Fünf Dinge (enthält unbeauftragte Werbung)

Jun
12/19

Ich hatte mal wieder ein paar Mama-Monster auf der Schulter sitzen in der letzten Woche. Kennt ihr die? Die sind klein, wachsen aber schnell, tauchen auf, wenn eigentlich alles fein ist und flüstern dir fies ins Ohr: „Du kriegst es einfach nicht hin mit den Kids…!“ Oder: „Das geht doch gar nicht, was deine Kinder tun. Pfui, pfui.“ Wahlweise auch: „Guck doch mal die Kinder von xy, die sind freundlicher, fleißiger und überhaupt.“ Manchmal brüllen das diese Monster sogar…

1. Obwohl ich seit acht Jahren Mama bin, tauchen die Monster ab und zu auf. Zum Glück ist mir passenderweise in der letzten Woche einer meiner liebsten und einfachsten Erziehungstipps der Welt wieder eingefallen. Nämlich: Schlafen gehen. Ohne Witz. Damit meine ich jetzt (leider) nicht, oben im Bett verschwinden, während unten die (Monster-)Welt untergeht. Sondern wenn die Kinder im Bett sind, sofort auch ins Bett gehen. Killt jede Grübelgedanken sofort – und morgens sieht alles fast immer viel besser aus – und viel weniger unfreundlich und unfleißig. Bei Licht bin ich eine bessere Mutter; eine die nicht so viel in Frage stellt, eine die weniger links und rechts guckt, eine, die die Mama-Monster mit einem bloßen Schulterzucken vertreibt…

2. Manchmal wunder ich mich, was und wie und worüber einige Blogkollegen so schreiben. Und vor allem wunder ich mich, dass viele, viele Blogabonnenten das scheinbar tatsächlich lesen wollen. Oft denke ich aber auch bei Texten von Kollegen: Verdammte Kiste, warum bis du da nicht drauf gekommen? So ging es mir vor einer Weile mit dem tollen Projekt von Leonie, die außer für ihren schönen Blog Minimenschlein, jetzt noch für ihr das Projekt Kinder digital begleiten schreibt und fantastisch recherchiert. Zum Glück macht Leonie das so gut, da denk ich nicht mehr weiter. Da staune ich nur. Wundere mich. Bekomme ein bisschen Angst vor der digitalen Welt. Und bin dann wieder froh, dass es Leonie gibt, die mir schon jetzt ganz viel beigebracht hat.

3. Am Freitag verabschiedete ich mich in ein Offline-Familienwochende, kündigte kurz an, dass ich die Instagram-App wieder einmal vom Handy nehmen würde – und bekam dazu jede Menge interessierter Nachfragen (die ich erst Montag Abend wieder las.) Also, für alle die es interessiert: Ich lösche einfach für ein paar Tage die App vom Handy, in dem ich sie kurz anklicke und dann mit Hilfe des kleinen Kreuzes lösche. Damit behalte ich natürlich meinen Account – ich schütze mich bloß selbst davor, ständig aufs Handy zu schauen. (Dazu verleitet mich diese App immer am meisten).

Wenn ich wieder loslegen will, lade ich die Instagram-App einfach neu im App-Store herunter. Fertig. (Ich hoffe ja immer noch, dass ich dadurch auch endlich mal diese Musikfunktion bei Instagram ergattere, das hat bislang aber nicht geklappt. Also, falls ihr Tipps habt…) Ach ja – ganz sicher ist das ganz schlecht für den Instagram-Algorithmus, sprich fürs Gewinnen neuer Follower und scheffeln von Reichweite und erzielen von Höchstpreisen bei Kooperationspartnern – aber ganz ehrlich, dass ist mir meine Familienzeit tausendmal Wert.

4. Übrigens: Wir haben einen Schulranzen. Ich bin euren Ratschlägen unter meinem Post letztens tatsächlich gefolgt, habe eigentlich bloß zum Spaß bei Ebay Kleinanzeigen geguckt, war hin und weg von der Auswahl, der Qualität und der Preise der vielen, vielen Ranzen dort. Und dann kam mein zukünftiger Erstklässler dazu und hat sich Knall auf Fall in einen blauen Ranzen mit weißen Einhörnern verliebt. Feder- und Sporttasche waren sogar auch noch dabei. Uns hat das Ganze schlappe 35 Euro gekostet – für ihn ist der Ranzen unbezahlbar. Und ich hatte endlich mal kein Nachhaltigkeitsbauchweh.
Ikea Küche Hack, Designerfronten für Ikeaküchee
5. Noch eine tolle Sache, auf die mich eine Freundin gebracht hat, die demnächst bauen möchte: Die Firma Reform macht coole Designerfronten für – Achtung – Ikeaküchen. Bezahlbar – und so schick. Und die Webseite ist außerdem auch noch herrlich nutzerfreundlich. Was für eine super Idee!! Ich glaube, ich mag diese hier am liebsten, je nach Haus in holzfarben oder lichtgrau.

Und was beschäftigt euch gerade?

