Fünf Dinge vom Wochenende, dieses Mal aus Italien (enthält unbeauftragte Werbung)

Jul
23/19

1. Unsere Unterkunft in der Toskana. Ein altes Natursteinhaus, riesige Wiesen mit Hängematten, Sitzgelegenheiten und Spielgeräten, blitzsauber, bezahlbar und dazu ein Pool hinter duftendem Lavendel: Wir haben hier eine wirklich gute Zeit verbracht. Vielleicht mögt ihr auch, dieses Jahr noch oder vielleicht nächstes. Aber nicht, dass ihr jetzt alle bucht und wir nächstes Jahr nicht wiederkommen können.
Agriturismo in der Toskana
2. Dieses Weingut hat es sogar in klitzeklein ins Miniatur Wunderland in Hamburg geschafft: Die Fattoria La Vialla! Es ist ein biologisch-biodynamisch zertifiziertes landwirtschaftliches Familienunternehmen, das seit 1978 von der Familie Lo Franco übernommen, vor dem Verfall gerettet und wiederaufgebaut wurde. Die Fattoria verschickt netterweise Wein, Öle und andere italienische Köstlichkeiten an alle, die gerade nicht durch Italien düsen. Allein auf der Website herumspazieren, fühlt sich ein bisschen wie Urlaub an. Wie wäre es vielleicht mit unserem Lieblingswein. Selbstgemachte Pizza schmeckt mit diesem Mehl noch viel besser. Und wie lecker klingt bitte dieser Apertif?
Apulien mit Kindern,
3. Dieser Kommentar via Facebook zu meinem Artikel Strand mit Zuversicht.

Genauso…war es …bis es ruckzuck „flupp“ macht und plötzlich liegst Du am Strand,“musst“ lesen und zusehen,wie sie ohne Dich WOLLEN…Du beginnst, mit Deinem Mann in Strandbars Kaffee zu trinken,fühlst dabei den herbeigesehnten Himmel auf Erden…geniesst..und dann…fängst Du an sie zu beobachten – nicht,weil Du es wegen ihrer Sicherheit MUSST…sondern.. weil Du beim Beobachten versuchst,die Antwort zu finden „Wie konnte die Zeit nur so schnell verfliegen?“ „Habe ich all die Sommer zuvor jede Sandburg mit ihnen gebaut…die es zu bauen gab?“ Und dann bekommst Du eine Ahnung davon,wie sich IHRE Sehnsucht anfühlte …ein ♡Teil in einem geliebten Leben sein zu wollen.
Videos im Retrostil,
4. Die App Prequel verwandelt Autofahrten durch olivengesäumte Landstraßen, eintrudelnde Boote in Hafenbecken oder buddelnde Kinder am Strand ruckzuck in Bilder wie aus einer 50er-Jahre-Italo-Schmonzette. Garantiert auch Fahrten durch norddeutsche Maisfelder. Dazu die Italo-Klassiker aus den 50ern und 60ern von Domenico Modugno. Zum Beispiel Musetto. Habe ich gerade immer mal wieder in meinen Instagram-Stories verarbeitet und mag ich sehr. Ihr ja vielleicht auch.
Ostuni, Familienurlaub, Roadtrip mit Kindern
5. Und überhaupt: Dieses Familiending im Urlaub. Ich hatte mir Familienglück ehrlich gesagt immer etwas anders vorgestellt, bevor ich Kinder hatte. Rosiger. Auf jeden Fall irgendwie beständiger. Und jetzt? Sind es die Minuten, wenn sie friedlich spielen, die mich sehr glücklich machen (bevor sie wieder streiten). Die Sekunden, in denen wir alle gemeinsam lachen, bevor wieder irgendwem irgendwas nicht passt. Sogar die Stille, wenn sie schon im Auto sitzen und ich noch schnell die Mülltüte zum Mülleimer am Parkplatzende trage, ganz allein. Aber auch der Gedanke, mich zum Glück gleich wieder ins vollgerümpelte Auto setzen zu dürfen.

