Meine Freundin Sandra hat ein wunderbares Haus. Es ist so ein Haus wo jeder vorbeigeht und denkt: „Oh wie schön!“ Und wenn ich Freunden von Sandra erzähle und ihnen ihr Haus beschreibe, wissen sie gleich, welches ich meine: „Ach klar, das hübsche mit der wilden Rose einmal rundherum um die Eingangstür…!“
Sandras Astbild
Vor Jahren, als mein Mann und ich gerade drauf und dran waren selbst zu bauen und jeden Sonntag irgendwo herumliefen, um Häuser zu gucken und Ideen zu sammeln, entdeckten wir Sandras Haus. „So eins!“, sagte ich. Wir dachten nicht lange nach und klingelten um zu fragen, wer bitte schön einem so hübsche Häuser baut. Einfach so. Sandra fand das zum Glück kein bisschen komisch. Sie sagte Hallo, lächelte ihr Knallerlachen, verriet uns die Baufirma und fragte, ob wir nicht reinkommen wollten um uns alles anzugucken, wenn wir nun schon mal da seien. Ist das nicht nett.

„Mit der möchte ich mich befreunden!“, dachte ich damals. Hat geklappt. Einmal habe ich euch hier schon das hübsche Kinderzimmer von Karl, Sandras Sohn gezeigt. Heute dürft ihr das tolle Ast-Bild im Badezimmer anschauen, welches mir gleich beim ersten Besuch aufgefallen ist. Weil es so schlicht, so einfach und trotzdem so hübsch ist. Das ist ja eh meist das Beste.
Astbild
Iregendwie versöhnt mich das Bild ein bisschen, mit dem, was da bald kommt. Denn hey, Blätter bunt machen ist eine Sache, da ist der Herbst echt ein dufter Typ. Aber eben mal alle Blätter wegpusten, meist gefühlt in einer Nacht, das finde ich jedes mal aufs Neue ein wenig gruselig. Sandras Bild zeigt mir, wie hübsche nackte Äste sein können – und dafür mag ich sie gleich noch ein bisschen mehr.

Falls ihr übrigens auch gern so ein Astbild hättet, Sandra schwört, dass sie einfach ganz viele Äste gesammelt und mit einer riesigen Portion Heißkleber auf einen großen Keilrahmen geklebt hat. Fertig.
Herbst
Schöne Woche euch!

Claudi