Fünf Dinge vom Wochenende #19 (enthält unbezahlte Werbung)

Dez
03/18

Ich machs diesen Advent auf Amsel-Art. So wie die kleinen dunklen Vögel im Gras vor meinem Fenster herumpicken, picke ich mir dieses Jahr ganz bewusst ein paar Sachen aus der riesigen Vorweihnachtwiese heraus und versuche mich dabei nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Immer mit dem Gedanken im Kopf: Alles geht nicht, alles muss auch nicht. Ich kann nicht auf allen Weihnachtsfeiern tanzen, nicht alle abertausend tollen Ideen von Pinterest backen und basteln, so isses nun mal. Am Wochenende habe ich ein Wildessen mit Freunden herausgepickt, einen Besuch im Weihnachtsmusical, die erste Tüte Schmalzkuchen und die Kiste mit den Weihnachtsbüchern…

Ich hätte gern noch so viel mehr gemacht: Alle Weihnachtsbücher bereits einmal durchgelesen, mit den Kindern gebacken und gebastelt, Waffeln gemacht, die Fotokalender zu Weihnachten angefangen. Aber hey, der Advent hat vier Wochen, zum Glück. Er hat ja gerade erst losgelegt. Ein paar Dinge, die mich am Wochenende noch so beschäftigt haben…
die schönsten Kindersprüche

1. Zwei neue Produkte im Wasfürmich-Shop: Ich hatte mir schon länger noch eine weitere Optik für unsere Sprüchebücher gewünscht, etwas verspielter, inspiriert von der Natur mit einem Hauch von Folklore, etwas, das sehr „Wasfürmich“ ist. Jetzt hat unsere Illustratorin Greta zwei wunderschöne neue Layouts gemacht und wir haben sie fix in einer kleinen Druckerei drucken lassen und in den Wasfürmich-Shop gestellt, damit ihr sie noch rechtzeitig zu Weihnachten habt.

Die kleinen Bücher „Wildling Worte“ und „Lieblings Laute“ sammeln all die niedlichen Worte und Sätze aus den Mündern eurer Kinder für euch. (Mein Liebling ist ja immer noch T. Lieblingserklärung: „Mama, ich liebe dich wie Salami.“ Oder auch das zuckersüße „Luftabong“ von L.) Die kleinen Bücher sind eine wunderschöne Erinnerung für euch, passen in jede Handtasche und jede Nachttischschublade und sind außerdem ein super Mitbringsel für frisch gebackene Eltern, Paten, Großeltern.

2. Gestern am Sonntag (1. Advent!) wars erst total wenig weihnachtlich. Wir mussten früh raus, weil einer meiner Söhne einen Auftritt mit seinem Chor hatte. Ich hatte mir vorgenommen, vorher noch schön zu frühstücken, mit Kerze und Co, aber dann waren doch wieder alle so spät dran, dass jeder für sich im Vorbeigehen schnell eine Brötchenhälfte aß, mein Zimtkaffee halb voll stehen blieb. Nicht mal das Feuerzeug hatte ich gefunden. Nachmittags düsten wir dann in die Stadt, mal wieder spät dran, einer musste noch zum Babysitter gebracht werden, einer war maulig, es regnete, wir fanden keinen Parkplatz.

Aber dann, dann fand ich ihn: den Anschaltknopf für Weihnachtsstimmung. Das Musical „Die Weihnachtsbäckerei“ im Schmidts Tivoli mitten auf dem Kiez, ohrwurmte sich mit Rolf Zuckowskis Hits in meinen Kopf, es duftete nach Keksen, Lichter und Weihnachtskugeln funkelten und Kunstschnee tanzte von der Decke. Es war wunderbar. Der Kakao und die Schmalzkuchen auf dem St. Pauli Weihnachtsmarkt hinterher auch.

3. Bis Freitag Abend war ich auf einer Pressekonferenz von Weleda in Berlin und neben all der schönen Neuheiten für 2019 gab es eine Diskussionsrunde zum Thema „Authentizität“ Mein Lieblingssatz daraus: „Authentisch bloggen bedeutet nicht alles zu zeigen oder zu erzählen, sondern das, was man erzählt persönlich zu erzählen.“ Ich versuche das schon lange, es jetzt noch einmal auch von anderen Profis zu hören, dass dieser Weg der richtige sein könnte, hat sich gut angefühlt. Was denkt ihr denn als Blogleser darüber?

4. Freitag am Bahnhof in Berlin entdeckte ich die drei Seiten Hausreportage über uns in der Nido, mit Schwups-Buch Empfehlung und ganz viel Inspiration. Für Seiten wie diese liebe ich Print und ich freue mich so, Teil dieses schönen Hefts zu sein. (Ebenfalls sehr, sehr gut geschrieben, aber tieftraurig ist die Reportage im Heft über den kleinen Jungen, der beinahe ertrunken wäre. Ein neuer Beweis meines Gefühl, dass ich so richtig, richtig Angst um meiner Kinder eigentlich bloß an Straßen und in der Nähe von WASSER habe.)

