Manchmal haben meine Kinder meinen Texter-Job hier besonders gern. Nämlich dann, wenn sie mit zu einer Presse-Preview ins Kino dürfen. Letzte Woche haben die beiden Großen und ich „Shaun das Schaf – UFO-ALARM“ auf Einladung von Studiocanal vorab geguckt. Und wir sind wieder einmal ganz schön schafverliebt…

Dabei konnte ich die Begeisterung meiner Kinder für die Serie zuerst nicht ganz verstehen. Die drei Großen lieben Shaun schon lange – es ist eine der wenigen Serien, bei der sie laut lachen. Ich hörte ihnen gern dabei zu, fand es aber immer seltsam, dass darin überhaupt nicht gesprochen wurde. Bloß seltsam geräuschelt.

Bis ich mich irgendwann dazu gesetzt habe. Und ebenfalls laut lachen musste. Was meine Kinder wiederum lustig fanden, weil ich nämlich an ganz anderen Stellen lachte, als sie. Dann recherchierte ich ein bisschen, sah mir diese Mausfolge über die Dreharbeiten an und war echt verknallt. Weil ich das Gefühl habe, in der Serie und in den Filmen steckt noch jede Menge Handarbeit. Das ist ein bisschen wie früher. Nur cooler.


Bei der Preview haben wir nicht bloß den Film gesehen, sondern hinterher noch ganz viel über die Herstellung erfahren. Unter anderem ein paar überraschende Fakten.

Hättet ihr zum Beispiel gedacht, dass:

–  jeder Gesichtsausdruck zunächst von Menschen ausprobiert wird, bevor die Zeichner die Mimik auf die Entwürfe der Figuren übertragen.
–  eine typische Shaun-Puppe 17 Zentimeter groß ist und 100 Gramm wiegt.
–  es viele verschiedene Shauns gibt, damit alle 35 Animatoren parallel am Film arbeiten können.
–  sich Chemiker für Shauns neue Freundin, das außerirdische Mädchen Lu-La, eine ganz besondere Glitzerpaste ausgedacht haben.
–  es für den Hund Bitzer eine ganze Auswahl an Schnauzen gibt: erschrocken, erstaunt, wütend, ängstlich, erfreut. Je nach Szene wird die passende in die Figur eingesetzt.
–  die einzelnen Figuren pro Szene je Foto in winzigen Schritten verrückt werden. Jeder der 35 Animatoren produziert täglich nur etwa zwei Sekunden Film!
–  beinahe alle Figuren unter der Knete ein bewegliches Gerüst aus Metall haben.


In dem Film versucht Shaun übrigens, mit ein paar shauntypischen Einfällen für ein wenig Abwechslung auf der Mossy Bottom Farm zu sorgen. Klappt nur bedingt, bis plötzlich nebenan auf dem Kornfeld ein Ufo notlandet und ein kleines außerirdisches Mädchen namens Lu-La für jede Menge Abwechslung sorgt. Ob Shaun Lu-La schließlich auch helfen kann, wieder zu ihren Eltern ins Weltall zurückzukehren?

Der Film ist wirklich wahnsinnig gut gemacht, wie immer in Stop-Motion, mit wunderschönen Bildern und jeder Menge guter Ideen. Er ist auch für kleine Kinogeher sehr gut guckbar (FSK ab 0), allerdings finde ich ihn ein wenig aufregender als den ersten Shaun-Film und die Serie. (Spannender auf jeden Fall als die Bullerbü-Filme und Pettersson und Findus, aber weniger angsteinflößend als viele Disneyproduktionen) Ich war mir nicht ganz sicher und hatte meinen Vierjährigen lieber zu Hause gelassen. Er hätte aber sehr gut mitkommen können.

Nach dem Film haben wir gemeinsam mit Aaardman, den Figurenmachern aus dem Film, eigene Shauns und La-Lus geknetet und das war ein riesengroßer Spaß. Im Anschluss konnten die Jungs mit ihren Figuren einen eigenen, winzig kleinen Stop-Motion Film produzieren. Ganz einfach, in dem sie sie vor einen Weltraumhintergrund stellten, sie ein Stück vorschoben, ein Foto machten, die Figuren wieder ein Stück vorschoben, noch ein Foto machten und sie wieder vorschoben. Wir alle drei lieben unseren kleinen Film, waren aber auch baff, was für ein riesengroßer Aufwand hinter jeder kleinen Szene – und dem ganzen echten Shaun-Film steckt.

Hier unser eigener kleiner Film:

Und falls ihr auch Lust habt, euren eigenen Shaun zu kneten, hier die Original-Anleitung der Figurenmacher aus dem Film: Ihr braucht weiße und schwarze Knete und ein paar Zahnstocher oder Schaschlik-Spieße. Aus der weißen Knete einen Schafkörper formen, also einfach eine Wurst. Eine murmelgroße Kugel rollen und etwas platt drücken für die Haare auf dem Kopf. Zwei kleine Kugeln als Augen. Außerdem noch einen Schwanz – der ist bei Shaun überraschend groß.

Aus der schwarzen Knete einen Kopf kneten (mit dem Schaschlikspieß oben zwei größere Löcher und unten zwei kleine Löcher als Nasenlöcher eindrücken.) Außerdem zwei Ohren und vier Beine mit Hufen. Jetzt muss man das Ganze bloß noch mit den kleinen Holzstäben ineinander stecken. Ah, noch ein Tipp vom Profi: eine kleine schwarze Knetwurst wie ein C formen und einen Klecks weiße Knete hineindrücken. Dieses Maul an der Seite des Schafkopfes befestigen. Määääh!

Mit der kostenlosen App Stop Motion könnt ihr damit übrigens ganz leicht einen eigenen kleinen Film drehen.

Shaun, Schaf kneten

Zum Shaun-Kinostart jetzt am Donnerstag, dem 26. September 2019, darf ich tollerweise drei Shaun-Fan Pakete verlosen, die Pakete bestehen jeweils aus: zwei Kinogutscheinen (einzulösen in allen Kinos, in dem der Film läuft), einem Shaun-Plüsch-Schaf, der DVD mit der Serie „Shaun das Schaf – Das große Einmäähleins“ und einem Filmposter. Verratet Studiocanal und mir einfach unter diesem Post, was ihr an Shaun am liebsten mögt. Ausgelost wird am Freitag, 27. September. Die drei Gewinner werden per Mail benachrichtigt.

Fotos: 2, 3, 4: Studiocanal

Alles Liebe,

Claudi