Am Sonntag Morgen war es eine ganze Weile überraschend leise. Mit mir waren bloß der ganz Kleine und der ganz Große wach. Und so sehr ich das wilde Großfamilienleben liebe, so sehr liebe ich, wenn wir uns ab und zu aufteilen. Wir reden dann ganz anders miteinander. Mein Großer hatte die Idee, Pfannkuchen zu backen, was ich prima fand. Leider war kein Ei mehr da…

Statt bei den Nachbarn zu fragen, wie ich es getan hätte, überlegte er, was er statt Ei hineingeben könnte. Ich war erst dagegen. Sah den Pfannkuchen im Müll, den Teigrest auch und die Küche im Chaos. Aber dann sagte er: „Mama, wie soll ich denn wissen was Ei im Teig macht, wenn ich es nie ohne backen darf.“ Peng, manchmal geben uns unsere Kinder selbst die besten Erziehungstipps – und wir müssen bloß zuhören. Statt gleich loszupoltern. Lustigerweise hatte ich die ganze Woche über Ähnliches gemacht…

Für mein Kochbuch habe ich mich durch all meine Lieblingsrezepte gekocht und sie oft nochmal hier hin und dort verändert. Es ist schon verrückt: Da kochst du jahrelang nach einem Rezept und liebst es. Dann willst du ein Kochbuch darüber schreiben und wirst plötzlich unsicher… Ist das nun tatsächlich die absolut beste Nudelsoße? Ist dein Knäckebrot perfekt?. Ich habe schon lange mein Lieblingsknäckerezept gefunden, dennoch backte ich in der Nacht vor dem Knäckebrotshooting noch zwei Mal Varianten dazu, bloß um festzustellen, dass das ursprüngliche Rezept doch das Beste war. Was sich dann aber auch gut angefühlt hat. Wie mehrere Angebote von Handwerkerfirmen für die Küchenrenovierung einholen.
Wochenendgefühl

Was mich gerade sehr beschäftigt an den Wochenenden? Wie wir das Wochenendgefühl zurück erobern. Einfach die Arbeit weglassen, funktioniert nicht so leicht. Außerdem arbeite ich gern, mein Mann auch. Was mir hilft, ist das Handy auszuschalten. Nicht zu schauen, wer in Social Media mal wieder Studien zeigen, dass wir rund 150 Mal am Tag auf unser Handy schauen. Alles was wir tun wird dadurch ständig unterbrochen. Der Flow ist weg. Ich will den wieder. Was mir hilft ist tatsächlich das Kochen. Aus Büchern, nicht nach Bildschirmen. Und unser Garten. Einfach graben, jäten, zupfen – dazu ungeschminkt sein, mit wildem Haar und gestern sogar mit zwei verschiedenen Gummistiefeln im Beet (weil ich die anderen nicht gefunden habe). Lachen sammeln statt Likes. Herrlich.

Dann hatten wir am Wochenende noch ein Date. Mit drei faustgroßen Fellkugeln. Noch leben die drei Zwergwidder bei ihrer Mutter und bleiben dort auch noch eine Weile, aber in knapp drei Wochen ziehen sie bei uns auf den Hof. In einen wirklich hübschen Stall, den André mit den Jungs bereits letztes Wochenende aufgebaut hat. Die Kaninchen sind übrigens ganz bewusst kein Ostergeschenk. Weil man Verantwortung nicht verpacken und eine Schleife drumherum wickeln kann. Sie kommen einfach rund um Ostern zu uns, weil es zeitlich gerade gut passt.

Wir freuen uns alle sechs auf unsere neuen Mitbewohner und einige von uns haben sogar einen Kaninchen-Kalender gezeichnet, auf dem täglich die Tage bis zum Einzug abgestrichen werden. (Unser wirklich schöner Kaninchenstall ist übrigens von hier. Den Tipp habe ich von einer Freundin, deren drei Hühner seit einer ganzen Weile in einem ähnlichen wohnen. Ich finde die Ställe dort fast alle besonders hübsch! Dazu werden Elisa, Astrid und Hicks natürlich noch einen Freilauf haben.

Übrigens: die Pfannkuchen ohne Ei waren lecker.

Alles Liebe,

 

Claudi