Was haben wir für ein Glück siebenmal Geburtstag feiern zu dürfen, Frühlingsgeburtstage, Sommergeburtstage, Herbstgeburtstage, nur den Winter haben wir ausgelassen, da feiern wir Weihnachten. Neben den Geschenken, da versuchen wir die Wünsche der Kinder zu erfüllen, geht es ihnen auch ums drumherum: den Geburtstagstisch mit der Geburtstagskrone, den Luftballons, den Blumen, dem Geburtstagskuchen, den es dann zum Frühstück gibt, den Süßis, die das Geburtstagskind verteilen darf, der Wimpelkette mit dem Namen, der Geburtstagskerze…

Die Kerze verziere ich für jedes Kind individuell mit Wachs, so sieht sie nie gleich aus und wird immer ganz genau betrachtet. Eigentlich würden wir das Geburtstagskind gern wecken und ihm gleich „Viel Glück und viel Segen …“ singen, das schaffen wir aber oft nicht, da die Vorfreude sie nie lange schlafen lässt, wir singen es dann eben wenn die Kinder uns wecken.


Einer von uns bleibt immer bei den Kindern, während sich alle fertig machen, die Zeit braucht der andere, um unten alles fertig zu machen und die Kerzen anzuzünden. Früher sind wir gleich im Schlafanzug nach unten geflitzt, da wurde es dann aber an den Tagen, an denen die Kinder zur Schule mussten, oft stressig. Daher haben wir es umgedreht und das entspannt es bei uns sehr.


Der Moment, wenn das aufgeregte, vor Vorfreude überschäumende Geburtstagskind auf die ersten Töne des Lieds: „Heute kann es regnen, stürmen oder schneien…“ wartet und dann ins Wohnzimmer kommt, wo es von der Familie empfangen wird und den Geburtstagstisch mit seiner Wimpelkette sieht, die Augen leuchten und alles glücklich betrachtet wird, ist so besonders. Je nach Temperament werden die Geschenke schnell aufgerissen oder sorgfältig aufgepackt, die Karten angeschaut und gelesen, die Kerzen am Kuchen ausgepustet, um den Geburtstagskuchen vorsichtig zum festlich gedeckten Frühstückstisch zu tragen. So vergeht der Geburtstagsmorgen schnell und die Kinder haben jede Menge Zucker intus.


Auch wenn wir im Urlaub sind, läuft der Geburtstagsmorgen genau so ab: Die Wimpelkette, Luftballons, Krone und Kerze müssen mit den Geschenken und Karten im Gepäck versteckt werden. Auch jetzt zu Coronazeiten müssen die Rituale eingehalten werden, sonst ist es kein richtiger Geburtstag, sagen die Kinder.


Da der Geburtstag ja nur einmal im Jahr ist, bestimmt das jeweilige Kind auch das Essen und auch den Kuchen der Geburtstagsfeier. Am Tag vor dem Geburtstag wird es immer total spät, da wir viel vorbereiten, wenn die Kinder im Bett sind. Und bei den Geburtstagen der kleinen Geschwister, dürften inzwischen die Großen beim Geburtstagszauber mithelfen, und sind so glücklich darüber.

So ist es bei uns und wie ist es bei euch?

PS. Ein „Oma-und-Opa-Geburtstag“. Eine Schweinchenparty.

Alles Liebe,

Hannah