1. Unsere Unterkunft in der Toskana. Ein altes Natursteinhaus, riesige Wiesen mit Hängematten, Sitzgelegenheiten und Spielgeräten, blitzsauber, bezahlbar und dazu ein Pool hinter duftendem Lavendel: Wir haben hier eine wirklich gute Zeit verbracht. Vielleicht mögt ihr auch, dieses Jahr noch oder vielleicht nächstes. Aber nicht, dass ihr jetzt alle bucht und wir nächstes Jahr nicht wiederkommen können.
Agriturismo in der Toskana
2. Dieses Weingut hat es sogar in klitzeklein ins Miniatur Wunderland in Hamburg geschafft: Die Fattoria La Vialla! Es ist ein biologisch-biodynamisch zertifiziertes landwirtschaftliches Familienunternehmen, das seit 1978 von der Familie Lo Franco übernommen, vor dem Verfall gerettet und wiederaufgebaut wurde. Die Fattoria verschickt netterweise Wein, Öle und andere italienische Köstlichkeiten an alle, die gerade nicht durch Italien düsen. Allein auf der Website herumspazieren, fühlt sich ein bisschen wie Urlaub an. Wie wäre es vielleicht mit unserem Lieblingswein. Selbstgemachte Pizza schmeckt mit diesem Mehl noch viel besser. Und wie lecker klingt bitte dieser Apertif?
Apulien mit Kindern,
3. Dieser Kommentar via Facebook zu meinem Artikel Strand mit Zuversicht.

Genauso…war es …bis es ruckzuck „flupp“ macht und plötzlich liegst Du am Strand,“musst“ lesen und zusehen,wie sie ohne Dich WOLLEN…Du beginnst, mit Deinem Mann in Strandbars Kaffee zu trinken,fühlst dabei den herbeigesehnten Himmel auf Erden…geniesst..und dann…fängst Du an sie zu beobachten – nicht,weil Du es wegen ihrer Sicherheit MUSST…sondern.. weil Du beim Beobachten versuchst,die Antwort zu finden „Wie konnte die Zeit nur so schnell verfliegen?“ „Habe ich all die Sommer zuvor jede Sandburg mit ihnen gebaut…die es zu bauen gab?“ Und dann bekommst Du eine Ahnung davon,wie sich IHRE Sehnsucht anfühlte …ein ♡Teil in einem geliebten Leben sein zu wollen.
Videos im Retrostil,
4. Die App Prequel verwandelt Autofahrten durch olivengesäumte Landstraßen, eintrudelnde Boote in Hafenbecken oder buddelnde Kinder am Strand ruckzuck in Bilder wie aus einer 50er-Jahre-Italo-Schmonzette. Garantiert auch Fahrten durch norddeutsche Maisfelder. Dazu die Italo-Klassiker aus den 50ern und 60ern von Domenico Modugno. Zum Beispiel Musetto. Habe ich gerade immer mal wieder in meinen Instagram-Stories verarbeitet und mag ich sehr. Ihr ja vielleicht auch.
Ostuni, Familienurlaub, Roadtrip mit Kindern
5. Und überhaupt: Dieses Familiending im Urlaub. Ich hatte mir Familienglück ehrlich gesagt immer etwas anders vorgestellt, bevor ich Kinder hatte. Rosiger. Auf jeden Fall irgendwie beständiger. Und jetzt? Sind es die Minuten, wenn sie friedlich spielen, die mich sehr glücklich machen (bevor sie wieder streiten). Die Sekunden, in denen wir alle gemeinsam lachen, bevor wieder irgendwem irgendwas nicht passt. Sogar die Stille, wenn sie schon im Auto sitzen und ich noch schnell die Mülltüte zum Mülleimer am Parkplatzende trage, ganz allein. Aber auch der Gedanke, mich zum Glück gleich wieder ins vollgerümpelte Auto setzen zu dürfen.

Die Erkenntnis, dass Glück sich manchmal erst im Nachhinein so richtig nach Glück anfühlt. Abends spät allein im Bett zum Beispiel, wenn alle vier schlafen, die Sandpanade abgespült ist und ich plötzlich einzelne Sätze und Szenen des wilden Strandnachmittags erinnere. Überhaupt: Wenn mir einfällt, was der Kleinste plötzlich auf einmal wieder Neues kann. Von einem Tag auf den anderen. Da hab ich ihn hunderttausend Mal im Auto gefragt, ob er auch einen Apfel möchte. Ich hab ihn jedes Mal gefragt, sicher schon seit einem Jahr, immer wenn wir einen gegessen haben. So wie man kleine Kinder eben fragt – und dann in Gedanken (oder laut) selbst antwortet.

Aber plötzlich antwortet er Ja. Einfach so. Und grinst. Ich erschrecke fast. Wundere mich über seine Stimme, die so kräftig und ein bisschen kehlig und beinahe ein bisschen rockig klingt. Wunderbar rockig. Alles bloß bei Ja. Und dann grinse ich laut. „Er hat Ja gesagt“, rufe ich. „Er hat Ja gesagt!“ Drei- oder bestimmt viermal. Die Großen grinsen von der Rückbank. „Ja, Mama. Wir wissen es“. Halleluja – und dazu dieses Lied von Domenico Modugno im Autoradio.

PS. Ja, es ist oft wild hier gerade. Manchmal furchtbar. Und manchmal ein bisschen kitschig. Richtig gut kitschig.

Alles Liebe,

Claudi