Letztens auf meiner Lesung in Ahrensburg, hatten die BesucherInnen besonders viel Spaß an den kleinen Geheimnissen hinter meinem Buch. (Erinnerst du dich an das Unnütze Wissen in der Neon? Hab ich geliebt.) Daher hier drei lustige Hintergrund-Fakten zu meinem Roman “Glück ist ganz nach meinem Geschmack”…

1. Ich hab mein Buch ein dutzende Mal gelesen…

Außerdem zwei Lektorinnen und eine Korrektorin, dennoch heißt die Band im ganzen Buch New kids on the blog, statt New kids on the Block. Haha. Mich hat eine Leserin drauf aufmerksam gemacht, da war die zweite Auflage bereits gedruckt. Aber so sehr ich mich über solche Fehler oft ärgere, diesen mag ich. Weil mit meinem Blog alles doch irgendwie angefangen hat.

2. Ich wollte für meinen Roman neben Hamburg eine Kleinstadt.

Und ich dachte, ich schreibe nicht nur eine kleine Hommage an LehrerInnen sondern auch an meine Heimat Hildesheim. Als ich das meiner Lektorin (sitzt in Berlin) erzählte, konnte ich durchs Telefon sehen, wie sich ihr Gesicht verzog. “Hildesheim, das klingt ja schrecklich.” (Peacezeichen von mir in Richtung HI, ich mag es!!!)

Agentin Eva weiter: “Wir brauchen etwas, wobei man schon beim Namen lächelt, Lüneburg…” (Ich hörte sie lächeln), “Lüneburg wär doch schön.” Sie hatte recht. Lüneburg ist schön!

3. Ganz viele fragen immer, was im Buch echt ist.

Und ich sag immer: Vieles. Und nichts. Fakt ist: Ich vermische alles. Charakterzüge von Menschen (von echten oder aus Filmen und Serien). Manchmal hat jemand einen Satz wirklich so gesagt – aber die Antwort im Buch ist schon eine andere ausgedachte. Keine Figur aus meinen Büchern gibt es eins zu eins, keine Situation ist eins zu eins so passiert, nicht mal die echten Orte, sind ganz genau so, wie sie im Buch vorkommen.

Auch hier mache ich mir die Welt, wie sie mir gefällt. Und das macht mir – nach Jahren als Journalistin, wo man sich nichts, aber auch nichts ausdenken darf – am allermeisten Spaß. Zum Beispiel gibt es die Kellerbar “Pesel” in Lüneburg wirklich. Dennoch nehme ich mir die Romanfreiheit heraus, den Schnitt der Kneipe zu ändern, die Playlist, die Getränkeauswahl. Ich kann gar nicht sagen, warum ich manchmal den echten Namen nehme und warum mal nicht. Bei der Schule hatte ich vermutlich Angst, dass ehemalige Wilhelm-Raabe-Schüler schreiben: “Is aber gar nicht so.”

Spannend, oder? Hast du noch Fragen zum Buch? Oder zum Schreiben?

Claudi