Ein bisschen startet unser Sommerurlaub immer an dem Tag, an dem ich in den Buchladen gehe und uns allen ein Buch für den Urlaub aussuche. (Außer André, der sucht sich selbst was aus). Es ist ein richtig schönes Ritual geworden, wie Sonnenmilch besorgen und Reiseproviant einkaufen. Die Vorfreude saust ins Unermessliche: die Reise- und die Lese-Vorfreude. Hier unsere Bücher für diesen Sommer…

Wir fahren dieses Jahr wieder mit dem Auto, sprich, es war größen- und gewichtsmäßig eigentlich alles erlaubt. Und wenn die Bücher hinterher ein wenig ausgeblichen sind von der Sonne und ein wenig Sand aus ihnen herausrieselt, dann macht sie das erst richtig gut…

Das Mäusehaus kennen wir bereits, die anderen haben wir teilweise bereits angelesen (weil wir es nicht mehr erwarten konnten, he he). Sobald wir alle ausgelesen haben, werden wir ergänzen, wie uns die Bücher wirklich gefallen haben.

Mein Neunjähriger liest: Homer Pym. Vor fünf Jahren (und im ersten Band der Reihe) ist Homer Pyms Vater bei den Dreharbeiten zu seinem Film über die Reisen des Odysseus plötzlich verschwunden. Selbst die Polizei konnte in nicht finden.

An seinem zwölften Geburtstag bekommt Homer die Wüstenrennmaus Bibi Zwo geschenkt, die ihn in eine von unglaublichen Wesen bevölkerte Parallelwelt führt. Hier wird Homer klar: Sein Vater ist Gefangener in dem von ihm geschaffenen Film! Homer und seine Freunde brauchen gute Ideen um ihn zu befreien. Sogar Figuren der Odyssee helfen Homer schließlich.

Mein Großer fand es bereits bei Percy Jackson irre spannend, nebenbei etwas über die griechische Mythologie zu erfahren. Jetzt ist Homers Odyssee und Odysseus dran. (Und danach darf er dann gern mir etwas darüber erklären…)

So wars: … folgt….

 

Mein Siebenjähriger interessiert sich gerade total für Detektive, da kommt dieses Buch aus der LasseMaja-Reihe genau Recht. Das Detektiv-Büro scheint genau dabei genau richtig für den Übergang zwischen Selbstlesen und Vorlesen geeignet zu sein. Es hat schon ziemlich viel Text, was mein Sohn aber viel besser findet, als die typischen Erstlesebücher. Dazu gibt es jede Menge Detektivtipps und Insiderwissen. Also scheinbar eine urlaubstaugliche Mischung aus Geschichten und Sachbuch.

So wars: Er mochte es. Vor allem die Bilder. Aber so richtig allein zum Lesen gebracht hat ihn diesen Urlaub das hier.

Mein Fünfjähriger bekommt immer noch sehr gern Bilderbücher vorgelesen, fängt aber auch an, sich für richtige kleine Romane zu interessieren. Weil er Tiere liebt, habe ich ihm Das kleine Waldhotel mitgebracht. Weil mich das Cover angesprochen hat und weil ich die Idee so schön finde: ein alter Baum als Hotel für kleine Waldtiere. Wir mussten es bereits anfangen und lagen Arm in Arm verzaubert da, weil einen die Geschichte gleich mit in den Wald mitnimmt: man hört das Rauschen der Blätter, riecht den würzigen Duft, hört das Trippen kleiner Waldbewohnerfüße. Wir freuen uns drauf, weiterzulesen…

So wars: … folgt …

Mein Dreijähriger liest: Das Mäusehaus. Wir haben bereits zwei Bücher rund um die Mäuse Sam und Julia und lieben sie. Dabei sind die Geschichten sehr kurz und ehrlich gesagt auch nicht sonderlich spannend, es geht darin um simple Alltagserlebnisse von (Mäuse)-Kindern. Allein das lieben kleine Kinder ja oft. Was das Buch außerdem so zauberhaft macht, sind die Fotos des Miniatur-Hauses, dass Autorin Karina Schaapman selbst gebaut hat – mit unglaublich vielen Ideen und ganz viel Liebe zu Detail.

Es ist daher ein Bilder- und Geschichtenbuch und sowohl für meinen Drei- und auch für meinen Fünfjährigen geeignet, was perfekt passt, weil die sowieso meistens zusammen ins Bett gebracht werden.

So wars: Ein herrliche Fantasiereise in eine ganz eigenen Welt. Regt absolut zu Fantasiereisen an und dazu, eigene Kartonhäuser zu bauen. Übrigens ein ziemlich großes und schweres Buch zum Mitnehmen. Aber irgendwie halt auch gleich drei bis fünf Bücher in einem.

Ich habe Die vier Schwestern im Schaufenster eines kleinen Buchladens entdeckt – und es hat mich sofort angesprochen. Vielleicht weil ich immer viele Geschwister wollte, vielleicht weil ich vier Söhne habe. Ich habe es mir herausholen lassen und es ist tatsächlich noch spannender, als ich dachte. Es ist nämlich ein Comic. Es geht – klar – um vier Schwestern, aber vor allem wohl darum, sein Ding zu machen. Passt grad perfekt, kleine Comic-Kapitel sind ideal für den ruhigen Moment am Strand zwischen zwei gebrüllten: Maaaaamaaaa…!“ und außerdem liebe ich es, wenn Verlage mutig sind und einfach was wagen.

So wars: Hab ich gern gelesen, weil ich die Idee so mag. Allerdings blieb nach manchen Geschichten in meinem Kopf ein Fragezeichen. Vielleicht habe ich zu viel nachgedacht und es ist wirklich einfach nur Unterhaltung. Würde mich ja riesig interessieren, was ihr denkt, falls ihr es gelesen habt.

Ich kann es nicht mehr aufs Stillen schieben, es ist einfach so: Ich brauche im Urlaub leichte und bestenfalls leicht kitschige Kost. Die Tochter des Uhrmachers soll genau das Richtige sein, mehrere Freundinnen haben es bereits verschlungen. Ich kann kaum erwarten, dass es mich verschlingt. Und dazu all die blöden Alltagssorgen im Kopf…

So wars: Wahnsinn. Ich liebe es – obwohl ich – Achtung, Spoiler – mit Geistern eigentlich nichts anfangen kann. Es sind auch wirklich viele, viele Figuren, so dass ich froh war, dass ich es am Stück gelesen habe und nicht totmüde ab und zu mal abends. Aber Kate Morton kann einfach wunderbar erzählen. Diese viele kleinen Geschichten zwischen der Geschichte, diese Welten, die sie mit Worten erschafft. Wunderbar!

Und ihr? Was packt ihr ein oder schmökert auf der Gartenliege. Kennt ihr eins der hier gezeigten Bücher? Wie hat es euch gefallen? Vielleicht eröffnen wir hier einen kleinen Buchclub und tauschen uns aus…

Alles Liebe,

 

 

Claudi