Was für ein schönes Wochenende, oder? Sonne und beinahe Sommertemperaturen haben uns im Hamburg sehr glücklich gemacht. Wie leicht sich das Leben anfühlen kann, bloß weil jemand helle Quadrate auf den Dielenboden malt. Hier kommen fünf weitere Gedanken…

1. Lazy Gardening. Ich hatte darauf vertraut, dass es mit dem Wetter kommt. Aber nö, es ist wie es ist, ich hab dieses Jahr leider keine Lust auf Gartenarbeit.

Vielleicht liegt es daran, dass ich in der Zeit viel lieber schreiben möchte, vielleicht daran, dass die Beete in die Jahre gekommen sind und offensichtlich eine Rundum-Grab-Kur bräuchten…? (Ist das so?) Ich fürchte, ich hab aus lauter Ungeduld jahrelang die Pflanzen viel zu eng gepflanzt. Das sah eine Weile ganz gut aus, aber jetzt ist es bloß noch ein chaotisches – unkrautdurchwuchertes – Durcheinander.

Der Rasen hat die Kantensteine aufgegessen, die Erde voller Wurzelspaghetti. Jahrelang hab ich das Unkrautzupfen echt genossen, es hat mich entspannt. Ich habe Garten-Pläne gemacht, geträumt… Aber dieses Jahr mache ich bloß das Nötigste. Auch okay.

2. Ein Riesenthema für mich in dieser Woche und auch noch am Wochenende war Konzentration. Es fällt mir immer schwer, mich auf eine Sache zu konzentrieren, vielleicht, weil ich so viele verschiedene Dinge mache und immer schon die nächste Sache im Blick habe, während ich noch an einer dran bin.

Die Romanschreiberei stellt mich aber nochmal vor eine ganz neue Herausforderung. Es fällt mir soooo schwer, in einen konzentrierten Arbeitsflow zu finden, der dringend nötig ist, um mein zweites Buch zu beenden. Ich merke, wie mein Kopf immerzu zu an etwas anderes denkt. Ich nerve mich selbst.

Ganz wichtig, damit ich überhaupt was schreibe: Handy weg. Aber auch wenn ich das mache, gleiten meine Gedanken ab, google ich am Laptop doch was und erwische mich beim scrollen.

Muss ich aufs Klo und nehme doch mein Handy mit. Neeeeervig. Und etwas, an dem ich nächste Woche unbedingt arbeiten will!

Hast du Tipps um konzentriert zu arbeiten?

3. Sonst teile ich hier ja oft Serien- und Filmtipps, dieses Wochenende aber haben wir je eine und einen gesehen, die und den ich so schlecht fand, dass ich hier glatt darüber schreiben muss.

Die spanische Netflix-Serie „Kathedrale der Meere“ hatte mir eine Freundin empfohlen. Ich fand den Plot aber so primitiv gemacht, dass sie mich regelrecht wütend gemacht hat. Spannung nur durch Vergewaltigungen, Hinrichtungen und Blutpfützen aufzubauen, fand ich einfach doof.

BILD auf dem Bildschirm?

Vor allem, weil ich das Gefühl hatte, sie wurden nicht für die Handlung erzählt, sondern um auf bildzeitungsniveau zu emotionalisieren. Vielleicht kann ich aber auch einfach keine Quälszenen mehr ertragen, erst recht nicht, wenn Kinder involviert sind. Ich hab mir also erst ständig Augen und Ohren zugehalten. Und bin dann während der dritten Folge ganz geflüchtet.

Die Filmografie „Ferrari“ dagegen war so langweilig, dass sogar André auf dem Sofa eingeschlafen ist, dabei passiert das sonst nur mir. Hast du vielleicht einen Film- oder einen Serientipp für uns, der uns aus dem Gucktief herausholt?

Frauen in den Fünfzigern, die fetzen.

4. Bei meiner Magazin-Stöberrunde am Samstag Vormittag habe ich in der Freundin einen tollen Artikel über die Berliner Visagistin und Proage-fluencerin Martina Davidson gelesen. Sie ist eine der Frauen, die mir richtig Lust machen auf die 50.

Unter anderem ihre Aussage „Ich fühle mich heute sichtbarer als vor 15 Jahren“, find ich super spannend. Warum? Weil sie heute selbstsicherer ist.

Ihr Tipp für mehr Selfconfidence? Hobbys kultivieren! Das passt super zu meinem neuen Reel, in dem ich dazu aufrufe, dass wir uns gegen Midlife-Crisis alle verleidenschaften sollten. (Kannst du hier ansehen.) Ich versuche übrigens, die Magie des Blogs in meine Reels zu übertragen, melde doch gern mal zurück, ob das für dich funktioniert.

Noch ein Tipp von ihr, der mir schwer fällt, den ich aber super inspirierend finde: „Packe drin Leben nicht zu voll, damit die kostbaren Augenblicke, in denen alles gut ist, nicht unbemerkt an dir vorbeiziehen.“ Schön, oder?

5. Ki macht mir manchmal Angst, immer wenn ich sie ausprobiere, aber doch nicht mehr. Weil die eben doch (noch) eine Computerschreibe hat. Guidegeek.com aber klingt echt spannend!

Die Reise-Ki macht nämlich konkrete Vorschläge, zum Beispiel, Tipps für einen Mutter-Sohn-Trip nach München mit einem Budget von 500 Euro! Oder die Antwort auf die Frage: „Darf ich mich bei der Welle am Eisbach einfach anstellen?“ Muss ich ausprobieren.

Und dein Wochenende?

Claudi