Die Erkenntnis, dass Glück sich manchmal erst im Nachhinein so richtig nach Glück anfühlt. Abends spät allein im Bett zum Beispiel, wenn alle vier schlafen, die Sandpanade abgespült ist und ich plötzlich einzelne Sätze und Szenen des wilden Strandnachmittags erinnere. Überhaupt: Wenn mir einfällt, was der Kleinste plötzlich auf einmal wieder Neues kann. Von einem Tag auf den anderen. Da hab ich ihn hunderttausend Mal im Auto gefragt, ob er auch einen Apfel möchte. Ich hab ihn jedes Mal gefragt, sicher schon seit einem Jahr, immer wenn wir einen gegessen haben. So wie man kleine Kinder eben fragt – und dann in Gedanken (oder laut) selbst antwortet.

Aber plötzlich antwortet er Ja. Einfach so. Und grinst. Ich erschrecke fast. Wundere mich über seine Stimme, die so kräftig und ein bisschen kehlig und beinahe ein bisschen rockig klingt. Wunderbar rockig. Alles bloß bei Ja. Und dann grinse ich laut. „Er hat Ja gesagt“, rufe ich. „Er hat Ja gesagt!“ Drei- oder bestimmt viermal. Die Großen grinsen von der Rückbank. „Ja, Mama. Wir wissen es“. Halleluja – und dazu dieses Lied von Domenico Modugno im Autoradio.

PS. Ja, es ist oft wild hier gerade. Manchmal furchtbar. Und manchmal ein bisschen kitschig. Richtig gut kitschig.

Alles Liebe,

11 Kommentar zu “Fünf Dinge vom Wochenende, dieses Mal aus Italien (enthält unbeauftragte Werbung)

  1. Ich liebe Deine Italienfilme in den Instastories! Da verschafft mir zuhause sogar ein Urlaubsgefühl. Vielen Dank dafür!
    Genieße Deinen Urlaub, auch wenn es oftmals stressig ist. Ich kenne das, habe selber vier Kinder. Aber, wie Du schon schreibst, danach, wenn man zurückdenkt, ist der Urlaub immer perfekt und wunderbar. Aber steckt man mittendrin ist das nicht immer so.
    Herzliche Grüße
    Katrin

  2. Lena Rüthers on 23. Juli 2019 at 11:29 geschrieben

    Liebe Claudi!
    Danke für diesen wundervollen Text!!! Bin in den letzten Tagen quasi mit euch auf Reisen.😊 Kann deine Gedanken sooo gut nachvollziehen! Seele baumeln lassen und den Moment genießen! Habt weiterhin eine ganz tolle Zeit! Liebe Grüße, Lena

  3. Heike Knops on 23. Juli 2019 at 13:52 geschrieben

    Liebe Claudi,ich bin sehr viel älter als du.Es ist mit dem Glück im Rückblick richtig.Wenn man es in der Echtzeit oft nur flüchtig empfindet, wird es immer größer je mehr Jahre vergehen; es wird in der Summe zu einem wertvollen Schatz.Dennoch sollte man auch die Echtzeit genießen so gut und intensiv wie es nur geht.Euch noch schöne,glückliche Ferien😍

  4. Chiara on 23. Juli 2019 at 20:20 geschrieben

    Ihr ward bei La Villa, der Hammer – da träumen wir schon lange von. Bestellen wir doch liebend gerne dort Italienische Köstlichkeiten, für die kleinen Auszeiten im Alltag (Abends wenn die Kinder schlafen 😉 ). Denn das mit dem Essengehen ist ja nicht mehr so drin ;-).
    Einen ganz tollen, lustigen, erlebnisreichen Urlaub wünsche ich euch noch. Liebe Grüße, Chiara

  5. Danke😘😘😘Für die Vorfreude😘😘LG , Steffi

  6. Corinna on 24. Juli 2019 at 11:10 geschrieben

    Liebe Claudi,

    Danke.Du hast mir gerade einen Moment des Lachens geschenkt und kurz danach sind die Tränen geflossen. Weil es sich hier genauso anfühlt.Danke

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