Der große Saft-Test. Plus ein leckerer Kiwi-Cocktail für Kinder (enthält Werbung)

Jun
05/18

Ich bin in Hildesheim zur Schule gegangen, zu einer wirklich guten, sehr besonderen Schule. Nicht nur die Lehrer waren besonders – und die Mitschüler erst – man konnte neben dem normalen Abitur auch seinen Abschluss in Agrartechnik und Ernährungslehre machen. Und weil die Lehrer nun mal schon da waren, hatten auch alle Schüler mit normalem Abi eine Weile lang diese Fächer. Ich auch…
Cocktail, Kindercocktail,
Ich habe also als Schülerin gelernt, wie viel Heu ein Dutzend Kühe über den Winter fressen, welche Zwischenfrucht sich am Besten für den niedersächsischen Boden eignet und ich habe den Treckerführerschein gemacht (obwohl meine Beine beinahe zu kurz fürs Gaspedal waren). Am Interessantesten fand ich das Fach Ernährungslehre, damals und erst recht heute, wenn mir klar wird, wie viel ich in der Schule über Lebensmittel und Ernährung gelernt habe und das das keinesfalls normal ist.

Als ich eine Anfrage für eine Kooperation mit dem Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie im Mail-Postfach hatte, habe ich mich riesig gefreut, denn ich erinnere mich noch sehr gut, wie spannend ich den großen Fruchtsaft-Test damals in der Schule fand. Genau so einen wollte ich im Rahmen der Kooperation mit den Jungs veranstalten.
Säfte, Kindercocktail,
In Sachen Fruchtsaft sind wir Deutschen bereits Weltmeister: Nirgends auf der Welt gibt es so viele Fruchtsafthersteller wie bei uns: Über 300 überwiegend klein- und mittelständische Unternehmen, darunter viele Familienbetriebe, sind mit dem Keltern von Fruchtsaft beschäftigt.

Die Deutschen trinken jährlich rund 32 Liter Fruchtsaft und -nektar pro Kopf und pro Jahr. Mit deutlichem Abstand folgt Norwegen (25 Liter), die USA (23 Liter) und Spanien (18 Liter).
Am beliebtesten ist bei uns Apfelsaft, der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei 7,6 Litern, gleich danach folgt Orangensaft mit 7,4 Litern.

Dennoch habe ich das Gefühl, das Fruchtsaft gerade in Familien mit Kindern keinen besonders guten Ruf hat. Klar, er ist kein Durstlöscher, passt aber dennoch in eine ausgewogene und abwechlungsreiche Ernährung. Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag empfielt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, die meisten Menschen in Europa nehmen nicht einmal annähernd diese empfohlene Tagesmenge von etwa 400 Gramm zu sich. Gerade, wenn mal nicht genug Zeit zum Schälen und Schneiden bleibt, ist hin und wieder ein kleines Glas Fruchtsaft eine gute Alternative.

Was viele nicht wissen: Die Bezeichnungen Saft, Nektar und Fruchtsaftgetränk auf dem Etikett sind in Deutschland
ganz klar geregelt und unterscheiden sich aufgrund des Fruchtgehalts erheblich. Was wir allgemein „Saft“ nennen, muss also noch lange kein reiner Saft sein.
Saft,
Zur Info: Fruchtsaft hat immer einen Fruchtgehalt von 100 Prozent – ihm werden weder Farb- und
Konservierungsstoffe noch Zucker hinzugefügt, er enthält die von Natur aus in den Früchten enthaltenen
Inhaltsstoffe.

Nektare werden aus Früchten hergestellt, die man pur nicht gut genießen kann, weil sie entweder
einen hohen Säuregehalt haben, wie Sauerkirsche oder Rhabarber, oder aber viel Fruchtfleisch enthalten,
wie Mango oder Aprikose. Diese Früchte werden mit Wasser verdünnt. Sie enthalten je nach Fruchtart
mindestens 25 bis 50 Prozent Fruchtsaft sowie Wasser und gegebenenfalls Zucker oder Honig. Die Mindestgehalte sind
vom Gesetzgeber festgelegt. Farb- und Konservierungsstoffe dürfen auch bei Fruchtnektaren nicht
zugesetzt werden.

Fruchtsaftgetränke werden mit und ohne Kohlensäure angeboten. Ihr Hauptbestandteil ist Wasser. Der Fruchtgehalt stammt aus der angegebenen Frucht und liegt mindestens zwischen 6 und 30 Prozent, je nachdem welche Fruchtarten hier die geschmackgebenden Zutaten sind. Je weiter vorn in der Zutatenliste Zucker steht, desto mehr ist im Fruchtsaftgetränk enthalten.

