das helle ist auch daher, leider uralt!), meinen Hut hab ich schon ewig und die Boots sind von Fiorentini Baker.“

Auch ich liebe Kleider. (Zum Beispiel dieses obergemütliche hier von Olli Ella über Kyddo). Diesen Frühling habe ich aber noch eine zweite Leidenschaft entdeckt: Röcke. Die sorgen mit ihrem Schwung und ihrer Wandelbarkeit bei mir grad für Gute-Laune-ROCKn-Roll und tun dabei so, als seien doch Ferien. Besonders gern mag ich den Paperback-Schnitt.

Diese Röcke gehen hoch bis zur Hüfte und werden dort zusammengerafft – ob durch Tunnelzug, Gummizug oder einen Gürtel. Daher auch der Name, der Rock erinnert oben nämlich an eine zusammengeknüddelte (oder gebundene) Papiertüte. Ich habe das Gefühl, der Schnitt verzeiht einen kleinen, weichen Bauch und ist total bequem. Ich trage dazu am liebsten schlichte weiße Shirts, die man unbedingt immer in den Rock stecken muss, sonst sieht es komisch (und zu sehr nach voller Tüte aus) aus.


Apropos T-Shirts: ich habe immer, immer die Frauen bewundert, die in simplen Shirts so edel und sophisticated aussehen. Bei mir hat das irgendwie nie hingehauen. (Sah eher nach gerade aufgestanden aus). Jetzt habe ich endlich den richtigen Schnitt (Rundhals, etwas weiter, Ärmel zum Umschlagen) und die richtige Qualität gefunden.

Mein Raketen-Shirt von Rassmussons sitzt super, der Stoff knittert kaum und irgendwie ist es nicht so fleckempfindlich wie die ganzen Billigshirts. Es besteht zu 100 Prozent aus organischer Baumwolle, ist mit Ecolabel zertifiziert und Fairtrade. Ich steige definitiv endgültig um: Bloß noch zwei, drei davon, statt immer mal wieder hier und da ein Shirtversuch für fünf Euro. (Es gibt jetzt von Meike á la Frau Rassmussons auch noch eine „Fuck, fuck, fuck“ Variante. Bloß, falls ihr Bedarf habt…

Ansonsten fühle ich mich total wohl in meiner Mama-Corona-Uniform, sprich meiner neuen Jeans. Ich hatte schon eine Weile genug von Hüftjeans und Mom-Jeans und Boys-Jeans, zumindest an manchen Tage (zum Beispiel den Tagen) und wollte einfach eine schmale, gut sitzende Hose, die am Bauch nicht drängelt und die ein paar zusätzlichen Corona-Kilos verzeiht und einen auf verrückte Weise schlanker aussehen lässt. Ich hatte bereits Dutzende probiert.

Als ich vor Corona für einen Job ich Augsburg war und dort drei Stunden Ruhe hatte, bin ich in ein paar Läden gegangen und habe Unmengen an Jeans anprobiert und ausgerechnet in dem Laden meinen neuen Lieblingsschnitt gefunden, in dem ich es am wenigsten erwartet habe. Meine neue Pofreundin heißt Sadie (ihr findet sie weiter unten). Ja, ich habe gleich zwei gekauft. Die perfekte Jeans finden ist nämlich fast noch schwerer, als den Mann fürs Leben finden. Den Schnitt habe ich übrigens früher schon mal getragen – vielleicht fühle ich mich daher so gut (und ja, irgendwie auch frischer).


Neu entdeckt für mich habe ich auch Latzkleider. Meins in Altrosa ist von Armedangels und super schick und trotzdem bequem. Und natürlich tanze, äh trage ich zuhause manchmal Ringelreihen, sprich Leggings in Senfgelb und irre bequem und auch von Rassmussons.

Anbei die Links u meinem Latzkleid, zu meiner neuen Lieblingsjeans und zu noch ein paar mehr Teilen, die ich gern mag:

Und was tragt ihr gerade am Liebsten?

Ein wunderschönes Wochenende,

Claudi