Fünf Dinge vom Wochenende 7/2019 (enthält unbeauftragte Werbung)

Apr
15/19

Es war nochmal kalt am Wochenende, ich habe einhunderttausendmal gerufen: „Zieh dir eine Jacke an!“. Ich habe all meine Gartenpläne auf die kommende Woche verschoben. Statt dessen haben wir es uns gemütlich gemacht, hatten viel Besuch, ein friedliche Version von uns an der Wand und ein kleines Organisationsproblem…

1. Die Wochen sind wild derzeit. Ich habe immer mal wieder den Gedanken, dass ich mir oder wir uns jetzt endgültig ein wenig zu viel vorgenommen haben. Immer dann, wenn ich den riesengroßen Batzen vor mir fühle. Dann frage ich mich, warum ich es nicht einfach mal gut sein lassen kann. Einfach nur Kinder, Schule und Haus machen. In Ruhe. Aber dann fällt mir wieder ein, wie viel Freude mir das alles macht. Und dann versuche ich, bloß kleine Häufchen Arbeit zu sehen. Eine lange Reihe mit kleinen Häufchen. Und dann gehts.

An diesem Wochenende hatte ich mir zum Beispiel ganz fest vorgenommen, eine Kochbuch-Pause zu machen. Mal wieder Familiensuppe kochen statt Frikassee. Und was mache ich, ganz freiwillig und völlig entspannt? Entscheide in Lagerkoller-Laune mit motzenden, streitenden Kids spontan eine mexikanische Fiesta für uns und ein paar Freunde abends zu schmeißen. Es hat so einen Spaß gemacht und mir mal wieder gezeigt, wie glücklich mich Kochen macht. Und Essen natürlich.
Familienleben

2. Apropos wild. Es war so wild und die To-do-Liste so lang, dass ich Mittwoch Nachmittag fast ein wenig neidisch auf der kleinen Geburtstagsfeier meiner Schwiegermutter saß. Es waren ein paar nette Leute da, alle pensioniert, alle haben geredet, lecker gegessen und getrunken, nebenan warteten die Schnittchen für später und alle plauderten über ihre Urlaubspläne. Ich liebe meine Leben – aber für einen kurzen Moment dachte ich, dass es später vielleicht auch nicht so schlecht werden könnte. Ich bete, dass wir alle gesund bleiben.

3. Ich würde wahnsinnig gern wieder mehr Rad fahren. Mal wieder öfter allein im Dorf unterwegs sein, auf ein Glas Wein bei einer Freundin oder eine kurze Runde radeln zum Luft schnappen. Mein Fahrrad, das ich seit Unizeiten fahre und damals liebevoll mit Pünktchen bemalt habe, ist inzwischen ein wenig in die Jahre gekommen. Jetzt habe ich die tollen Folien von Mooxi hier aus Hamburg entdeckt. Ich glaube, ich hätte wahnsinnig gern ein Blumen-Fahrrad. Oder Äpfel

4. Apropos allein und für mich: Meine Mädels und ich haben ein echtes Problem. Nämlich Termine finden, an denen alle können. Aktuell planen wir gerade ein Mädelswochenende für September, also noch ewig hin. Eher ging nicht. Erst konnten endlich alle – jetzt hat doch eine wieder eine wichtige Job-Veranstaltung. Gebucht haben wir noch nicht. Jetzt fragen wir uns: nochmal verschieben oder einfach fahren, weil höchstwahrscheinlich immer eine nicht kann. Ich finde es bloß so schade für meine Freundin. Und für uns, weil wir sie so gern dabei gehabt hätten. Und das nächste Treffen ist ja dann wohl erst wieder – ähh – Weihnachten??? Wie macht ihr das?
Familie, Wandschmuck, Familienportrait
5. Die Stimmung am Wochenende war ein wenig wie das Wetter: Von allem was dabei. Eben Sonne, dann Schnee. Bloß Gewitter fehlte draußen, gab es dafür drinnen. Als ich im größten Tohuwabohu unten nach oben flüchtete, sah ich unser neues Familienportrait von Christiane Herrmann an der Wand. Diese friedliche Version von uns ist mein neuer Ruhepol. Und erinnert mich immer wieder daran, wie schön es ist, dass wir uns haben.

Fotos: 4: Mooxi-Bikes, Rest Wasfürmich

Eine schöne kurze Woche für euch,

3 Kommentar zu “Fünf Dinge vom Wochenende 7/2019 (enthält unbeauftragte Werbung)

  1. Elisabeth Kaczynski on 15. April 2019 at 22:27 geschrieben

    Hallo!
    Punkt 4 kenne ich nur zu gut! Noch dazu, wenn Freundinnen weiter weg wohnen. Was wir da machen?
    Es gibt vier Wochenenden im Jahr: Anfang März, Anfang Juni, Anfang September und Anfang Dezember. Da treffen wir uns. An einem jeweils zu wählenden Ort. Und wer Zeit hat, kommt mit. Dadurch, dass der Termin schon steht, ist es im Vorfeld leichter, sich den freizuhalten und wenn man’s mal nicht schafft, bleibt die Aussicht auf das nächste Treffen.
    Viel Glück mit der Planung und eine schöne Woche!
    Elisabeth

  2. AnNi on 15. April 2019 at 23:24 geschrieben

    Hallo Claudi, sorry wenn es sich egoistisch anhört, zu 4. kann ich nur sagen: man kann seiner Firma auch sagen- sorry, da kann ich nicht- und die Welt geht nicht unter! Prioritäten setzen! Ich selbst habe eine Freundin (ohne Kinder) kommt immer zu spät- wenn mein Kind schon sehnsüchtig abends auf sie wartet.. nichts kann so wichtig sein wie Familie, Freunde und Gesundheit! Noch ein Termin, Messe, JF und das Leben rennt an einem vorbei…

  3. Annie on 16. April 2019 at 09:38 geschrieben

    Mal wieder so treffend…

    Zu 1) ziehe ich meinen Hut vor dem, was du alles auf die Beine stellst. Wobei ich es auch kenne, solange man nur den großen Berg sieht, ist aus zuviel. Viele kleine Schritte gelingen viel besser. Und ein Abend mit Freunden gibt soviel Energie, wir treffen uns gerne gemeinsam zum Kochen, dann hilft jeder mit, die Anzahl Erwachsener, denen ein Essen schmeckt ist größer, da wächst die Kochlust gleich mit, und es reicht für ein Kinderessen dazu.

    4) Meist läuft es auf ein Treffen um Weihnachten herum raus, und in Einzelkonstellationen bei jedem ersten oder zweiten Besuch in der Heimat. Wobei das mit steigender Kinderzahl nicht einfacher wird, und eigentlich sollte man sich über Nacht treffen, oder sowas wie euer Dänemark Urlaub. Dann haben wirklich alle etwas davon. Scheitert bei uns an den verschiedenen Ferienzeiten und zuvielen anderen noch ohne schulpflichtige Kinder.
    Tatsächlich genieße ich aktuell eher die Telefonate mit den Mädels in Elternzeit, die ich auf dem Weg hin oder zurück zur Arbeit mache.

    Schöne Ferien euch!

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