Frohes Neues Jahr! Bin ich schon wieder da? Noch nicht so ganz. Es ist jedes Mal dasselbe, kurz nach Silvester. Ich freu mich auf das neue Jahr, liegt es doch vor mir, vor uns, wie eine riesengroße weiße Leinwand. Herrlich, diese blitzblanke Chance sie mit bunten Flecken zu füllen, wunderbar, diese vielen Möglichkeiten, auch hier auf dem Blog. Gleichzeitig blockiert mich genau das. Ich schau mich um, auf den Leinwänden der anderen (bzw. in den Familien, auf den Blogs) schimmern schon hübsche Flecken. Und meine Hand hat Angst vor den ersten Pinselstrichen, Angst, nicht so gut, so frisch, so spritzig zu sein wie sie. Ich schaue gern zurück und mag die marzipanschwere Weihnachtsgemütlichkeit noch nicht so wirklich verlassen…

Eigentlich wollte ich noch ein paar Tage blogfrei nehmen, in Ruhe die restliche Skiwäsche waschen, das neue Jahr planen, mit dem Baby ein Schläfchen halten, gemütlich unser 2017-Fotobuch gestalten. Ich glaub das mache ich gleich auch, schlüpfe noch mal ein paar Tage unter die Gemütlichkeitsdecke. Das Schöne ist, eigentlich hetzt mich ja keiner – außer höchstens ich. Hallo sagen wollte ich trotzdem mal kurz, euch – und dem neuen Jahr.

Ein paar Pläne habe ich natürlich gemacht, heute Morgen, zwischen den Jahren und beim Warten auf meine Skihasen im Urlaub. Sie sind noch nicht ganz ausgereizt, aber ich dachte, ich teile sie trotzdem mit euch. Vielleicht habt ihr noch Inspirationen für mich. Überhaupt: vielleicht muss ich in Sachen Leinwand-Gestaltung gar nicht gleich so groß denken (zum Beispiel in unglaublich innovativen Posts, fantastischen neuen, nie dagewesenen Blogserien). Vielleicht fange ich einfach mal an, ganz entspannt – und sehe, wo hin es mich, uns, so hinführt. Überhaupt ihr: habt ihr Wünsche, Ideen, Anregungen für Geschichten hier auf dem Blog? Bitte her damit! Ich denke gerade eh so viel nach…

Ein paar Sachen habe ich mir vorgenommen, für unser 2018-Gemälde. Es ist noch nicht alles ganz zu Ende gedacht, trotzdem schreibe ich die Dinge hier mal herunter, allein schon, um sie für mich zu sammeln. Vielleicht habt ihr euch ja sogar Ähnliches vorgenommen…

Weniger Online-Zeit
Es klingt vielleicht ein wenig verrückt, das zu schreiben, während ich hier im Netz etwas texte. Dennoch: Ich möchte meine Online-Zeit im neuen Jahr deutlich verringern. Gar nicht unbedingt die Zeit hier in meinem Blogzuhause oder die Zeit auf meinen Lieblingsblogs. Sondern die ewige Zwischendurch-Surferei, vor allem auf dem Handy. Eigentlich ist mir klar: ich muss nicht 57 Mal am Tag meine Mails checken – davon kommen auch nicht tollere Aufträge rein. Mein Kopf weiß das, meine Hand noch nicht ganz. Ich muss auch nicht 143 Mal Instagram oder Facebook öffnen. Ich bin gern dort, ich möchte es nicht missen – aber nicht immerzu, nicht ständig den oft nichtsagenden Content überfliegen, sondern lieber ein oder zwei Mal am Tag gezielt wirklich Spannendes konsumieren. Gemütlich im Sitzen – statt Zeitung. Oder wenn ich eh irgendwo warte. Ich weiß noch nicht wie ich das hinkriege. Vielleicht lege ich mein Handy einfach oben ins Bücherregal. Dann tippe ich nicht aus Gewohnheit darauf, sondern müsste den Tritt holen – und hab länger Zeit, darüber nachzudenken, es doch nicht zu tun. Statt Handy möchte ich übrigens Tee trinken. In Ruhe. Und dabei aus dem Fenster gucken. Meinen Kindern zuhören. Über schöne Dinge nachdenken. Als mein Großer letztens zu mir meinte: „Was findet ihr Großen bloß an diesem blöden Handy?“, bin ich echt aufgeschreckt. Und hab endgültig gedacht, dass ich etwas änderbn will. Allein um den Satz in ein paar Jahren zu ihm sagen zu können…