5. Unsere Kiste mit Weihnachtsbüchern ist wieder unten. Alle Bücher wurden wie alte Freunde begrüßt und gleich geblättert. Am absolut tollsten und irgendwie immer noch total unglaublich ist, dass mein Bilderbuch „Schwups sucht den Weihnachtsmann“ in diesem Jahr auch dabei ist. Falls ihr noch eins bis Nikolaus wollt: Wenn ihr heute noch schnell im Wasfürmich-Shop bestellt und per Paypal zahlt, geben wir unser Bestes, dass es noch rechtzeitig bis Nikolaus bei euch ist.

Heute morgen habe ich mir eine spontane Leseviertelstunde mit meinem Vierjährigen aus der Morgenhektik frei gepickt. Trotz vollem Schreibtisch. An dem versuche ich jetzt den Stapel darauf kleiner zu arbeiten (mit etwas Fantasie hat er Tannenbaumform, hoho). Dazu Michael Bublé im Ohr, zum ersten Mal. Ist doch einfach wunderbar, trotz Hektik, dieser Dezember. Wir müssen bloß dran denken: eins nach dem anderen. Und auf Amsel-Art.

PS. Mehr Familien-Wochenenden.
Alles Liebe,

9 Kommentar zu “Fünf Dinge vom Wochenende #19 (enthält unbezahlte Werbung)

  1. Lydia on 3. Dezember 2018 at 16:39 geschrieben

    Liebe Claudia,
    gerade weil dein Blog so authentisch wirkt/ist, lese ich hier so gern.Deine warmherzigen Worte,die gut geschrieben Texte und das Augenzwinkern zwischen den Zeilen machen ihn einfach zauberhaft.
    Liebe Grüße aus dem hohen Norden,
    Lydia

  2. Piepmatzhoch2 on 3. Dezember 2018 at 20:37 geschrieben

    Liebe Claudi,
    gerade weil du sehr authentisch wirkst ist dein Blog so wunderbar! Man spürt in deinen Texten einfach die Begeisterung, Liebe und Freude, mit der du schreibst. Du hast einen so guten Schreibstil, der mich immer abholt, zustimmend nicken, nachdenken, schmunzeln oder auch mal ein Tränchen verdrücken lässt. Ich liebe auch gerade die Einblicke, wenn es mal nicht rund läuft, lustigerweise kommen diese Beiträge immer sehr passend, wenn es bei uns auch so ist…
    Auch dass du nicht alles preisgibst finde ich sehr authentisch – auch wenn mich z.B. Einblicke in den Job sehr interessieren würden, so von Grundschullehrerin zu Grundschullehrerin😉
    Ich freue mich schon auf den nächsten Beitrag!
    Euch eine zauberhafte Adventszeit und viel Erfolg beim Amseln! Viele Grüße Nina

  3. Katharina on 4. Dezember 2018 at 09:58 geschrieben

    Liebe Claudi,
    dieser Beitrag ist wieder ein besonderes Schöner. Authentisch und doch in vielen Punkten so kompatibel für mich und meinen Alltag. Vielen Dank dafür. Du machst das wirklich grossartig.
    Herzliche Grüsse aus der Schweiz,
    Katharina

  4. Nina on 4. Dezember 2018 at 10:10 geschrieben

    Liebe Claudi
    Ich kann mich da nur anschließen, ich finde dein blog wirkt wirklich authentisch. Die Geschichten aus deinem Leben erinnern oft an das eigene Familienleben, da du nicht nur von wunderschöne und liebenswerten Ereignissen von und mit deinen Kindern berichtest, sondern auch davon dass es nicht immer alles reibungslos läuft, eben Geschichten in denen man sich wiedererkennt.
    Es kann keiner von dir erwarten alles preiszugeben. Mal ehrlich, man gibt oft nicht mal alles gegenüber Leuten preis, die man wirklich kennt, wieso solltest du das dann auf deinem blog tun müssen?
    Liebe Grüße
    Nina

  5. Hallo Claudi! Ich finde, dass mit der Authentizität gelingt dir ganz wunderbar! 🙂 Das Lesen deines Blogs macht mir solche Freude! Früher habe ich viele Blogs gelesen, aber im Moment ist es nur noch deiner, den ich ganz regelmäßig besuche und verfolge.

    Was mich noch interessieren würde: Hast du schon mal einen Beitrag nur über eure Weihnachtsbücher-Kiste geschrieben? Vielleicht gibt es ihn schon und ich habe ihn übersehen… Es würde mich so brennend interessieren, welche Schätze dort drin sind! 🙂

    Viele Grüße
    Luisa

  6. Anna on 4. Dezember 2018 at 20:57 geschrieben

    Liebe Claudi,

    die „Amsel-Art“ kommt mir so bekannt vor und es tut zwischendurch unendlich gut zu lesen, dass man damit so gar nicht allein ist. Man möchte gerade diese Zeit so sehr genießen und fällt immer wieder in die Viel-zu-viel-Falle.
    Ich habe die Tage im Radio folgenden Rat gehört: Immer dann, wenn man es eilig hat, oder irgendetwas noch schnell erledigen muss (möchte), soll man bewusst langsam machen! Und tatsächlich, es klappt. Nicht immer, aber immer öfter!

    Noch was zum Schmunzeln: Blättere heute die aktuelle Nido durch, sagt auf einmal meine Jüngste:“Mama, da ist ja das gleiche Buch, das wir auch haben!“ (natürlich ein herrlicher Schwups…)

    Liebe Grüße
    Anna

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