Hilfe, ich glaub, Corona macht kleinkariert!

Text: Katia Kröger

Übers Kinder haben sagt man, es kehre das Beste und das Schlechteste aus einem heraus. Auf das Leben in einer Pandemie trifft oft vor allem zweiteres zu. Da tun sich plötzlich Charakterzüge auf, die man vorher nicht für möglich gehalten hätte. Zum Beispiel dieser: Seitdem sich das Leben räumlich minimiert hat, scheint auch das Denken enger. Man sieht nur nur die Dinge in unmittelbarer Reichweite. Und die dafür um so ausgeleuchteter. Der Blick über den Tellerrand scheint plötzlich ein Ding der Unmöglichkeit, der Horizont dahinter unerreichbar. Ich fürchte, Corona macht spießig. Weiterlesen

Hilfe, ich glaub, Corona macht kleinkariert!2021-05-18T07:39:12+02:00

Wenn C wieder für Cocktail steht: Ob wir uns im Leben danach noch zurechtfinden?

Text: Katia Kröger

Ich habe immer mal wieder die Fassung verloren, meine gute Laune und Energie, meine Konzentration sowieso. Was mir im vergangenen Jahr aber nicht abhanden gekommen ist: Die Hoffnung darauf, dass es wieder anders wird. Dass es eine Zeit nach dem C-Wort geben wird. Nur: Werde ich die Gleiche sein wie vor der Pandemie? Kann ich nahtlos an das Leben anknüpfen, das ich so vermisse? Wird „nach Corona“ wieder so unbeschwert sein wie „vor Corona“? Ich würde so gern „Jaa!!!“ schreien. Doch ich fürchte, die Antwort darauf lautet eher kleinlaut „Nein“… Weiterlesen

Wenn C wieder für Cocktail steht: Ob wir uns im Leben danach noch zurechtfinden?2021-05-10T11:26:36+02:00

Warme Dusche zum Wurstbrot: Eine Anregung zum Familientalk

Text: Claudia Schaumann

Wir haben uns hier weniger zu sagen, seit wir uns ständig sehen. Vielleicht sind wir auch zu müde vom vielen sehen. Ich sehe meine Kinder beinahe den ganzen Tag, das ganze Wochenende, die ganzen Ferien. Und sie mich. Neues gibt es nichts. Ich weiß, was in Mathe gerade dran ist, denn ich sitze daneben. Ich weiß, welches Lied mein Sohn neu auf dem Klavier spielt, denn ich bin dank des Zoom-Unterrichts im Wohnzimmer live dabei. Und doch haben wir letztens beim Abendbrot ein völlig neues, wahnsinnig aufregendes Gespräch geführt… Weiterlesen

Warme Dusche zum Wurstbrot: Eine Anregung zum Familientalk2021-04-30T07:16:13+02:00

Schluss mit Bäh. Redet ihr mit euren Kindern über eure Periode?

Text: Claudia Schaumann

Eigentlich hatte ich gedacht, das Ganze wäre kein Thema. Warum? Darum: Als ich letztens meinen Tampon auf dem Klo wechselte, kam einer meiner Söhne herein, guckte und machte große Augen. „Was machst du da?“, fragte er und sah sich suchend um. „Ich wechsele meinen Tampon.“ Seine Augen wurden noch größer. Dann grabschte er sich zielsicher einen Donald Duck Comic aus dem Korb neben dem Klo. „Ach, so“, sagt er beiläufig zu mir und begeistert zu Donald: „Dich habe ich gesucht.“ Dann ging er raus und knallte die Tür zu… Weiterlesen

Schluss mit Bäh. Redet ihr mit euren Kindern über eure Periode?2021-04-26T21:51:49+02:00

Wie überlebe ich bitte eine übervolle Woche?

Text: Claudia Schaumann

Er drängelte sich bereits am Wochenende zur mir durch. Am Samstag konnte ich ganz schnell einen 35-Liter-Sack Blumenerde davor stellen. Rumms, Ruhe. Sonntag brauchte es eine Aussprache. Da musste ich mich ganz bewusst mit einem Kaffee hinsetzen und überlegen, wie wir weiterhin klarkommen: Der Gedanke, dass die nächste Woche mal wieder übervoll werden würde. Und ich… Weiterlesen

Wie überlebe ich bitte eine übervolle Woche?2021-04-22T10:28:31+02:00

Ich will nicht mehr das Beste daraus machen

Text: Katia Kröger
Corona-Blues

Ich fühle mich gerade wie der Kapitän der Titanic: Haltung bewahren auf einem sinkenden Schiff. Die Kapelle zum Untergang munter geigen lassen. Und dabei doch ohnmächtig zusehen müssen, wie alles absäuft. Wie lange kann man den Kopf über Wasser halten? Wie lange die Laune bewahren? Ein Jahr? Zwei? Ich kann keine Durchhalteparolen mehr hören. Ich will nicht mehr Großes im Kleinen eines klaustrophobischen Alltags suchen. Ich will nicht länger das Beste daraus machen. Ich will ein Leben zurück, das diesen Namen auch verdient hat… Weiterlesen

Ich will nicht mehr das Beste daraus machen2021-04-12T22:21:02+02:00

Ich hab den Wickel-Blues: Wann ist man zu alt für kleine Kinder?