Alles Liebe,
Claudi

10 Kommentar zu “Fünf Dinge (enthält unbeauftragte Werbung)

  1. Nicole on 12. Juni 2019 at 12:16 geschrieben

    Liebe Claudi, genau so mache ich es auch mit Insta. Konsequent löschen für eine bestimmte Zeit, bin jetzt in Woche 2 und es fühlt sich gut an. Das mit dem Ranzen auf Kleinanzeigen, versuche ich auch gerade aber hier bis jetzt noch nicht passendes gefunden.
    Euch eine schöne Sommerzeit.
    Lg nicole

    • Claudia on 12. Juni 2019 at 14:41 geschrieben

      Ich drücke dir die Daumen! Bei uns gab es tatsächlich eine riesengroße Auswahl!
      Alles Liebe,
      Claudi

  2. Veronika on 12. Juni 2019 at 12:38 geschrieben

    Ich habe das mit dem App löschen schon vor Jahren mit facebook gemacht. Unglaublich wie viel Zeit mich die App früher „ gekostet“ hat. „Einfach nur mal gaaanz kurz schauen…“
    Jetzt muss ich bewusst auf die Website gehen und mich einloggen, das mach ich dann nur mehr ganz gezielt. Dann versumpere ich zwar immer noch, aber es ist echt nur mehr alle paar Wochen, seeehr angenehm!

    Danke hier auch für deinen tollen Account, deine immer guten Worte und Ideen und all die Inspiration die man immer von dir bekommt. Somit, recht eigennützig, bitte nicht zu oft Insta löschen 😉

    • Claudia on 12. Juni 2019 at 14:39 geschrieben

      Facebook verführt mich lustigerweise gar nicht mehr, die ist nicht gefährlich, die darf bleiben.
      Und Danke! Ich hab ja auch auf der anderen Seite so einen riesengroßen Spaß an Instagram. Also, wird sicher nicht zu oft sein.
      Alles Liebe,
      Claudi

  3. Mich beschäftigt ganz aktuell, wie dieses süße Huhn in Deine Küche kam! Magst Du das noch schnell verraten? 🙂

    P.S. Schlafengehen ist ein super Tipp für fast alle Lebenslagen. Und schon habe ich meine Oma wieder im Ohr „Morgen früh sieht die Welt schon wieder ganz anders aus“. Wie recht sie fast immer hatte!

    • Claudia on 12. Juni 2019 at 15:44 geschrieben

      Ha, ha, Schneewittchen stolziert einfach so herein, weil hier an warmen Tagen immer alle Türen offen stehen.
      Und tolle Oma!!!
      Liebe Grüße,
      Claudi

  4. Rabea on 12. Juni 2019 at 21:35 geschrieben

    Hey Claudi,
    wir checken gerade deine Reisetipps in der Bretagne, wandeln quasi auf euren Spuren😁 Das Meer ist der Hammer, das Wetter etwas verregnet, aber das Mobilheim hat ja eine Heizung!
    Unsere drei Jungs sind begeistert! Besonders Levi, der aus den Schwuppsbüchern deinen Namen kennt, fragt immer „War die Claudia Schaumann auch hier?“😄
    Ganz liebe Grüße
    Rabea

    • Claudia on 13. Juni 2019 at 10:18 geschrieben

      Liebe Rabea, ich dreh durch, wirklich? Ach wie schön. Ich freu mich für euch und sende liebe Grüße!
      Und ja Levi, die Claudi, die war auch genau dort!!! (Mit einem Schwups in der Hand und dem neuen Schwups im Kopf ; )
      Alles Liebe,
      Claudi

  5. AnNi on 12. Juni 2019 at 22:21 geschrieben

    Hallo Claudi,
    Sie schön dass dein Sohn auch seinen Wunschranzen gefunden hat! Ich hatte damals noch die passende Schultüte gebastelt, genäht- regelmäßig abendfüllendes Projekt 🙈 nur keine Stunden rechnen. Aber es war meine kleine Herausforderung…
    Ich bin erstaunt , dass du dich so mit Selbstzweifeln quälst! Erziehung- ok, da kommt man immer mal hin, aber da kann es ein positiver a-ha Effekt sein, bei anderen zu sehen- das will ich bei meiner Familie auf keinen Fall!
    Aber beruflich?? Ich bin Architektin und froh, dass es Berufskollegen gibt , die besser sind oder tolle Projekte realisieren- neue Schulen , Elbphiharmonien etc. sonst sähen unsere Städte doch so schrecklich aus wie Eigenheimsiedlungen am Rande ..
    Du hast erfolgreiche Projekte + Kinder! Wieviele Journalisten können das von sich sagen?!
    Und womöglich putzen Sie ihre Fenster nicht selbst 😉
    VG

    • Claudia on 13. Juni 2019 at 10:17 geschrieben

      Ach du, wie lieb. Das Beruhigende glaube ich ist: jeder hat Selbstzweifel. Ganz sicher auch die Kollegen, die noch mehr gute Texte in noch kürzerer Zeit reißen. Aber klar, die meiste Zeit über bin ich absolut dankbar, über das was ich machen kann. So, so sehr. Ich darf bloß nicht zu viel rechts und links schauen. Und ich mag deinen Gedanken, dass man eine Stadt nun mal nicht alleine bauen kann. Sehr.
      Liebe Grüße,
      Claudi

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