Die Vorweihnachtszeit im letzten Jahr habe ich gefühlt in Jogging-Hose verbracht. Es hat irgendwie nicht gut getan. Ehrlich gesagt habe ich mich irgendwann gefühlt wie Bridget Jones zwischen Chipskrümeln auf dem Sofa, mit einer Gala als Gitarre und „All by myself“ grölend. Ich wollte bloß raus, raus aus der Jogginghose, raus aus dem Couch-Krümel-Koma. Egal was also dieses Jahr an Weihnachten sein wird, ich weiß schon, was ich anziehen werde. Was für ein gutes Gefühl!

Für mein Mädelstreffen am Esstisch bei uns zuhause, plus das in meiner Heimatstadt, werde ich mich in Glitzer werfen. Das Kleid ist zum Wickeln und verzeiht auch ein paar Happen Gänsebrust zu viel. Falls wir noch weiter in eine Bar ziehen, nehme ich eine Strickjacke mit. Die nimmt dem Kleid auch ein wenig Glamour, falls es mir in der Kleinstadt-Kneipe „Bei Ingeborg“ doch ein bisschen zu viel funkelt. (Oder heißt es „Bei Helga“? Oder doch „Bei Irmgard“? Ich kann es mir nie merken. Aber lustig ist es da.)

Nach meinem Glitzerkleid haben auf Instagram schon viele gefragt. Es ist leider alt und es steht als Marke drin: „Happy girls are the prettiest“. Das ist zwar wahr, hilft euch aber leider nicht. Tut mir leid. Ein Kleid mit ähnlich festlichen Vibes gibts hier. Und hier. Und hier.

Meine grüne Strickjacke ist ebenfalls alt – und von Lollys Laundry. Die haben immer wieder tolle Strick-Teile! Diese grüne Strickjacke mag ich auch. Und diese. Und diese. Zum Glitzer finde ich den Bruch mit einer dicken Strumpfhose ganz lässig. Und mit Clog-Sandalen. Meine zierliche Goldkette mit den fünf goldenen Plättchen (leider nicht sechs!) habe ich auf Mallorca gekauft. Hier gibt’s ein ähnliche.

Für den obligatorischen Spaziergang mit der Family an einem Adventssonntag  (mit Thermoskanne und Keksen) trage ich Jeans, ein Streifenshirt, eine Mütze und meinen Trench aus Wolle. (Falls es nicht gerade einen Schneesturm geben sollte.  Aber hey wir sind in Hamburg, da gibt’s im Dezember eher Hagel.

Mein Mantel ist dieser. Meine Mütze ist dieser sehr ähnlich. Meine Stiefeletten sind von hier.

Und an Heiligabend? Zuerst wollte sich das Glitzerkleid in die Bescherungs-Pole-Position drängeln. Aber dann schlich sich doch ein rotweinfarbenes Wickelkleid mit Blumen an ihm vorbei. (Schon das zweite Wickelkleid in einem Text. Sollte mir das etwas sagen?) Warum ich das Outfit mag: Es ist mit der kleinen Fellweste auch beim Garten-Gottesdienst warm genug. Falls die Verwandtschaft nerven sollte, denke ich einfach daran, dass meine Söhne finden, dass ich darin wie ein Schaf aussehe. Und mache Mäh.

Es verzeiht Hochzeitssuppenkleckerei, Knuspergansfettspritzer und stundelanges auf dem Boden herumliegen, wenn ich mit den Jungs das neuste Playmobil aufbaue  Mein Kleid ist übrigens von New Look und alt, ich mag aber auch das hier. Oder das. Und diese Weste. Ich habe meine schon ewig und krame sie immer mal wieder hervor. Lustigerweise meist dann, wenn niemand anders Fellwesten trägt.

Ein paar mehr Sachen, die ich zu Weihnachten mag: weiße Mützen (fühlt sich fast an, als ob es schneit), eine tannengrüne – ha – Wickeljacke, wie gemütlich. Ein rosa Kleid! Noch ein schöner, warmer Trench. Ein kariertes Kleid, das sich nach schottischer Weihnachtsschnulze anfühlt, habe ich auch und mag es sehr. War auch in der engeren Vorweihnachtsauswahl. Apropos, habt ihr schon den Netflix-Film mit Brooke Shields schon geguckt? Ich finde, der Plot ist eine Katastrophe. Aber ich finde es so cool, dass zwei Mittelalte, äh, Bestager, (ähm, wie bitte nennt man des denn nun?) die Hauptrolle spielen, sich kabbeln und knutschen und kriegen.

Was mir noch einfällt: Ich glaube, ich mag Wickelkleider gerade gern, weil sie wie eine Umarmung sind. So nach dem Motto: „Komm runter von der Couch und lass dich drücken.“ Schnell angezogen sind sie auch, damit man sich das Anziehen bloß nicht anders überlegt.

Ach – und falls das alles doch zu anstrengend ist nach zwei Jahren (und gefühlten fünf) Pandemie: Dann ist man da auch schnell wieder draußen. 


Und was tragt ihr gerade so?

Fotos: Ilona Habben

Alles Liebe,

Claudi