Donnerstags schnappe ich mir in der Regel gleich früh mein Baby und eine Packung Käse und fahre zum. Ja, wohin eigentlich? Ich glaube, es nennt sich ganz offiziell laut Broschüre Hebammenfrühstück, wird tatsächlich von meiner Hebamme geleitet, aber wir machen noch so viel mehr: Babies bespaßen, ein wenig Rückbildung und ganz viel Tipps tauschen, Rückenkraulen, einmal fest drücken, laut lachen. Und hinterher frühstücken. Es kommen ganz unterschiedliche Mütter aus ganz unterschiedlichen Ländern dahin, das macht es besonders spannend. Was ich dort gelernt habe: es sind oft die kleinen Dinge, die uns Mamis bewegen…
Was gehört in die Wickeltasche,
Wie verpackst du deinen Brei? Hat jemand einen Tipp gegen die lästigen Milchschissflecken? Hilfe, mein Baby zahnt. Was hast du da in deiner Wickeltasche? Zeig mal. Ach echt? Wie genial… Über solche Sachen sprechen wir Mamis dort. Erst heimlich leise während wir eigentlich turnen. Und später laut in der Gruppe. Und, wirklich wahr: Auch beim vierten Kind bekomme ich noch neue Tipps. Weil wir das Mamaversum alle zusammen eben am besten rocken.

Am nächsten und übernächsten Tag nach unserem Treffen ist meist ordentlich was los in unserer Whats App-Gruppe. Die eine hat endlich alle Riesenflecken aus den winzigen Bodies. Die andere bedankt sich für den tollen Wickeltaschentipp. Die dritte postet bloß zehn knallrote Herzen und ein Bett und wir anderen wissen, was los ist: Sie hat dank der Zahn-Tipps endlich mal wieder geschlafen. Mit dem Wissen darüber, wie glücklich uns Mamas diese kleinen Tipps machen können, starte ich ab heute eine neue Serie hier auf dem Blog, ich nenne sie: „Die kleinen Dinge“. In den Artikeln möchte ich euch all die guten Tipps, die ich in Kursen oder von Freunden höre oder irgendwo gelesen und ausprobiert habe, weitergeben. Wenn ihr Ideen und Anregungen für solche Life Hacks habt: Bitte gern, immer her damit per Mail an: post@wasfuermich.de.
Windeln, Lillydoo,
Ich starte heute mit einem Blick in meine Wickeltasche. Ich fand den Inhalt eigentlich nie besonders aufregend, aber viele Mamis die ich treffe sind erst überrascht, was ich dort so hervorzaubere – und dann begeistert. Also vielleicht ist ja auch noch eine Anregung für euch dabei….

1. Erstmal: Meine aktuelle Wickeltasche ist einfach eine Tasche. Geht auch. Bloß geräumig muss sie bei mir sein. Alles zum Wickeln steckt in einer kleinen Extratasche, also ein oder zwei Windeln pro Wickelkind, eine Wickelunterlage, eine kleine Tube Creme gegen wunden Po (ich nehme die von Weleda), meist eine Flasche Babyöl (zum Abreiben der hartnäckigen Reste, ähm, ihr wisst schon). Außerdem: eine kleine Tüte (um die frischen Stinkbomben geruchsfrei zu entsorgen) und eine Rolle Pflaster (für kleine Wunden aller meiner Kinder. Und als psychologisches Pflaster. Meist als psychologisches Pflaster.)

2. Immer dabei: Ein Spielzeug fürs Baby und zwei Pixibücher zum Vorlesen für die Größeren im Bus, Café, Restaurant, Wartezimmer. Oder zum Angucken für maulige Kids auf langweiligen Autofahrten. Mein Tipp: außerdem unbedingt einen Plastiklöffel zum Babyfüttern in einer kleinen Tüte. Babybrei kann man nämlich an jeder Ecke kaufen – Löffel nicht so einfach. Und hinterher verschwindet er einfach in der Tüte und alles bleibt sauber, nichts schmiert (und ich muss ihn zum Glück nicht ablecken. Uargh.)
Life Hacks Baby, die perfekte Wickeltsche
die perfekte wickeltasche, was gehört in die wickeltasche
die perfekte wickeltasche, was gehört in die wickeltasche,
3. Wunderbar finde ich diesen Tipp einer Mama aus meiner Frühstücksgruppe: das Wechselklamotten-Croissant. Vorher habe ich ständig verzweifelt nach Wechselwäsche in meiner Tasche gesucht habe, immer fehlte dann doch eine Strumpfhose oder eine der Babysocken war wieder weg oder gemopst. Jetzt hab ich alles dabei – und das noch als handliches Paket, das kaum Platz wegnimmt. Das Klamotten-Croissant geht so: Hemdchen (oder Body) und Hose übereinanderlegen, Arme über die Hose falten und aufrollen. Babysocken jeweils links und rechts überstülpen. Genial, oder? Oder macht ihr das schon seit Jahren so und ich war die letzte die noch suchte…?

4. Seit meinem Plan, wieder mehr zu lesen und weniger auf dem Handy zu surfen habe ich immer ein dünnes Buch dabei. Darin lese ich, wenn ich zehn Minuten vor dem Kindergarten auf die Kinder warte, in der U-Bahn, im Wartezimmer beim Arzt. Herrlich ist das. Apropos: Hat jemand Tipps für kleine Bücher für unterwegs? Seit einer Weile habe ich auch immer einen Block und einen Bleistift dabei, irgendwie kommen mir meine besten Ideen immer unterwegs: neue Textideen für Wasfürmich, der geniale Anfang für eine Gute-Nacht-Geschichte für die Jungs, was wir am Wochenende essen könnten, die Gästeliste für unsere Gartenparty. Manchmal zeichne ich sogar mein Baby, das wird nicht schön und schon gar keine große Kunst, macht aber Spaß und ich schaue ihn endlich mal so richtig intensiv an, was leider viel zu selten vorkommt, im wilden Alltagstrubel. Manchmal zeichne ich Beetpläne für den Garten oder skizziere den Zaun, den ich schon immer haben wollte, während ich beim Fußballtraining meines Sohnes warte. Im Restaurant zeichnen die Jungs und ich zusammen oder wir spielen spontan Tic Tac Toe.

5. Liegt es an den Kindern oder am Alter? Ich habe zumindest ständig trockene Hände und habe daher auch immer eine Tube Handcreme dabei (darf bei mir auch ab und zu auf die ebenso trockenen Lippen). Ich mag seit Jahren die Mandelcreme von Weleda. Neu von Weleda ist eine getönte Tagescreme, die seither auch immer mit darf, weil ich damit sofort frischer aussehe. Das tollste: Trage ich sie einmal dünn auf, verleiht sie tatsächlich beinahe nur einen Hauch Frische. Trage ich sie danach noch einmal auf, deckt sie kleine Unreinheiten und Augenringe gut ab. Und verleiht diesen Glow. Im Auto vor dem kleinen Spiegel noch einmal dünn nachgetragen und eingeklopft – und alle fragen mich beim Kinderabholen in der Kita ob wir grad im Urlaub waren. Es wäre ja wirklich ein Wunder wie ich so frisch aussehen könnte bei den vier Kindern…

Was darf in eurer Wickeltasche auf keinen Fall fehlen?

PS. Dieser Post ist einzig und allein meine Geschichte und niemand bezahlt mich dafür. Weil ich aber regelmäßig mit Weleda und Lillydoo zusammenarbeite, könnte man meine Tipps als Werbung auffassen. Bloß damit ihr Bescheid wisst.

Alles Liebe,

Claudi