Psst, ich darf es ja gar nicht laut sagen, aber ich war ein klitzekleines bisschen froh über das schlechte Wetter am Wochenende. Wir haben uns Freitag Abend auf die Couch verkrümelt, ich habe Samstag endlich Geburtstagseinladungen fertig genäht, sandiges Sommerchaos beseitigt und endlich mal wieder Wäsche gemacht. War natürlich nur so gut, weil meine Wetter-App ab Dienstag wieder durchgehend einen dicken gelben Kreis anzeigt…
Mittsommer mit Kindern, Sommersonnenwend Feier
1. Eigentlich hatten wir für Freitag eine kleine Mittsommersause geplant, mit einem Lagerfeuer und Stockbrot rösten lange in die kurze Nacht hinein. Aufgrund des Regens wurde ein Sommersonnenwende-Picknick auf dem Wohnzimmerboden draus. Wir haben dafür eine Brotsonne aus meinem RatzFatz-Ciabattateig gebacken und im Nieselregen einen großen Wiesenblumenstrauß gepflückt. Wie bei den Kindern von Bullerbü haben die Jungs später noch sieben Blumen gepflückt und sind über sieben Zäune geklettert, um in der Nacht von der Frau zu träumen, die sie mal heiraten werden…
Mittsommer feiern,
2. Am Samstag waren wir bei Freunden zum Spielen und Essen und Fußball schauen eingeladen und ich wollte eigentlich einen Sommerblumenkranz als Mitbringsel mitbringen. Weil ich es aber nicht übers Herz gebracht habe, an meinen Blumenbabys herumzuschneiden, habe ich stattdessen einen Gräserkranz gebunden. Die Gräser unter den Obstbäumen reichen mir inzwischen bis zur Hüfte und ich liebe es, wenn sie im Abendlicht beinahe golden schimmern. Der Kranz kam super an und ist eine hübsche Mitbringsel-Alternative, finde ich.
Mittsommer mit Kindern
3. Bei meiner Magazin- und Blogschmökerrunde am Samstag Morgen habe ich etwas gelesen, dass ich wunderbar finde. Storq, eine sehr cooles Umstandsmodenlabel aus den USA fotografiert seine lässigen Looks ab sofort an echten Schwangeren. Ich meine welche, die nicht bloß bauch-, sondern eben auch hüft-, brust- und oberarmschwanger sind.

Oh, gesichtsschwanger nicht zu vergessen. Denn mal ehrlich, welche Frau sieht in der Schwangerschaft schon wirklich so als hätte sie bloß eine Wassermelone verschluckt? Genau. Sehr wenige. Ich hab die hübschen Basics von Storq in meiner letzten Schwangerschaft entdeckt, fand sie sehr lässig, habe mich angesichts der Schluckmelonen-Models aber auch immer ein wenig gefühlt wie ein Biege-Ballon kurz vorm platzen. Jetzt sieht man endlich, wie die Sachen wirklich sitzen. Und das sieht verdammt noch mal fantastisch aus. Wie beruhigend.
Schwups fährt in die Ferien, Schwups Bücher,
die schönsten Bücher für den Urlaub
4. Ein bisschen beginnen die großen Ferien für mich mit dem Tag, an dem ich in den Buchladen gehe und Ferienlektüre shoppe. Ganz in Ruhe suche ich aus, lese an und entscheide mich für zwei bis drei. Danach gucke ich nach Büchern, die jeweils den Jungs gefallen könnten. Und freue mich, dass ich ziemlich sicher bin, bei welchem Buchanblick sie jauchzen. Dieses Mal kam ich wirklich krumm wieder heraus, mit jede Menge neuer Bücher für uns alle sechs.

Ich hatte kurz ein schlechtes Gewissen, weil ich für den Preis auch unseren gesamten Wocheneinkauf hätte kaufen können. Aber dann kribbelte in mir so viel Lesevorfreude, dass ich beschloss, mich einfach darauf zu freuen. Und diese herrliche Ferienleseliebe den Jungs hoffentlich mitzugeben. Und dann dachte ich noch, dass es wirklich gut ist, dass wir immer mit dem Caddy in den Urlaub fahren anstatt zu fliegen…
Sommermitbringsel,
5. Am Samstag wär ich beinahe wieder mehrfach reingetapst: in die „Eben-noch-mal-schnell“-Falle. Gleich nach dem Austehen, das erste Mal. Alle Kinder spielten und ich? Packte erstmal den Geschirrspüler aus, statt mich einfach heimlich still und leise auf die Couch zu schleichen und in Ruhe einen Kaffee zu trinken. Dabei bin ich ein ganz anderer Mensch (und Mama), wenn ich das mache. Mittags gleich wieder: da schlief sogar das Baby. Und ich? Legte Wäsche zusammen, fegte die Krümel unter den Barstühlen auf und sortierte alte Unterlagen von 2014 aus. Ist das nicht bescheuert?

Mittendrin packte es mich zum Glück, ich stellte den Ordner zurück ins Arbeitszimmerregal, wo er jetzt mindestens zwei Jahre aufs Sortieren wartet, also wohl auch noch ein wenig länger warten konnte, nahm mir einen Kaffee, legte die Beine hoch und machte nix. Es war wunderbar. Mir blieben exakt 17 Minuten, bis das Baby aufwachte. Wunderbar vertrödelte Minuten. Ich hatte meinen Fuß gerade noch aus der Falle gezogen. Gelingt euch das auch regelmäßig?

PS. Baby fand es später übrigens super, mit mir zusammen die Papiere zu sortieren und vor allem zu vernichten. Mit Elfmonatskraft, vier Zähnen und mit Spucke.
Mehr über herrlich unterschiedliche Familienwochenenden gibts übrigens hier.

Eine schöne Woche und alles Liebe,

Claudi