Organisierter sein
Under chaotisches Zuhause hat mich im letzten Jahr immer mehr gestört, ja regelrecht belastet. Es ist ohnehin schon so viel los, da sehne ich mich zuhause nach Ruhe und Ordnung. Meine Freundinnen, die das jetzt lesen, lachen bestimmt laut. Die wissen nämlich: Ich bin ein sehr chaotischer Mensch. Dennoch möchte ich es probieren: mehr Odnung, mehr Sauberkeit, vielleicht sogar eine Haushaltshilfe, ein paar Stunden die Woche, allein, um uns als Familie zum regelmäßigen Aufräumen zu zwingen. Mehr Ordnung wünsche ich mir auch im Kopf. Ich habe in 2017 einige (wichtige!) Termine einfach vergessen, To-do-Listen verschlampt und viel zu viel nach kleinen Erinnerungszetteln gesucht. Mein Mann und ich kaufen oft doppelt ein – und schmeißen viel zuviel weg. Wir haben es bereits mit der kostenlosen Cozy-App probiert, aber irgendwie fanden wir nicht so richtig rein. Ich habe auch über Trello nachgedacht – oder darüber, ein Bullet Journal zu führen. Aber das klingt alles so komplizert, dass mir gleich wieder nach Marzipanbrotmodus ist. Auf jeden Fall möchte ich wieder einen Kochplan führen, was ich mit Bo´s Geburt leider unterbrochen habe, aber worauf ich jetzt, besonders mit Johannas tollen Vorlagen, richtig Lust habe. Wie und womit organisiert ihr denn euren Alltag?

Fit werden
Ich sag gar nicht dünner, obwohl das auch nicht schlecht wäre, aber vor allem möchte ich mich wieder fitter fühlen. Wieder gesünder essen, wieder Sport machen (nach meinem Beckenbodenkurs), mich von Kopf bis Fuß wieder wie eine Frau fühlen und nicht bloß wie eine Mama. Das darf dauern, muss nicht von heute auf morgen sein, aber bis zum Sommer fitter sein wär toll.

Mehr Muße
Klingt schwer nach Frauenzeitschrift, aber ich möchte versuchen, alles mit mehr Liebe, mehr Geduld, mehr Muße zu machen. Ja, sogar die Wäsche. Nicht zu fluchen, dabei an tausend andere Dinge zu denken, die noch getan werden müssen und gehetzt zu sein, sondern eins nach dem anderen zu erledigen. Sogar die Wäsche. Es gibt schließlich tausend Sachen die schrecklicher wären, als zwei Körbe Wäsche, oder? Krankheiten, Unfälle, Presswehen, Weltkatastrophen. Wer weiß – vielleicht wird Wäsche falten mein neues Yoga. Oh – und ich möchte anfangen, meine Erfolge regelmäßig in ein Mußetagebuch zu notieren. Vielleicht wird es auch ein Glücks-Buch. Mal sehen, wie ich mich mache…

Dinge erschaffen
Ich möchte wieder kreativ sein, nicht nur mit den Kindern oder für den Blog, sondern mit mir. Einen Töpferkurs machen, ein Hochbeet bauen, endlich wieder malen. Ich war jahrelang zwei Mal im Jahr jeweils für acht Abende malen. Es hat mir so gut getan und ich habe in dieser Zeit auch zuhause gemalt, zum Runterkommen. Dann ist unsere Mallehrerin gestorben, seither liegt die Sache auf Eis. Jetzt überlege ich, mit einer Freundin eine freie Malgruppe auf die Beine zu stellen…

Große Pläne, ich weiß, aber so viele schöne Dinge. Es fühlt sich gerade gut an und machbar, wenn alles hier schwarz auf Browser steht. Und auch ein bisschen so,  als hätte jemand hinter mir das Fenster aufgemacht und jede Menge frische Luft hereingelassen. Ich glaube, ich sehe da sogar die ersten bunten Spritzer auf der Leinwand. Noch nichts Großes, aber ein Anfang…

Was habt ihr euch fürs neue Jahr vorgenommen? Und überhaupt: Richtig schön, wieder hier zu sein.

Alles Liebe,

Claudi