Ich liebe spontane Grillfeste. Ich liebe es, wenn es anfängt rauchig zu riechen. Wenn die Kinder mit Tellerstapeln rausschlurfen und ich bei lauter Musik Salat, Tomaten und Gurke zusammenwerfe. Wenn die Nachbarn rüberkommen und alles mitbringen, was sie noch im Kühlschrank hatten und wir klirrend damit anstoßen. Und wenn ich so hungrig bin, dass ich beinahe in die rohe Bratwurst beiße. Genau dieser Moment ist perfekt für eine köstlich knusprige Vorspeise…
Ein Biss und alle so: “Boah sind die gut!”
Die Basis meines kleines Appetizers ist ein Sauerteigbrot. Ich liebe es, allerdings habe ich mich da jahrelang nicht wirklich herangetraut. Zu schwierig, zu aufwendig, zu lang, all das. Dabei schmeckt nichts außen so knusprig und innen so soft, göttlich. Tollerweise bekomme ich jetzt mit dem neuen getrockneten Roggen-Vollkorn Sauerteig von Dr. Oetker super einfach einen richtig guten Sauerteig hin.
Der enthält übrigens keine Zusätze außer Roggenvollkornmehl plus Starterkultur und wird – je nach Rezept – einfach mit Mehl, Hefe (zum Beispiel Trockenhefe von Dr. Oetker) und Wasser angerührt. Kneten und gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat und weiter verarbeiten. Das ist kinderleicht und funktioniert super.
Ich habe den fix angerührt, nachdem wir uns durch die Hecke mit den Nachbarn spontan für später zum Grillen verabredet haben. Während die Kinder den Tisch deckten, André den Grill anschmiss und die Nachbarn von ihrem geplanten Pool erzählten, formte ich den Teig zur Rolle, schnitt ihn in acht Teile, rollte daraus auf dem Blech kleine Fladen und belegte diese mit Crème fraîche, Frühlingszwiebeln und Schnittlauch. Auf eine paar streute ich zusätzlich noch ein bisschen Speck. Kurz braun und brutzelig backen und fertig.
Während draußen der Rost heiß wurde, ließen wir uns noch in der Küche gleich auf die Hand die knusprigen Fladen mit der würzigen Creme zu unserem Glas Wein schmecken. Sie sind so lecker! Und für die Bratwurst? Für die war natürlich trotzdem noch Platz.
Rezept für frühlingshafte Sauerteigfladen mit Schnittlauchrahm
(für 8 Fladen)
100 Gramm Roggenvollkornmehl
300 Gramm Weizenmehl Typ 405
1 Packung Dr. Oetker Trockenbackhefe
1 Packung Dr. Oetker Roggen-Vollkorn-Sauerteig
1 Teelöffel Salz
250 Milliliter lauwarmes Wasser
4 Esslöffel Sonnenblumenöl
1 Prise Zucker
Belag:
ein Bund Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer
100 Gramm Bio-Speck
150 Gramm Crème fraîche
ein Bund Schnittlauch
Und so wird’s gemacht: Die Hefe mit der Prise Zucker in das lauwarme Wasser geben und umrühren. Kurz stehen lassen. Die beiden Mehle und den Roggen-Vollkorn-Sauerteig gut vermischen, das Hefewasser dazugeben. Salz und Öl dazugeben und gut verkneten. Dann mit einem Geschirrhandtuch abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich der Teig sichtbar vergrößert hat.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig mit etwas Mehl bestäuben und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zur Rolle formen. In etwas acht gleich große Stücke formen, zum länglichen Fladen ausrollen und auf ein Backblech legen. Nochmal kurz gehen lassen.
In der Zwischenzeit den Knoblauch schälen und mit etwas Salz zerdrücken. Unter die Crème fraîche rühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Frühlingszwiebeln putzen und waschen und in feine Ringe schneiden. Fladen mit der Crème fraîche bestreichen und mit den Frühlingszwiebeln und eventuell mit Speck bestreichen. Fladen im heißen Backofen etwa 35 Minuten backen.
Die Inspiration für meine leckeren Fladen habe ich übrigens auf der Internetseite von Dr. Oetker entdeckt. Wusstest du schon, dass es hier zu jedem Produkt tolle Rezeptideen gibt? Als nächstes backe ich das Bauernbrot und die Bagels!
Fotos: Louisa Schlepper
Alles Liebe,
Hmm, die klingen super!
Für 400 g Mehl kommt mir das aber wie recht viel Triebmittel vor… Je eine Packung vom Sauerteig und der Hefe? Jedes für sich reicht schon für 500g Mehl. Ich wäre versucht, weniger zu nehmen. Hast du das mal ausprobiert?
Liebe Grüße!
Hi Sina,
je mehr Zeit man hat, desto weniger Triebmittel reicht aus. Ich backe ein normales Hefeteig-Brot (1kg Mehl) mittlerweile mit nur noch 5-7g Hefe, wenn ich 4-6 Stunden Zeit habe, es gehen zu lassen…
Von daher vermute ich, dass auch bei diesem Rezept viel weniger Triebmittel ausreicht, man aber dann mehr Zeit zum gehen-lassen einplanen muss.
LG Andrea
Hallo Andrea, ich habe mich einfach an das Basis-Rezept von Dr. Oetker gehalten.
Aber ja, ich gebe dir Recht. Auf diese Weise muss der Teig nur eine halbe Stunde gehen, geht super aus und schmeckt fantastisch.
Liebe Grüße,
Claudi
Huhu, nein, ich habe mich tatsächlich genau an meine Inspiration von der Dr. Oetker Seite gehalten.
Hat wirklich prima geschmeckt. Und muss nicht lange gehen.
Liebe Grüße und schöne Ostern,
Claudi