Text: Katia Kröger

Mein Blick fällt auf den zerbrochnenen Kerzenständer. Ein Lieblingsstück, klar. Wandert weiter über das Chaos-Inferno, das wir Zuhause nennen. Bleibt hängen an den zerfetzten Büchern. An der Tür, deren Kassetten säuberlich mit knallrotem Filzstift umrandet sind. Ich fühle mich plötzlich sehr müde. Kleinkindmüde. Betreuungsmüde. Tatortreinigermüde. Bis mich eine energische Stimme ins Hier und Jetzt zurückholt: „Mama, ich hab Kacka gemacht. Brauch‘ JETZT eine neue Windel!“ Weiterlesen

Ich hab den Wickel-Blues: Wann ist man zu alt für kleine Kinder?2021-03-12T13:17:28+01:00

Über den Anfang und das Ende meines Blogs

Text: Lara Meyer

Oktober 2010: Blogs waren wenig populär, Instagram und Pinterest kannte noch niemand und mein erstes Kind war drei Monate alt. Mir war langweilig, ich war müde, fühlte mich isoliert und brauchte eine Beschäftigung. Ich kannte Blogs aus Amerika. „Vielleicht ist das was“, dachte ich. Ein Logo war schnell gezeichnet, die Domain noch frei. Ich hatte etwas, in das ich Herz und Kopf stecken konnte, wenn es gerade passte. Etwas, das nicht gleich schrie, wenn ich es mal nicht tat. Ich schrieb über alles, was mich interessierte: Stillfreundliche Cafés, schöne Parks, kinderfreundliche Hotels, Nähanleitungen, Reisen. Erst las niemand, was ich schrieb. Dann immer mehr… Weiterlesen

Über den Anfang und das Ende meines Blogs2021-03-01T22:33:46+01:00

Schlimmer Spuk: Wie Corona unsere Kinder gruselt

Text: Katia Kröger

An einem Winter-Wochenende träumten wir kürzlich von duftenden Pinienwäldern, von Croques Monsieur auf der Dune du Pilat. Uns war nach endlich-mal-wieder-raus-hier, nach Abenteuern außerhalb unserer eigenen vier Wände. Mit dem Laptop auf dem Schoß reisten wir unserem Sommerurlaub entgegen, Campingplätzen mit Meeresblick, Boutique-Hotels in französischen Landhäusern. Nur: Mit unserer Urlaub-wir-kommen-bald-Begeisterung waren mein Mann und ich ziemlich allein… Weiterlesen

Schlimmer Spuk: Wie Corona unsere Kinder gruselt2021-02-22T17:19:20+01:00

Vier gewinnt. Oder: Wie ist das so mit vielen großen Geschwistern?

Text: Claudia Schaumann

Ein Haus hinterm Deich, ein offenes Sprossenfenster. Dahinter wird geschlafen. Die Großen im großen Kinderzimmer, die Kleinen im kleinen. Die Eltern im Elternschlafzimmer. Alle schlafen. RUMMS macht es da: Einer schläft nicht. Blondes Strubbelhaar wippt, darunter singt ein Mund, schokoladenverschmiert. „Schackalackabums!“ singt der Mund zur Musik aus dem Ipad in meinem Bett. Ein kleiner Finger dreht die Musik laut. „SCHACKALAKABUMS!“ – richtig laut. Ich blinzele, seufze, taste nach dem Ipad und mache es leiser. Überlege kurz, wie es der Dreijährige mal wieder ganz allein geschafft hat, seine Lieblingsserie anzustellen. Und sich Schokolade aus der geheimen Kiste im Hauswirtschaftsraum zu holen… Unser viertes Kind ist ein Wunschkind. Und ein Überraschungsbaby, weil ich erstens gar nicht mehr damit gerechnet hatte, dass André meinem Wunsch nachgibt (er wollte eigentlich immer bloß zwei) und weil es zweitens ziemlich lange gedauert hat, bis es sich auf Weiterlesen

Vier gewinnt. Oder: Wie ist das so mit vielen großen Geschwistern?2021-03-21T13:36:10+01:00
Nach oben