Eine Sache, die sich viele von mir gewünscht haben, als ich euch letzte Woche gebeten habe mal zu erzählen, waren kleine Ideen gegen Langeweile für scheinbar nicht endenwollende Nachmittage. Für Nachmittage, an denen die Kinder schon beim Schuhe anziehen in der Kita fragen: „UND, was machen wir heute?“ Und wir denken: „Puh, ja, was machen wir heute bloß?“ Wie sagte eine von euch so schön: Mit kleinen Kindern sind die Tage lang und die Jahre kurz…
Was machen wir heute?
Damit ihr ab jetzt auf das erwartungsvolle „Was machen wir heute?“ eurer Kinder einfach gut gelaunt und unglaublich entspannt mit: „DAS machen wir heute…!“ antworten könnt, starte ich eine neue kleine Reihe hier auf dem Blog. In der Rubrik „DAS machen wir heute!“ wird es kleine Spielideen, einfache DIYs und vielleicht auch mal ein schönes, außergewöhnliches Spielzeug geben. Wir starten mit herbstlicher Feldarbeit…
Spiele für drinnen,
Ich weiß nicht wie es bei euch ist, aber meine Jungs liegen die meiste Zeit es Tages über irgendwie aufeinander. Sie raufen, sie buffen, sie kuscheln – auf jeden Fall kleben sie oft aneinander. Ich denke gerade Jungs haben ständig das Bedürfnis ihren Körper zu spüren und rangeln und raufen und klettern so viel, weil sie ständig ihr Körperbewusstsein und damit ihre Motorik schulen und ausbilden. Hier kommt eine kleines Rückenspiel, bei der Kinder sich (und andere) spüren können und grob und zart zugleich sein dürfen. Meinen beiden Großen hat die kleine Massage sehr viel Spaß gemacht.

So gehts: ein Kind legt sich auf den Bauch, das andere hockt sich daneben. Während Mama (oder Papa) folgende kleine Geschichte erzählen, führt das sitzende Kind die Anweisungen auf dem Rücken des liegenden Kindes aus.

Es ist Herbst. Wind stürmt über das Feld, die ersten Blätter fallen. (Das sitzende Kind „fegt“ mit seinen Händen über den Rücken des liegenden Kindes. Es tippt sanft mit allen zehn Fingern auf dem Rücken herum, wie fallende Blätter.)
Die Sonne hat die Felder aufgewärmt (beide Hände flach auf den Rücken legen und die Wärme spüren).
Mais, Korn und Sonneblumen sind gewachsen (mit spitzen Fingern auf dem Rücken herumzupfen)
und wiegen im Wind (mit den flachen Händen hin und her über den Rücken streichen).

Dann ist es soweit, die Ernte kann eingefahren werden (mit einer Hand über den Rücken fahren und Treckergeräusche machen).
Der Bauer mäht Mais und Getreide (mit der flachen Hand über den Rücken streichen)
und pflückt die Sonnenblumen (zupfen).
Hinterher pflügt er das Feld (mit gespreizten Fingern kräftig über den Rücken „pflügen“)

Der Wind weht immer stärker über das abgeerntete Feld (schnell von oben nach unten streichen)
es regnet heftig (mit spitzen Fingern auf dem Rücken herumtrommeln)
Es wird kalt, die Erde wird hart. (Mit der Faust auf dem Rücken klopfen)

Und eines Tages im November fängt es an zu schneien (sanft mit den Fingern auf dem Rücken tupfen).
Der Bauer sitzt in seinem Haus am Kamin und genießt die Wärme (flache Hände auf den Rücken legen und die Wärme spüren).

Viel Spaß und liebe Grüße,

Claudi