Auf dieser Grafik des Verbandes der Deutschen Fruchtsaftindustrie kann man die Unterschiede sehr gut auf einen Blick erkennen.
Säfte,
Meine Jungs hatten viel Spaß bei unserem Saft-Test. Ich füllte dafür Orangensaft, Nektar und ein Fruchtsaftgetränk in neutrale Gläser und ließ sie der Reihe nach probieren. Nummer drei, den Saft, fanden sie lecker, aber auch ein wenig sauer: „So als ob man in eine Orange beißt.“ Nummer zwei, den Nektar, mochten sie auch, fanden ihn aber „ein bisschen dick im Mund, beinahe wie Bo´s Obstbrei“. Am besten schmeckte ihnen das Fruchtsaftgetränk, „das schmeckt nach Urlaub, Mama!“ Zur Erklärung: Im Urlaub und an Festtagen dürfen hier immer mal Limonade oder Säfte pur getrunken werden.

Auch Fruchtsaftgetränke sind also nicht prinzipiell schlecht, sondern bei uns hin und wieder eine Getränkealternative für besondere Tage. Man sollte eben bloß immer wissen, was drin steckt. Und das wissen dank unseres Saft-Tests hier jetzt sogar meine Jungs. Sie fanden das übrigens genauso spannend wie ich damals in der Schule.
Säfte,
Wir trinken alltags Wasser oder dünne Apfelschorlen als Durstlöscher, zum Sonntagsfrühstück oder Brunch mit Freunden gibt es mal ein kühles Glas Orangensaft pur. Zu besonderen Anlässen dürfen sich die Jungs einen Kiba mischen oder – noch besser – einen Cocktail mixen.
Fruchtsäfte,
Kiwi-Cocktail,
Auf der Seite des Verbands der deutschen Fruchtsaftindustrie gibt es jede Menge Rezepte mit Fruchtsäften. Wir haben an einem heißen Nachmittag in der vergangenen Woche einen Kiwi-Cocktail ausprobiert, den die Jungs nachmittags stolz ihrem Besuch serviert haben. Super lecker klingt auch der Birne-Verbene-Mojito. Und fürs nächste Sonntagsfrühstück probieren wir die Overnight-Oats mit Pfirsich-Nektar. So eine ungewöhnliche Idee…

Kiwi-Cocktail
Ihr braucht: Vier reife Kiwis, eine Messerspitze Zimt, 400 Milliliter hellen Traubensaft, Mineralwasser, eine Kiwischeibe pro Glas als Deko

Und so wirds gemacht: Kiwis schälen und grob würfeln. Zusammen mit Zimtpulver und Traubensaft im Mixer oder mit dem Pürierstab pürieren. Auf vier Gläser verteilen und mit Mineralwasser aufgießen. Zum Garnieren je eine Kiwischeibe auf den Glasrand stecken.
Säfte, Kiwicocktail,
Wie und wann trinkt ihr Fruchtsaft?

PS. Dieser Post entstand in Zusammenarbeit mit dem Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie, VdF (www.fruchtsaft.de) und enthält daher Werbung. Idee, Text und meine Meinung sind wie immer meine.

Alles Liebe,

3 Kommentar zu “Der große Saft-Test. Plus ein leckerer Kiwi-Cocktail für Kinder (enthält Werbung)

  1. Ceebee on 5. Juni 2018 at 13:39 geschrieben

    Hallo
    Wir wohnen ganz im Süden und hier ist das Nummer 1 Getränk Apfelschorle. Naturtrüb oder klar, ganz nach Belieben. Wir als Familie trinken so gut wie gar keinen Fruchtsaft. Im Winter jeden Morgen einen frisch gepressten O-Saft, aber sonst eigentlich nie. Einen Schuss Rhabarbersirup oder Holundersirup in Mineralwasser gerne, aber nicht täglich. Lieber mixen wir frische Minze und Melisse zusammen mit Zitrone und Wasser.
    Liebe Grüße
    CeeBee

  2. Dana on 6. Juni 2018 at 21:31 geschrieben

    Hallo,
    Ach, da ahne ich, um welche Schule es sich handelt. 🙂 Komme auch aus der Nähe von Hildesheim. Ich freu mich immer bei dir Hamburg-Bilder zu sehen. Habe 3Jahre dort gewohnt, jetzt allerdings wieder in der Nähe von Hi.
    Bei uns ist es ganz unterschiedlich in der Familie. Mein Mann trinkt nur Stilles Wasser. Meine große Tochter gerne auch mal eine Apfelschorle und für mich muss es min. einmal am Tag eine Orangensaftschorle sein.
    LG Dana

  3. Christina on 6. Juni 2018 at 22:43 geschrieben

    Bei uns gint es alltags auch Wasser und gelegentlich Apfelschorle.
    Neuerdings trinken wir allerdings auch öfter mal Smoothies, die das Töchterchen in seiner „Smoothiefabrik“ aus frischem und gefrorenem Obst sowie mehr oder weniger passenden Fruchtsäften kreiert und mit selbstgebastelten Schirmchen serviert.
    Herrlich bei dem derzeitigen Sommerwetter!
    Neulich ist das ganze allerdings etwas eskaliert, als sie mdie t einer Freundin für 4 Personen 20!! Smoothies produziert und dabei sämtliche Vorräte aufgebraucht hat 😉
    Puhhhh…danach hatten hier alle einen dicken Fruchtbauch.
    Die Rezepte sind also Ein schöner Hinweis für uns, da kann sie sicher mal was neues probieren.
    Gruß Christina

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