Wenn alles zu viel wird, treffen wir uns im Bad. Einer lässt Wasser ein, nicht zu warm und nicht zu kalt. Einer sucht die besten Boote und Enten aus der Kiste. Einer hat es besonders eilig – Hose, Shirt, Socken liegen auf dem Flurboden verteilt, Hose immer auf links. Wenn alle in der Wanne sitzen, wird es ruhig. Ich setze mich dazu, auf den grauen Fliesenboden, mit dem Rücken an die Badwand – und atme erstmal tief aus…

Mama sein ist so viel fordernder im Herbst und im Winter, finde ich. Die Leichtigkeit, die die offenen Terrassentüren mit sich bringen, das federleichte Rein- und Raus, die nackigen Füße und die wenigen Klamotten. Ich merke, wie wir uns neu finden müssen zur Zeit: wir alle sechs im Haus, draußen Niesel. Wir fangen wieder an Socken, Schuhe, Pullover zu suchen (und bald Handschuhe – Hilfe!). Wir sind müder, mauliger, motziger. Die Kinder müssen sich erstmal wieder einspielen, hier und da höre ich ein „Laaaangweilig!“ – und ziemlich viel Streit.

Mein Geheimtipp an mauligmüden Tagen wie diesen? Ein Bad für alle. Auch gern Nachmittags, auch wenn sie sauber sind. Im Bad ist sie beinahe wieder da, die Leichtigkeit des Sommers, die nackigen Füße, das friedliche Nebeneinanderher, das rhythmische Geplansche. Wir können stundenlang dort verbringen, die Scheiben beschlagen gemütlich, es ist weich und warm, manchmal holen wir den CD-Player und hören Musik oder eine Geschichte. Manchmal wird gesungen (schief und laut!), manchmal werden aus Lego Boote gebaut und überprüft, ob sie schwimmen. Und manchmal schreiben sich die Kinder gegenseitig Buchstaben auf den Rücken und raten. Nicht selten bringe ich etwas zu essen mit hoch. Es duftet frisch. Unser kleines Spa. Minzmagie.

Mit in die Wanne dürfen die tollen Kids 2in1 Shower & Shampoo von Weleda. Seit einem Jahr gibt es sie bereits und meine Großen lieben sie: Ihr eigenes Duschzeug für Haut und Haare, das gut duftet und natürlich nicht in den Augen brennt. Ich mag, dass die Duschen natürliches Bio-Sesamöl enthalten und die Packungen wunderbar geschlechtsneutral sind. In diesem Jahr ist eine neue dazugekommen: „Frische Minze“ – mit einem niedlichen Eisbären auf der Packung. So duftet es nach Sommer, sogar bei Graustau vorm Fenster.

Wenn ich so dasitze auf dem Badboden und meinen dreien (vieren) beim Planschen zuschaue, muss ich manchmal über die Lehre der Temperamente nachdenken. Dieses uralte System, das Hippokrates in der Antike zum ersten Mal formuliert hat, steckt hinter der Idee der Kids 2in1 Shower und Shampoo. Im Sinne der Anthroposophie entwickelten die Parfumeure bei Weleda daraus für jedes Temperament den passenden Duft und das passende Tier, um die Kinder in ihrer Besonderheit zu stärken. Dabei geht es übrigens nicht darum, einem Kind sein Temperament abzugewöhnen, sondern es in seinem Naturell bestmöglich zu begleiten.

Natürlich kann man die Duschen auch einfach nach Lieblingsduft, -farbe oder – tier aussuchen. Es macht aber Spaß, sich einmal mit der uralten Temperamentelehre zu beschäftigen. Obwohl ich von Haus aus keine Anthroposophin bin, finde ich den Ansatz immer wieder spannend und picke mit Ansätze für die Erziehung meiner Kinder heraus. Ich habe mir die Temperamentelehre von Hebamme Christina Hinderlich erklären lassen. Sie hat die Duschen für Weleda mitentwickelt.

Nach der Temperamentelehre kann jeder Mensch in seiner Wesensart einem von vier Temperamenten zugeordnet werden. Zwar seien in allen Menschen Spuren von jedem Temperament enthalten, eins sei aber meist besonders ausgeprägt. Bis heute findet die Temperamentelehre in der Psychologie und der Waldorfpädagogik Beachtung.

Die vier Temperamente und ihre typischen Wesenszüge:
Sanguiniker: Frohgemüt – humorvoll, offen, begeisterungsfähig, quirlig, wirbelig,
Choleriker: Lebenslieber – fordernd, mit Visionen, mutig, nach Macht strebend
Melancholiker: Sinnsucher – nachtragend, immer ringend mit sich, hinterfragend, feinfühlig
Phlegmatiker: Genießer – in sich ruhend, freundlich, entspannt, zufrieden

Besonders gut lassen sich die vier unterschiedlichen Temperamente mit Hilfe einer kleinen Geschichte erfassen. Stellen wir uns vor, ein großer Stein versperre den Weg… Der Sanguiniker würde einfach unbeschwert über den Stein rüber klettern. Der Choleriker würde in Rage geraten und versuchen, den Stein mit Kraft aus dem Weg zu räumen. Der Phlegmatiker würde der Schwierigkeit aus dem Weg gehen und einen großen Bogen um den Stein machen. Und der Melancholiker würde beim Anblick des Steines seine Reise in Frage stellen und sich traurig auf den Stein setzen und sein Leben überdenken.

Der frische Duft der Limette mag nun also vielleicht das phlegmatische Kind unterstützen, ab und zu mehr aus sich herauszukommen. Übrigens vertrauen die Experten bei Weleda darauf, dass sich Kinder intuitiv den für sie passenden Duft aussuchen – also einfach mal schnuppern und selbst auswählen lassen.

Wenn ich meinen Kindern beim Baden zuschaue, habe ich das Gefühl, ich entdecke jedes Temperament genau einmal. Klar trägt jedes auch Wesenszüge der anderen in sich, aber ein Grundgemüt kann ich tatsächlich erkennen. Was für eine spannende Beschäftigung für einen verplanschten Nachmittag im Bad.


Claudi